Bayern - Rauchverbot treibt seltsame Blüten



In Bayern gab es gestern die ersten Polizei-Einsätze wegen des seit 1.Jänner geltenden Rauchverbotes.
Am Münchner Viktualienmarkt hatte eine Frau die Polizei gerufen, weil in einem Zelt vor einer Gaststätte geraucht worden war.
Bizarre Notiz am Rande: Nichtmal die Polizei selbst konnte sagen, ob das Rauchverbot in besagtem Zelt gültig ist.
Der Betreiber der Gaststätte räumte trotzdem vorsorglich die Aschenbecher aus dem Zelt, um weitere Komplikationen zu vermeiden.
Auch in Freising mußte die Polizei einschreiten. Dort hatte ein Mann in einem Wutanfall über das Rauchverbot und die Bitte des Wirtes, doch draußen zu rauchen, eine Fensterscheibe zerstört.

Jetzt wird die Polizei also auch schon gerufen, wenn sich jemand "illegal" eine Zigarette anzündet - über die Sinnhaftigkeit solcher Handlungen lässt sich diskutieren. Auch ob es für die Polizei nicht wichtigeres zu erledigen gäbe, als "Piratenraucher" zur Ordnung zu rufen und unangemessen hohe Ordnungsstrafen zu kassieren, sollte man mal überdenken. Darüberhinaus stelle ich mir die Frage, was ein gröberes Vergehen darstellt. In einem Zelt zu rauchen (weil es ja anhand der angebotenen Aschenbecher für den Raucher offensichtlich erlaubt ist), oder wegen dieser Nichtigkeit eine Polizeistreife zu bemühen.
Ich hätte ja eher die Anruferin festgenommen.

Danke EU, wir freuen uns auf die nächsten Vorschriften und Gesetze.


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