Der Polizeitrojaner im Einsatz




Der deutsche Bundesnachrichtendienst hat laut "Focus" einen mutmaßlichen Terroristen mit einem Polizeitrojaner auszuspähen versucht. Onlinedurchsuchungen werden vom BND im Ausland bereits seit längerem durchgeführt. Laut dem Nachrichtenmagazin wurde einem Ägypter bereits Anfang 2006 eine getarnte E-Mail mit einem Spionageprogramm im Anhang geschickt. Dabei habe das Bundesamt für Verfassungsschutz angeblich unter anderem eine Anleitung zum Bau von Sprengsätzen gefunden, die der Verdächtige auf seiner HardDisc hatte. Der Spähangriff sei bereits vor einem Jahr wieder beendet worden. Der verdächtige Ägypter gab gegenüber "Focus" an, den Spähangriff bemerkt zu haben. Sein russischer Virenscanner habe angeschlagen. Er haben den Verdacht gehabt, dass mit seinem Computer etwas nicht stimme. Seither bevorzuge er Web-Cafes für Chats.
Agenten des Bundesnachrichtendienstes haben laut "Focus" in den letzten 2 Jahren die Computer von rund 60 verdächtigen Personen im Ausland durchsucht.
Wie nicht anders zu erwarten, gibt es vom BND zu diesem Bericht keine Stellungnahme, auch die zuständige Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich nicht äußern.

Diese Nachricht zeigt wohl mehr als detulich, dass der Polizeitrojaner nicht zur Terrorismusbekämpfung entwickelt worden sein KANN. Wenn jemand etwas zu verbergen hat, geht er eben ins Internet-Cafe, da können sich auf der heimischen Festplatte dutzende Trojaner(auch von der Virensoftware unerkannt) tummeln, wird trotzdem nichts bringen. Folglich wird dieses Ding wohl doch nichts weiter als Überwachungssoftware zum bespitzeln des gemeinen Bürgers sein - böse Internetpiraten, die sich illegale Musik und Filme auf ihre Festplatten holen. Den Bin Ladens dieser Welt wird das mit ziemlicher Sicherheit genauso am A**** vorbeigehen, wie den Herren Schäuble und Platter unsere Privatsphäre.


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