Internetpiraterie - EU bittet um Hilfe



Offenbar inspiriert durch die Pläne Frankreichs zum Schutz von lizenzierten Medien hat man sich nun dazu entschlossen, europaweit verstärkt gegen Internetpiraterie vorzugehen und einheitliche DRM-Schutzmaßnahmen zu stärken. "Wollen wir eine starke Musik-, Film- und Spiele-Industrie?" fragt EU-Kommissarin Viviane Reding und kündigt Kooperationen mit Zugangs-/Diensteanbietern sowie Rechteinhabern und Verbrauchern an. Schön dabei: auch das Fußvolk (wir) soll zu Wort kommen, auch wenn klar scheint, daß die Entscheidung schon längst gefallen ist.

Wichtigstes Ziel scheint - wie nicht anders zu erwarten - der Industrie Rechtssicherheit zu verschaffen. Zu gut Deutsch: nicht die Musik/Filmindustrie soll sich an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen, sondern die Verbraucher sollen doch gefälligst das schlucken, was man ihnen vorsetzt. Eigentlich eine feine Sache, wenn das EU-Parlament jedem der nicht imstande ist, sein Business gewinnbringend zu führen, mit Gesetzesentwürfen/änderungen unter die Arme greift.

Mit Fragen wie "Sind Sie der Ansicht, dass die Unterstützung der Einführung interoperabler DRM-Systeme die Entwicklung von Online-Diensten mit kreativen Inhalten im Binnenmarkt fördern würde? Welche Haupthindernisse stehen vollständig interoperablen DRM-Systemen im Wege? Welche Vorgehensweisen halten Sie bezüglich der DRM-Interoperabilität für empfehlenswert?"
oder
"Sind Sie der Ansicht, dass die jüngst in Frankreich unterzeichnete Vereinbarung ein Beispiel ist, dem gefolgt werden sollte?"
sollen auch die Konsumenten ihre Meinung zum Thema abgeben dürfen. Interessante Antworten hierzu sind garantiert und man darf gespannt sein, ob sich die EU-Kommission auch tatsächlich dazu herablässt, den Standpunkt der Verbraucher zu berücksichtigen.
Schaden könnte es nicht.....

Den kompletten Fragenkatalog bekommt ihr HIER


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