Mohammed-Hetze der FPÖ



Am Sonntag beim Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) gab es eine neuerliche Entgleisung. Diesmal zeichnete sich FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter aus. "Mohammed war ein Kinderschänder" und Mohammed hätte den Koran in "epiletpischen Anfällen" geschrieben kam aus ihrem Mund und damit schoss sie wohl weit übers Ziel hinaus. In einem Interview mit dem Fellner-Blättchen "Österreich" bekräftigte sie ihre Aussage und fügte hinzu "In 20, 30 Jahren wird in Österreich die Bevölkerung zur Hälfte moslemisch sein. Wenn Sie nach Brüssel schauen, dort ist der häufigste Vorname von Kindern Mohammed. Bei der Einwanderungspolitik von SPÖ und ÖVP droht uns das auch."
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Straftatbestand der Verhetzung erfüllt ist und wird gegebenenfalls Anklage erheben.

Nun gut....man kann über die Einwanderungs/Asylpolitik denken wie man will - diese Aussagen gehen eindeutig zu weit und ich hoffe inständig, dass von Frau Winter nicht wieder auf alle Österreicher geschlossen wird. Wenn die Staatsanwaltschaft aufgrund dieser strohdummen Kommentare keine Konsequenzen zieht, dann stelle ich ernsthaft den Rechtsstaat in Frage - Websites wurden schon wegen harmloseren Kommentaren offline genommen und die Betreiber angezeigt. Man stelle sich die Reaktionen vor würde ein Türkischer Politiker behaupten, Moses hätte die 10 Gebote im Drogenrausch gemeißelt und Jesus wäre ein Masochist mit Copperfieldschen Fertigkeiten gewesen - nein, es ist nicht in Ordnung, so gegen eine Religion zu hetzen.

Ich als Österreicher distanziere mich ausdrücklich von diesen Aussagen und der FPÖ. Eine Partei, die derartige Tiefschläge verteilt, hat in der Spitzenpolitik nichts zu suchen.


2 Responses So Far:

J. F. hat gesagt…

Ich finds auch einen Wahnsinn und absolut letzte Schublade. Was mich noch mehr ärgert: wir können jetzt als Staatsbürger für den Peronenschutz blechen. Träum ich?

Thumbsucker hat gesagt…

Vollkommen richtig. Die FPÖ hätte nach dem Desaster rund um die Mohammed-Karikaturen schlauer werden sollen. So riskieren sie für ein paar Wählerstimmen aus dem braunen Eck Brandanschläge und Racheaktionen.

 
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