Terrordrohung gegen Deutschland



München (AFP) - Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit einer Terrordrohung aus dem Libanon ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" hatte ein mutmaßlicher Extremist bei der Deutschen Botschaft in Beirut angerufen und Anschläge in Deutschland angekündigt. Die libanesische Polizei habe den Anruf verfolgt und den Syrer Mohammed N. festgenommen. Laut "Focus" sagte der Syrer aus, drei Männer - ein Deutsch-Türke, ein Saudi und ein Australier - hielten sich in Deutschland auf und planten einen Anschlag auf das Bundesjustizministerium in Berlin oder andere Justizbehörden.

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Sprengstoff befinde sich bereits im Land, sagte der Syrer demnach weiter. Der "Focus" berichtet, dass die Männer im Auftrag einer Terrororganisation namens "Dschihad Islami" unterwegs seien und mit dem Anschlag die Verurteilung von El Kaida-Mitgliedern in Deutschland rächen wollten. Die Aussagen des Mannes, der seit 2003 in Syrien El Kaida-Mitglied sein soll, wertete die libanesische Polizei demnach als "insgesamt glaubhaft."

N. war bereits nach der Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri verhaftet worden. Das Bundeskriminalamt wies laut "Focus" allerdings darauf hin, dass für die Überprüfung seiner Glaubwürdigkeit weitere Informationen aus dem Libanon nötig seien.

Wäre man Zyniker, würde man vermuten, hinter dieser Nachricht verbirgt sich ein weiteres reißerisches Argument, mit dem man Data-Retention, Onlinedurchsuchung & Co begründen möchte. Aber wir wollen niemandem böses unterstellen, auch wenn es äußerst.....ungewöhnlich ist, Terroranschläge per Telefon bekanntzugeben und danach derart detaillierte Informationen preiszugeben.

Quelle: de.news.yahoo.com


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