USA - Umkehrschwung bei Datenschutz



Während Europa - insbesondere Deutschland und Österreich - das Internet immer weiter zensiert, Gesetze für die Musik/Filmindustrie aus dem Boden stampft und unsere Daten speichert für den Fall, dass wir uns per Onlineformular in Terrorcamps anmelden, um eine fundierte Selbstmord-Attentäter-Ausbildung zu erlangen, gibt es in den USA offensichtlich einen Umkehrschwung.
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama, welcher schon als dunkelhäutiger John F. Kennedy gehandelt wird, ist ein Verfechter des offenen Internet. Obama betrachtet das Verbot zum Umgehen von Kopierschutzverfahren kritisch und tritt offen gegen eine Verschärfung der Kommunikationsüberwachung ein.
Prinzipiell möchte Obama erlauben, zumindest eine Backup-Kopie aller erstandenen digitalen Produkte anzufertigen - und plant somit, den amerikanischen Konsumenten jenes Recht zurückzugeben, welches den deutschen Kunden soeben genommen wurde.
Anderweitig gelobte der selbsterklärte Gegner des Washingtoner Establishments, eine gründliche Überprüfung bestehender Verordnungen im Bereich der inneren Sicherheit durchführen zu lassen. Es gehe um die Wiederherstellung der Rechte Inhaftierter, die Schließung Guantanamos und die Stärkung der Gesetze zur Kontrolle der Geheimdienste.

Nun ist man ja ein gebranntes Kind, wenn es um die US-Präsidentschaftswahlen geht, seit George W. Bush traut man wohl so schnell keinem mehr über den Weg. Sollte Obama an die Spitze der US-Regierung gelangen und seine Pläne in die Tat umsetzen, so könnten sich die EU-Politiker allesamt ein Beispiel nehmen. Und wir - die Bürger - neidvoll in die USA blicken und uns einen Politiker vom Format eines Barack Obama wünschen....
Geht man davon aus, das wir den USA um 8-10 Jahre hinterherhinken, steht uns eine harte Zeit bevor, ehe unsere Politiker aufwachen.


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