Katzenmord in China - im Namen des Sports



Während die halbe Welt hinter David Motari aka Puppykiller her ist, passiert in China im Schatten von Olympia ein Verbrechen ähnlicher Natur, nur in weit größerem Ausmaß.
Wie hinlänglich bekannt, finden die Olympischen Spiele bald in China statt. Dort ist man darauf bedacht, einen guten Eindruck zu machen und poliert die Städte auf Hochglanz. Nicht nur Obdachlose werden von den Straßen vertrieben, auch tausende von freilebenden Katzen fallen der Säuberungsaktion zum Opfer - seltsamerweise kümmert das kaum jemanden, was für mich den Schluss zulässt, dass im Namen des Sports Tierquälerei und Tiermord wohl als Kollateralschaden verbucht wird.
Die Regierung in China bedient sich hierbei abstruser Methoden. So dichtet man den Katzen Eigenschaften an, für die bei uns Tauben und Ratten bekannt sind. Katzen gelten in China als Krankheitserreger Nummer eins, das Brainwashing der Regierung funktioniert einwandfrei. Katzen werden auf der Straße zusammengetrieben, zu hunderten in kleine Käfige gequetscht (siehe Bild) und anschließend in regelrechten Todeslagern ins Nirvana befördert. Wie effektiv die Antikatzen-Kampagne der chinesischen Regierung ist, erkennt man am Fall eines Kindergartens, in dem 6 Katzen mit Stöcken erschlagen wurden um zu verhindern, dass sich Krankheiten auf die Kinder übertragen. Verängstigte Katzenbesitzer werfen ihre Vierbeiner auf die Straße und lassen sie ebenfalls abtransportieren und töten - all das zum Wohle einer sauberen, grünen Stadt.
Eine Schande, dass hier niemand einschreitet. War der Aufschrei der weltweiten Öffentlichkeit im Fall des Us-Soldaten David Motari groß, so schaut man im Fall von China wohl lieber weg und wünscht sich aufregende Sportevents. Ohnehin muß man sich fragen, was wohl in den Köpfen des IOC`s vor sich geht, passieren dort doch noch weit schlimmere Verbrechen.
Die Regierung Chinas freilich sieht das anders. Es gebe einige Leute im Ausland, die versuchten, China zu diskreditieren und die Olympischen Spiele dazu zu benutzen, Druck auf China auszuüben. Diese Versuche seien jedoch zum Scheitern verurteilt, schreibt die „Volkszeitung“. Einige „Stars“ hätten Briefe geschrieben und Chinas Politik im Sudan kritisiert und zu einem Boykott der Olympischen Spiele aufgerufen. Dabei sei es doch bekannt, dass China in Darfur große Anstrengungen unternommen habe.
Der Versuch „einiger Kräfte“, die Olympischen Spiele zu politisieren, werde keine Zustimmung finden, schrieb die Zeitung. Besonders wandte sich der Kommentator gegen den Versuch, mit Hinweis auf die Olympischen Spiele die Unabhängigkeitsbestrebungen in Taiwan zu unterstützen. Das Kalkül „dieser Leute“ sei, dass China vor den Spielen keine Konfrontation wagen würde. Das aber sei falsch, so die „Volkszeitung“, kein Land in der Welt würde wegen der Olympischen Spiele bei Kernfragen der eigenen Interessen Zugeständnisse machen.

Sollten sich einige Menschen finden, welche die TV-Übertragungen aus China demonstrativ verweigern, so würde das zwar nichts an den Tatsachen ändern, aber vielleicht doch ein Zeichen setzen. Aber bis zum Beginn der Olympiade ist das alles längst vergessen....

Es lebe der Sport!


1 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Einfach Ekelerregend

 
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