New York ist ein gefährliches Pflaster



Allerdings nicht, weil man ausgeraubt werden könnte. Nein, die Gefahr kommt von der Polizei.
Lest die Geschichte von Sheila:

Sheila kam gestern nicht zur Arbeit - und wie sich herausstellte, hatte sie dafür einen guten Grund.
"Als ich Dienstag Nacht in Handschellen gelegt wurde, rief mir ein Mädchen hinterher "Ooh, die Undercover-Cops haben dich erwischt, was hast du getan?"
Gute Frage! Alles was Sheila getan hatte, war ein Bier - verpackt in eine Papiertüte - zu trinken, während sie auf ihre U-Bahn wartete. "Etwas prollig und technisch gesehen illegal, aber wen kümmert`s, oder?" so Sheila. Tatsächlich kümmert es das NYPD sehr wohl. Was folgte, waren 24 Stunden in 2 Gefängnissen und Stunden in Handschellen.
"Nachdem mir die Polizistin das Bier weggenommen hatte, wurde ich in Handschellen zu einem Van gebracht, in dem schon zwei andere Erreger öffentlichen Ärgernisses saßen. Bogden, ein alter obdachloser Pole und ein 17jähriger Schwarzer Namens Kevia. Beide waren verhaftet worden wegen "outstretch" - sprich sie haben in einem der Waggons mehr als einen Sitz in Beschlag genommen."
"Wir warteten 2 Stunden im Van, während die Officers versuchten, noch weitere "Körper" - wie sie es nannten - einzusammeln.
Schließlich wurden wir auf die Polizeiwache in der Canal Street - U-Bahnstation gebracht. Noch immer in Handschellen, zogen sie mir die Haarspangen aus den Haaren, die Schuhbänder aus den Schuhen, nahm mir den Rucksack und meine restlichen Sachen ab und zogen mir den Gürtel von der Hose. Meine Nase lief, da ich schon 2 Stunden lang in Handschellen war und mich nicht schnäuzen konnte, mein Makeup war verschmiert - schließlich lag ich ja mit dem Gesicht am Boden des Polizeivans. Dann warfen sie mich in eine Zelle und schlossen die Tür. Eine Stunde später wurde ich zur erkennungsdienstlichen Behandlung aus der Zelle geholt. Allerdings hatten die Polizisten dank eines stupiden Apparates Probleme, meine Fingerabdrücke zu scannen, also wurde ich immer wieder aus dem Schlaf auf der Holzbank meiner Zelle gerissen, um erneut Fingerabdrücke nehmen zu lassen. Um 7 Uhr Morgens wurde ich mit Bogden in das Gefängnis in Manhattan gebracht - natürlich wieder in Handschellen. Dort verbrachte ich dann die restliche Zeit zusammen mit einer kleinen japanischen Stripperin, die ihren Freund mit einer Pfanne geschlagen hatte, einigen spanisch sprechenden Mädchen, einer Schülerin die 4000$ aus der Kasse eines Restaurants gestohlen hatte und einem sexy Girl, welches beim Verlassen eines Clubs gegen ein Auto gestolpert war. Wir unterhielten uns über Obama, Mode, zeigten uns unsere Tattoos und aßen Sandwiches. Dann wurde ich aus der Zelle geholt, und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Binnen einer Minute war alles erledigt - alle Anklagepunkte wurden fallen gelassen und ich konnte gehen. Ich werde nie wieder ein Bier in der U-Bahnstation trinken".

"In God is our trust."
And the star-spangled banner
In triumph shall wave
O'er the land of the free
And the home of the brave!

Rosige Aussichten. Wann läuft es auch in der EU so geistreich ab?


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