Arme Künstler bitten Kanzlerin Merkel um Hilfe



An die 200 Künstler haben einen vom Bundesverband Musikindustrie verfassten offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angelika Merkel unterzeichnet, in dem sie aufgefordert wird, sich für den Schutz des geistigen Eigentums einzusetzen. Anlass für diese Aktion ist der "Tag des geistigen Eigentums", der am 26. April zelebriert wird. "Als Komponisten und Musiker, Schriftsteller und Verleger, als Schauspieler und Filmemacher begrüßen wir es sehr, dass mit diesem Tag das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums gestärkt werden soll", formuliert der Bundesverband Musikindustrie.

"Denn leider müssen wir täglich mit ansehen, wie das Recht auf einen angemessenen Schutz unserer Werke missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten."

Der Bundesverband Musikindustrie behauptet, allein in Deutschland seien 2007 über 300 Millionen Songs illegal aus dem Internet geladen worden. Dies sei zehnmal mehr, als legal verkauft wurde. Mehrere Millionen böser Piraten würden sich regelmäßig aus "Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen Quellen" bedienen. Darunter zu leiden hätte nicht nur die Allgemeinheit, nein, auch der Staat habe doch Steuereinnahmen zu beklagen und von den Arbeitsplatzverlusten wollen wir gleich gar nicht sprechen, denn sonst sitzen wir allesamt in Tränen ausgelöst und daumenlutschend unterm Tisch vor lauter Schamgefühl und Mitleid. Unfassbare 70 Prozent des gesamten Internet-Traffics in Deutschland würden von den bösen Raubmordkopierern verursacht.

Nun will ich euch auch nicht vorhalten, wer denn da so sehr am Hungertuch nagt, dass er solch ausgemachten Bullshit unterschreiben muß:
Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs gehören unter anderem die Filmregisseure Sönke Wortmann, Bernd Eichinger und Faith Akin sowie die Schauspieler Til Schweiger, Renan Demirkan und Detlev Buck. Mit dabei sind auch Musikgruppen wie Tokio Hotel, Monrose, Söhne Mannheims und Juli sowie die Sänger Udo Lindenberg, Reinhard Mey, Peter Maffay, Roger Cicero und LaFee. Unterstützung kommt auch von der Moderatorin Barbara Schöneberger, dem Produzenten Ralph Siegel, dem Komponisten Wolfgang Rihm, der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz und dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder.

Hiermit beantrage ich, den 27. April zum "Tag der Schwachsinnigen, die sich für Künstler halten" zu erklären.
Wenn ich mir die Namen so ansehe, dann finde ich nicht einen, den ich mir (wäre ich böse) illegal herunterladen würde. Tokio Hotel - stinken vor Geld, dass ihnen verliebte Teenies nachschmeißen. Monrose - ist das nicht die Casting-Band von Pro 7, die man so gut wie nie im Radio hört? Udo Lindenberg....*kein Kommentar*. Ralph Siegel kann sich seinen Mist ohnehin Behalten. Liebe Leute - ich will euch nicht auffordern, euch Songs illegal zu ziehen. Aber ich will euch dazu auffordern, die Unterzeichner dieses Briefes zu boykottieren. Gebt kein Geld für ihre "Werke" aus, zeigt ihnen, was ihr von dieser Praxis haltet. Schließlich werdet ihr von diesen Menschen kriminalisiert und unter Umständen von euren Providern bald mit dem Canceln eures Anschlusses bestraft, sollten die Forderungen dieser Scheinmoralaposteln Gehör finden.
(Via Heise)


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