Afghanische Frauen und die Taliban


Kurz vor Mitternacht trommelten die Taliban gegen die Tür, um Aisha,18, zu bestrafen.
Sie war von ihrem Ehemann davongelaufen und das akzeptiert ein stolzer Taliban natürlich gar nicht - da wird schnell der Ruf nach Rache laut. Dass Aisha von ihrer angeheirateten Familie wie eine Sklavin behandelt wurde, zählt natürlich nicht - Schicksal, als Frau hat man das zu akzeptieren - auch wenn Aisha gestorben wäre, wäre sie nicht geflüchtet. Ihren "Richter", einen örtlichen Taliban Kommandeur, interessiert das logischerweise herzlich wenig - und so beginnt die Bestrafung. Während ihr Schwager Aisha festhält, nimmt ihr Ehemann ein Messer. Schneidet ihr zuerst die Ohren ab und danach die Nase.



Passiert ist das nicht etwa vor 20 Jahren, oder vor 10 Jahren, sondern 2009.
Wird wohl noch einige hundert Jahre dauern, bis die in der Gegenwart angekommen sind.
Vielleicht mal ein wenig nachdenken, ehe man sich das nächste Mal über das "Kopftuch" ärgert und dumme Sprüche ablässt. Da steckt schon ein wenig mehr dahinter, als die Rechtspopulisten uns glauben machen möchten. 

Whole Story                                                   Slide Show


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Da ist sie aber noch glimpflich davon gekommen. Soweit ich weiss, ist die eigenliche Strafe ja Steinugung und die endet ja bekanntlich mit dem Tod.
Das zeigt aber auch, dass härtere Strafen nicht unbedingt bessere Menschen schafft, was ja die Meinung der Meisten ist, sondern nur noch mehr Leid anrichtet.

Thumbsucker hat gesagt…

Ich denke, dass der Tod für viele Frauen in Afghanistan eine attraktive Alternative ist zu dem Leben, das sie führen müssten.

Gefangen in einer Ehe mit einem Mann der sie mißhandelt, einer Familie die sie versklavt und ohne Aussicht auf ein Entkommen und/oder Selbständigkeit...

 
Real Time Web Analytics