Selbstmord am Hoover Staudamm


Der Hoover Staudamm ist nicht nur über 220m hoch, bildet die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona und diente als Kulisse für zahlreiche Filme, nein. Wie jedes andere hohe Bauwerk zieht er verzweifelte Menschen an, die ihrem Leben ein Ende bereiten wollen.
So geschehen in diesem Video, welches von Touristen aufgenommen wurde, während sie das Bauwerk filmten.
Sensible Gemüter sollten eher nicht klicken, auch wenn das Video in den Nachrichten die Runde machte.



Passiert ist das ganze bereits im Jahr 2000
Der US-Bundesstaat Nevada hat eine der höchsten Selbstmordraten der USA - zu diesem Zeitpunkt haben 260-280 Menschen im Las Vegas Valley ihr Leben beendet.

Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um sich so etwas anzutun?
Oft nicht so verzweifelt, wie man denken sollte. Schon "Kleinigkeiten" können einen Menschen dazu treiben, sich selbst das Leben zu nehmen. Sollte man in seinem Familien/Freundes/Bekanntenkreis Symptome wahrnehmen, dann bitte umgehend handeln.

Hier die Faktoren für ein erhöhtes Suizidrisiko:

Was spricht für ein erhöhtes Suizidrisiko?

- Frühere Suizidversuche oder suizidale Äußerungen

- Vorkommen von suizidalen Handlungen oder Androhungen im Bereich der Verwandtschaft oder näheren Umgebung (Nachahmungseffekt, Sogwirkung, Identifikationsneigung)

- offene oder versteckte Suizid-Drohungen

- Äußerungen konkreter Vorstellungen über Vorbereitung oder Ausführung

- Selbstvernichtungs- und Katastrophenträume

- "unheimliche Ruhe" nach vorangegangener suizidaler Unruhe, Aufgewühlt-heit und Zerrissenheit

- ängstlich-gespanntes oder getriebenes Verhalten

- langdauernde, zermürbende Schlafstörungen

- unterdrückte Gefühlsausbrüche und Aggressionsstauungen

- Beginn oder Abklingen depressiver Phasen

- biologische Krisenzeiten: Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre, Rückbildungsalter

- schwere Schuld- und Unfähigkeitsgefühle

- unheilbare Krankheit oder Wahnvorstellung von einer unheilbaren Krankheit

- Alkoholismus, Rauschgiftsucht, Medikamentenabhängigkeit, Mehrfachabhängigkeit

- familiäre Probleme in der Kindheit (Trennung, Scheidung, Tod eines Elternteils, Stiefeltern, Heimaufenthalt)

- Fehlen oder Verlust mitmenschlicher Kontakte (Vereinsamung, Entwurzelung, Liebesenttäuschung)

- berufliche und finanzielle Schwierigkeiten

- Fehlen eines Aufgabenbereichs und Lebensziels

- Fehlen oder Verlust tragfähiger religiöser Bindungen

Es ist also nicht unmöglich, Vorzeichen zu erkennen und rechtzeitig aktiv zu werden.  
Mehr Infos dazu findet ihr hier
 


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Naja, besser als auf der diesjährigen Love Parade in Deutschland gestorben zu sein. Zerdrückt und tot getrampelt...

Thumbsucker hat gesagt…

Zumindest ist ihm davor die Panik erspart geblieben...

 
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