Warum Filesharer kein schlechtes Gewissen haben müssen


11 Euro Urheberabgabe auf Touchscreen-Handys

Verschiedene Verwertungsgesellschaften haben die neuen Tarife für Urheberabgaben auf Handys veröffentlicht. Diese sollen rückwirkend ab dem 1. Januar 2008 gelten.

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) sowie die Verwertungsgesellschaften Wort und Bild Kunst haben die Preise im Bundesanzeiger veröffentlicht. Demnach werden für Mobiltelefone mit Touchscreen Abgaben in Höhe von 11 Euro sowie für Handys ohne Touchscreen 4 Euro fällig.

Mit der vorgenannten Differenzierung werde der unterschiedlichen Nutzung von Mobiltelefonen mit und ohne Touchscreen Rechnung getragen, hieß es. Diese Unterschiede seien durch eine von den Verwertungsgesellschaften durchgeführte empirische Untersuchung belegt, teilten diese heute mit.

Versuche der Verwertungsgesellschaften, vor Aufstellung des Tarifs mit den Verbänden der betroffenen Hersteller über die Vergütungshöhe zu verhandeln, blieben ohne Ergebnis. Kein Verband sei zu derartigen Verhandlungen oder zur Durchführung eines Verfahrens vor der Schiedsstelle bereit gewesen.

Der Tarif ergibt sich aus den Regelungen des Anfang 2008 in Kraft getretenen, überarbeiteten Urheberrechtsgesetz. Für die Zeit davor richtete sich die Höhe der Vergütungsforderung noch nach der Konfiguration der Geräte, insbesondere dem enthaltenen Speicherplatz.


Und ihr wollt wirklich wissen, warum die Szene boomt?
Tolles Business - und ich vermute, dafür mussten die Verwertungsgesellschaften keinen einzigen Hintern küssen - nur ein paar Scheinchen/Urlaube/alternative Zuwendungen rüberrücken.

Noch mal für eure Produkte zahlen? Warum? Gibt echt keinen Grund dafür.

Quelle: winfuture.de


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Du hast ja das schönste vergessen.
Schau Dir mal PC/Notebook´s an.
ca. 20 Eur zusätzlich für einen PC mit Brenner.
Dabei zahlen wir schon für den Brenner Urheberrechtsgebühr. Und für Rohlinge auch.
Wenn ich jetzt nicht alles Brennen darf...?
Und wenn ich nur an alle rein beruflich genutzten PC denke. Mir wird schlecht. Was für eine Abzocke. DREIFACH!!!

Thumbsucker hat gesagt…

Yep, genau dieses Gespräch hatte ich erst vor ein paar Tagen mit einem Bekannten.

Wenn mal sich mal durchrechnet, was diese Mafia durch die URA auf Geräte/Speichermedien kassiert, die ausschließlich von Firmen für berufliche Zwecke genutzt werden, geht einem die Galle hoch. Man darf eine Urheberrechtsabgabe bezahlen, um seine eigenen Dateien drauf zu speichern - ist ein tolles Businessmodell.

Ähnlich frech (aber bei weitem nicht so) sind nur noch die Gebühren der Öffentlich Rechtlichen Rundfunksender - in Deutschland die GEZ, in Österreich die GIS.

 
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