Wirre Welt - Guantanamo goes Germany


Vielleicht kann mir mal jemand plausibel erklären, was es mit diesen beiden Guantanamo Häftlingen auf sich hat, die nach Deutschland überstellt werden.
Zitat BILD:
Gegen die zwei Häftlinge liegt strafrechtlich weder in den USA noch in Deutschland oder den Herkunftsländern etwas vor!
Gut - fragt man sich, warum die überhaupt in Guantanamo inhaftiert waren. 

Zitat BILD:
Wichtigstes Ziel: Nach neun Jahren Haft sollen sie lernen, wieder ein normales Leben zu führen.
Nach neun Jahren Haft sollten sie die USA in Grund und Boden klagen.


Zitat Bild:
Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch die Gefangenen schloss de Maizière gestern „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ aus. „Wir werden keine Terroristen ins Land holen“, sagte der Innenminister.
Und keiner kommt auf die Idee, die USA mal zu fragen, warum die eigentlich in Guantanamo waren und vor allem - warum die EU-Mitgliedsstaaten sie aufnehmen müssen, anstatt sie zurück in ihre Heimat zu ihren Familien zu schicken?


Das Beste kommt zuletzt:
DÜRFEN SIE DEUTSCHE WERDEN?
Nach acht Jahren können die Ex-Häftlinge die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Voraussetzungen hierfür sind ausreichende Deutschkenntnisse, Kenntnisse über Kultur, Recht und Gesellschaftsordnung sowie der Nachweis eines ausreichenden Einkommens oder der Erwerbsunfähigkeit.
• BEKOMMEN SIE HARTZ IV?
Sie haben ab dem ersten Tag Anspruch auf Sozialleistungen wie Sozialhilfe (bei Erwerbsunfähigkeit) oder Hartz IV (Regelsatz: 359 Euro plus Mietzahlung und Krankenversicherung). „Zudem haben sie Anspruch auf einen Integrationskurs und – wenn erforderlich – psychotherapeutische Maßnahmen“, erklärt Kliebe.
• DÜRFEN SIE HIER ARBEITEN?
Ja! Vom ersten Tag an können sie, sofern sie nicht erwerbsunfähig sind, einen Job annehmen! Doch der Zustand der beiden ist laut Bundesinnenministerium psychisch und physisch so schlecht, dass sie nach ihrer Ankunft nicht fähig sein werden, sofort zu arbeiten.
• WO WERDEN SIE WOHNEN?
Das ist Sache des Sozialamts der jeweiligen Stadt oder der Gemeinde, in der sie angesiedelt werden. Anzunehmen ist, dass sie erst einmal eine Wohnung zugewiesen bekommen, die vom Jobcenter bezahlt wird.
• DÜRFEN DIE EX-HÄFTLINGE REISEN?
Ja, sie werden einen Reiseausweis für Staatenlose oder für Ausländer bekommen. Damit können sie wie jeder andere auch im Schengen-Raum visumfrei reisen. Doch: Bekommen sie Hartz IV oder Sozialhilfe, haben sie einen beschränkten Wohnsitz. Das heißt: Umziehen dürfen sie nicht!
• KÖNNEN DIE FAMILIENANGEHÖRIGEN NACHKOMMEN?
Theoretisch wäre das aus humanitären Gründen möglich. Doch hier gilt: Kann für die Familie nicht eigenständig (finanziell) gesorgt werden, darf die Familie nicht nachreisen.

Zusammenfassung:
Diese armen Kerle saßen also vollkommen unschuldig, ohne die Spur eines Beweises, ohne *Irgendwas* neun Jahre lang in Gitmo. Man hat sie von ihren Familien weggerissen, sie vermutlich gefoltert - und JETZT schickt man sie nach Deutschland, wo sie sich vollkommen legal, unbeobachtet und absolut frei bewegen dürfen, wo sie reisen dürfen, tun und lassen was sie wollen, ein neues Leben beginnen sollen?
Und *niemand* denkt sich was dabei??

Eigentlich sollten sie die USA verklagen auf Teufel komm raus. In einem Land, in dem man 100 Millionen Dollar Klagen einreichen kann für eine Hose, die beim Bügeln in der Wäscherei ein Loch bekam, sollten diese armen, unschuldigen "Terroristen" Milliarden absahnen.

Gestörte Welt.


2 Responses So Far:

Barbara hat gesagt…

*facepalm* Aber danke, daß wenigstens einer mitdenkt.

Thumbsucker hat gesagt…

Naja - mich persönlich wundert das schon. Ich weiß nicht, warum sich anscheinend kaum jemand was dabei denkt :-/

 
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