Von Christen, Moslems und der Doppelmoral


Die Aufregung rund um die "Moschee", welche nahe des Ground Zero in New York "errichtet" werden soll, und welche eigentlich keine Moschee ist, sondern ein simples Zentrum, das man keineswegs errichten, sondern den Moslems schlicht zur Verfügung stellen will, nimmt immer weiter zu.
Mittlerweile gehören Proteste von "guten Christen" und Gegenproteste von Verteidigern der Bürger/Grundrechte (Stichwort Religionsfreiheit) zur Tagesordnung.

Die Christen und Islamophoben erklären den Ground Zero gar zum "geheiligten, sakralen Boden", den man keineswegs mit einer Moschee, die wiederum eigentlich keine Moschee ist, entweihen sollte.
Warum Ground Zero "geheilgter, sakraler Boden" ist, kann freilich keiner erklären - wenn es danach ginge, dass dort Menschen durch einen Anschlag gestorben sind, müsste wohl der komplette Irak als "heilig" deklariert werden und kein Christ dürfte je irakischen Boden berühren.
Dass man sich mit solchen Sprüchen selbst als "Fundamentalist" outet, als Hardcore-Christen quasi, will man selbstverstänlich nicht hören - und schon gar nicht gelten lassen, denn Christen sind nun mal die besseren Menschen - wissen wir nicht erst seit heute, auch wenn sie an Hokuspokus glauben, der noch weniger nachvollziehbar ist, als der Islam und letztlich doch eh alles das selbe ist.

Hier mal eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse in einer kurzen Reportage des TV-Senders Al Jazeera, welcher darüberhinaus eine der besten - wenn nicht DIE beste internationale News Site im Web bietet, welche sich nicht durch "Monstervulkan", "Todesvogelgrippe", "Killernudelsuppe" etc. Schlagzeilen hervorhebt, sondern durch hervorragende Berichterstattung.



Christen oder Moslems...Christen oder...ich weiß es nicht, wer schlimmer ist. Ich tendiere eher dazu, mich von den Christen wegzudrehen und ihnen den goldenen Orden für Ignoranz am Band zu verleihen,  denn was hier propagiert wird, entbehrt absolut jeder Grundlage.
Mal schauen, wer das Tauziehen gewinnt und ob Obama zurückrudert.

Das fliegende Spaghettimonster sieht's gelassen...Religion ist eine kranke Sache.


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Ich kann die Amies aber auch gut verstehen.
Erst werden das WTC durch Islamisten zerstört und dann wollen sie noch eine Moschee, oder Islamzentrum dort bauen.
Das ist ja als ob sie noch mal drauf schei..en.
Das da viele New Yorker für auf die Strasse gehen kann man ja wohl gut verstehen.

Thumbsucker hat gesagt…

Ich bin da etwas hin und her gerissen.
Einerseits: Yep - aus Sicht der Amis ist es zum Teil verständlich, dass sie es als Schlag ins Gesicht auffassen.

Andererseits: Genausowenig wie der durchschnittliche Katholik nicht mit den christlichen Fundamentalisten/Extremisten und Bibel Camp Fanatikern(die Abtreibungskliniken in Brand setzen und Atheisten aus ihren Häusern vertreiben oder ihnen den Arbeitsplatz kündigen) in einen Topf geworfen werden möchte, sollte man auch nicht alle Moslems über einen Kamm scheren.

Darüberhinaus hat die Bush Regierung den Irak ja auch ordentlich durchgevögelt. Erst hieß es "Der Irak hat Massenvernichtungswaffen - die *müssen* wir finden, das ist eine Gefahr". Als es offensichtlich wurde, dass das eine Lüge war, sagte man "Uups, da haben wir uns wohl vertan - aber wenn wir schon mal da sind, bringen wir dem Irak die Demokratie".
Heute liegt das Land in Schutt und Asche. Die Soldaten sind zwar weg, dafür stocken die privaten Sicherheitsunternehmen ihr Personal dort auf - Blackwater&Co gehen auch nicht gerade zimperlich mit den Irakern um.

Hat alles zwei Seiten.

 
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