5 Hotels mit Spuk-Garantie - Geisterstunde auf HeulNicht


Nachdem der Sommer zum Abschied leise Servus sagt, der Herbst mehr und mehr ins Land zieht und Halloween(hat seinen Ursprung übrigens in Irland, nicht wie von vielen angenommen in den USA - falls mal wieder wer meint "alles müssen wir den Amis nachmachen", könnt ihr somit kontern) sich wieder nähert, starte ich bis zur Nacht der Geister mal eine kleine Serie über verfluchte Hotels und Orte rund um den Globus.
Ob ihr daran glaubt, bleibt euch selbst überlassen - amüsant zu lesen sind die Geschichten auf jeden Fall ;-)

Beginnen möchte ich heute mit von Geistern geplagten Hotels, die unter "Geisterjägern" sehr begehrt sind, allesamt Hot Spots des Übernatürlichen.

Das Hotel Del Coronado liegt auf einer Insel vor San Diego.
An sich ein Hotel der eher gehobenen Klasse mit Privatstrand und beworben für romantische Stunden, spielten sich im Del Coronado vor allem Dramen ab. Das bekannteste davon ist wohl das von Kate Morgan.
Kate buchte Ende des 19. Jahrhunderts ein romantisches Wochenende für sich und ihren Mann. Sie hatten sich voneinander distanziert und Kate wollte mit dem Aufenthalt im Del Coronado ihre Ehe retten. Sie und ihr Ehemann wollten sich dort treffen. Kate reiste an - und wartete vergeblich auf ihren Mann, der nie im Hotel erschien.


Ein paar Tage später fand man Kates Leiche am Strand. Sie hatte sich erschossen.
Ihr Zimmer mit der Nummer 3502 ist seitdem einer der Orte mit der höchsten paranormalen Aktivität.
Flüstern, unerklärliche kalte Luftzüge, Klopfen und Pochen, Schritte und manchmal eine Berührung beschreiben Gäste, die eine Nacht in diesem Zimmer verbringen. Von Zeit zu Zeit wird Kates Geist gesehen, wie er an dem Strand herumwandelt, an dem sie sich erschoss.

Auch das Stanley Hotel in Colorado hat so eine Geschichte.
Einsam und beinahe schon isoliert gelegen, wird das Stanley Hotel gerne von Menschen genutzt, die Ruhe, Abgeschiedenheit und Frieden suchen. Leider konnten dies viele Gäste nicht genießen, denn sie mussten sich ihre Zimmer mit Geistern teilen. Hier spuken der ursprüngliche Eigentümer, F.O. Stanley und seine Frau Flora. Flora wird oft gehört, wie sie Klavier spielt, während ihr Ehemann im Billardraum gesichtet wird. Dann wäre da noch der Geist eines kleinen Kindes, das man oft in den frühen Morgenstunden hört, wie es in den Hotelgängen herumläuft, kichert und lacht.


Bekannt wurde das Stanley Hotel vor allem durch Stephen King, den es zu seinem Roman "The Shining" inspirierte. Stephen King war damals noch ein junger Autor, der an einer Schreibblockade litt und sich darum im Stanley einmietete. Gerüchten zufolge hat King sich in dem verwinkelten Hotel verlaufen und musste Angestellte nach dem Weg zu seinem Zimmer fragen. Das Resultat seines Aufenthalts ist ein verdammt gutes Buch und ein Klassiker unter den Horrorfilmen.

Das Le Pavillon Hotel liegt an einem der "most haunted places on earth" - nämlich in New Orleans, wo man die Historie mit Geistern quasi als Heiligtum pflegt und wo es an jeder Ecke spukt. Unter den unzähligen Geistererscheinungen im Le Pavillon ist wohl der Geist von Adda der bekannteste. Die Geschichte besagt, dass Adda am Ende des 19. Jahrhunderts mit ihrer Familie ein Schiff betreten wollte, als eine Kutsche sie unglücklich traf und sie verstarb.


 Das besondere am Geist von Adda ist, dass sie nicht wie die üblichen Geister erscheint. Vielmehr erweckt sie den Eindruck, als sei sie ein lebendiger Mensch. Adda unterhält sich mit Gästen, ehe sie sich in Luft auflöst. Die bekannteste Geschichte ist die eines jungen Mannes, der an Mardi Gras mit ihr zusammenstieß. Edda ließ ihre Handtasche fallen. Der junge Mann - erstaunt über die altmodische Kleidung - bückte sich, um sie aufzuheben. Als er Edda die Handtasche zurückgab, sagte sie "Entschuldigen sie, ich bin sehr verloren" und löste sich in Luft auf.

Kommen wir nun zum Provincial Hotel. Auch dieses liegt in New Orleans - genauer im French Quarter und begeistert Gäste durch den altertümlichen Südstaatencharme. Viele Gäster verließen aber ziemlich eilig das Hotel, denn auch hier gibt es eine lange Reihe von paranormalen Ereignissen. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurde das Provincial als Lazarett der Konföderierten genutzt und die Geschichte an seltsamen Erscheinungen reicht bis in diese Zeit zurück.


Zahlreiche Berichte über die Sichtung von Geistern - von Gästen des Hotels und Angestellten - schwirren im Web herum und landen im Beschwerdekasten des Hotels. Ein ganz bestimmter Raum im Hotel wird vom Geist eines Soldaten frequentiert, der immer wieder in Uniform gesehen wird. Er dürfte eine Vorliebe für alte Musik haben, denn das Radio verstellt sich von Geisterhand. Viele Gäste fühlen sich in diesem Raum beobachtet und manche sahen gar kurz sein Gesicht, ehe es sich in Luft auflöste.
Die Angestellten des Provincial berichten vom Gebäude Nummer 5, in dem es am meisten spuken dürfte. In dessen Räumlichkeiten sehen Gäste immer wieder die Schatten von verwundeten Soldaten und hören ihre Schmerzensseufzer. Sobald das Licht angemacht wird, ist der Spuk vorbei. Eine Frau berichtete, sie sei von etwas/jemandem Unsichtbaren von ihrem Bett quer über den Boden gezerrt worden, ehe sie gegen die Wand krachte. Sie verließ noch in der gleichen Nacht das Hotel.


Lizzie Borden took an axe
And gave her mother forty whacks.
When she saw what she had done
She gave her father forty-one.

Kommen wir nun also zur Nummer 1 unter den Spukhotels, dem Lizzie Borden Bed And Breakfast. Wie der Kinderreim schon vermuten lässt, fand dort eine grausame Bluttat statt.
Fall River, Massachusetts, am 4. August 1892: Die Leichen von Andrew und Abbey Borden werden in ihrem Haus gefunden. Beide mit einer Axt erschlagen und im Blut zurückgelassen. Andrews Leiche lag auf dem Sofa im Wohnzimmer, während Abby im Gästezimmer gefunden wurde. Zum Tatzeitpunkt ebenfalls im Haus befand sich ihre Tochter, Lizzie. Lizzie wurde des Mordes an ihrem Vater und ihrer Stiefmutter angeklagt und später unverständlicherweise freigesprochen, denn die Indizien waren erdrückend - bewiesen konnten ihr die Morde nicht werden, es mangelte am Motiv, den Zeugen und der Tatwaffe. Ein paar Wochen vor der Tat hatte Lizzie versucht, Zyankali zu kaufen, ein paar Wochen nach der Tat wurde sie dabei gesehen, wie sie ein Kleid verbrannte.


Heute ist Lizzies Elternhaus eine Frühstückspension und man kann als Gast eine Nacht in einem der gruseligsten Bed and Breakfasts der Welt verbringen. Lichter gehen an und aus, Türen öffnen und schließen sich von unsichtbarer Hand. Gäste und Angestellte berichten von Unterhaltungen, die in vollkommen leeren Räumen zu hören sind und spät Nachts vernimmt man das Weinen einer Frau.
Ein Gast hatte ein besonders nachhaltiges Erlebnis. Er und seine Frau checkten im Borden ein und bekamen das Zimmer, in dem Abbys Leiche gefunden wurde. Seine Frau regelte am Empfang das Finanzielle, während der Mann schon nach oben ging und begann, auszupacken - als er auf dem Bett die Umrisse eines menschlichen Körpers wahrnahm. Sogar im Kopfpolster war der Abdruck eines Kopfes zu sehen.
Erschrocken rannte er aus dem Zimmer - als er mit einer Angestellten zurückkam, war alles wieder normal.

Selbst die US-Medien griffen die Geschichte schon mehrmals auf - hier ein Bericht eines amerikanischen Fernsehsenders über Lizzie Borden:





Sehenswert ist übrigens auch der Geschenkeshop des Lizzie Borden, in dem ihr von den Axt-Ohrringen über das Lizzie T-Shirt bis hin zum Lizzie Wackeldackel kuriosen Kram erstehen könnt, um der Welt zu sagen "I survived the Lizzie Bordens".

Alle Berichte über die Ereignisse in diesen Hotels stammen von Augenzeugen und sind massig im Web zu finden. Was davon zu halten ist...ich weiß es nicht so genau ;-)
Macht zu den Hotels doch auch mal eine Bildsuche, ihr findet jede Menge schräges Material.

Nächste Woche gibt es eine neue Geisterstunde. An Halloween werdet ihr euch dann so sehr fürchten, dass ihr das Haus nicht verlassen werdet.
Mein Wort drauf. *buhuuuuuuu*


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Ich würd mal sagen "The open window". Ne echt gut Kurzgeschichte, die das Thema aufgreift ^^

Thumbsucker hat gesagt…

Saki?

An den habe ich schon ewig nicht mehr gedacht - THX für die Erinnerung ;)

 
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