Gagra - Geisterstadt mit tragischer Geschichte


Gagra liegt in der autonomen Republik Abchasien(Georgien) und hat eine lange Gesichte.
Geschaffen im 2. Jahrhundert vor Christi hat sie vieles erlebt und sollte einst ein "russisches Monte Carlo" werden, um die Abwanderung des russischen Geldadels zu stoppen. Viel Geld wurde investiert in Luxusrestaurants, ein Wassersanatorium, Casinos und einen Palast. 1911 war die am schwarzen Meer in mildem Klima gelegene Stadt ein bliebter Urlaubsort - auch für europäische Kreuzfahrtstouristen.


Man hatte sich Mühe gegeben, tropische Pflanzen gesetzt und sogar Papageien angesiedelt, ehe die Stadt 1919 per Dekret zum sowjetischen Urlaubsort wurde und im zweiten Weltkrieg verletzte, russische Soldaten in Sanatorien beherbergte. Nach 1945 wuchs Gagra enorm, bis am 2. Oktober 1992 das Massaker von Gagra stattfand.
Hunderte georgische Einwohner wurden im Stadion der Stadt zusammengetrieben und erschossen. Milizionäre spielten mit den Köpfen der Toten Fußball, an der Hauptstraße wurden 50 Georgier an Laternenpfähle geknüpft, die Leichen auf die Müllhalde geworfen und mit Unrat bedeckt.


Die Stadt Gagra hat sich seit diesem Massaker nicht mehr erholt. Zahlreiche Gebäude und Ruinen wurden nie restauriert, stehen leer, verfallen und bieten Platz für Urban Explorers sowie für zahlreiche Spekulationen. Man erzählt sich, die Stadt sei seit dem Massaker verflucht - die Geister der massakrierten Georgier würden in den Ruinen ihr Unwesen treiben.















































Obwohl der Tourismus langsam wieder einsetzt, mangelt es in Gagra am Notwendigsten. Der Strom wird immer wieder gesperrt, Warmwasser ist keine Selbstverständlichkeit genauso wenig wie medizinische Versorgung.















































Na das wäre doch mal eine ansprechende Urlaubsdestination. Touristen wird zumindest kulinarisch mittlerweile wieder einiges geboten. Baden kann man wahlweise im Meer oder im nahe gelegenen Adsiasikwa See - dem Blauen See, auch wenn das bei einer durschnittlichen Temperatur von 15 Grad ein etwas frisches Abenteuer werden dürfte. Dafür bieten die Ruinen jede Menge Spielplatz für Freizeitforscher und Fotomotive mit makaberer Geschichte.


4 Responses So Far:

tyndra hat gesagt…

es sieht unglaublich schön aus. besonders das letzte und drittletzte bild finde ich besonders gelungen. hat was.

Thumbsucker hat gesagt…

Musst du hier mal schauen - unglaubliche Bilder, wunderschöne Gegend:
http://bit.ly/dra0eK
Ist übrigens eine hervorragende Bildsuchmaschine via Flickr.

juergen hat gesagt…

eine verwunschene stadt. sollte man sich mal ansehen, bevor sie renoviert wird.

Thumbsucker hat gesagt…

Gibt ne Menge davon, die auch garantiert *nicht* renoviert werden. Demnächst kommt ein Artikel über eine verlassene japanische Insel. Sehr chilliges Eiland, dort würde ich gern mal eine Nacht verbringen ;)

 
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