Indien - zwischen Leichen, Müll und Exkrementen


Noch bin ich mir nicht sicher, welchen Titel dieser Artikel bekommen wird, denn weder will ich ein Land diskriminieren, noch eine Kultur/Religion/Volk pauschal aburteilen. Aber ich bin ein wenig in der Zwickmühle. Mein Artikel über den Ganges hat mich dazu bewegt, doch mal ein wenig tiefer zu graben und das Land Indien mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ich dabei zu Tage befördert habe, widerspricht so ziemlich Allem, was ich persönlich allgemein als "zivilisiert" betrachte.
Daher beginne ich einfach mal mit dem Kommentar eines Bloggers, der zwei Monate lang durch Indien gereist ist und lasse den einfach so stehen(thanks for your stuff btw!):

"India is the dirtiest country I have ever been to. I have heard people say that Pakistan, which is to the west and Bangladesh, to the east, are worse, but that is probably beyond the limits of my imagination.
In two months in India, I went from south to north, visiting some tourist towns that I had read about. I also went by train and bus to countless towns and open fields that weren’t so famous, and everywhere there were people had something in common — dirty, messy and stank. Interestingly, I also saw countless foreigners having a great time."

 Was die Bilder zu diesem Artikel anbelangt, so arbeite ich mich langsam vor und beginne mit den Aufnahmen, die auch für den sanfteren Magen geeignet sind. Beenden werden wir diesen Trip zwischen Müll, Kot, toten Tieren und Leichen, einem Zustand, der mit "Armut" nicht erklärbar ist - denn Armut ist nicht gleichbedeutend mit "unzivilisiert" oder "Leben im Dreck". Denn auch wenn Mensch arm ist, kann er sich pflegen, muss den Müll nicht dort fallen lassen, wo er gerade steht und kann Tierkadaver/verstorbene Menschen "fachgerecht entsorgen", so dass wenigstens ein Mindeststandard an Hygiene vorhanden ist.


Indien ist der siebtgrößte Staat der Erde und hat eine Bevölkerungsdichte von 349 Einwohnern pro km² - ist somit der zweitbevölkerungsreichste Staat auf unserem Planeten. Zum Vergleich - in Deutschland leben 229 Menschen pro km², in Österreich teilen sich 100 Bewohner einen km².
Dass die 1.166.079.217 Einwohner Indiens eine Menge Müll produzieren, ist klar - wie man damit umgeht, umso weniger.




Allein die Müllsituation ist für den durchschnittlichen Europäer schon unvorstellbar. Das Zeug einfach da hin zu kippen, wo gerade Platz ist, wäre bei uns undenkbar - und das ist auch wirklich gut so, denn weder ist das sonderlich gesund, noch riecht es gut und vom dadurch angelockten Ungeziefer möchte ich erst gar nicht reden. Der Müll ist aber nicht das Einzige, das fallen gelassen wird, wo man gerade geht oder steht.
Auch mit den Toiletten in Indien ist es so eine Sache. Hierzu mal Grundsätzliches:



Toiletten in Indien haben eines gemeinsam - eurem wachsamen Auge wird aufgefallen sein, dass hier etwas Wichtiges fehlt - nämlich das WC-Papier. Das hat seinen Grund. Inder verwenden keines - sie verwenden die linke Hand. Nach dem Erleichtern säubert man sich mit den Fingern der linken Hand den After und wäscht sich in dem kleinen Wassereimer (der auf jeder Toilette zu finden ist). Die linke Hand verwendet man, um Lebensmittel nicht zu verunreinigen, wenn man auf den Märkten und Ständen einkaufen geht und mit der Rechten die Ware begutachtet. Wer von euch benutzt beim Einkaufen nur eine Hand? Eben. Wenn gerade mal keine Toilette zur Verfügung steht, so ist das auch kein Problem. Die Ufer und Bänke des Ganges sind weitläufig und dort gibt es jede Menge Plätze, an denen man sich erleichtern kann. Das sieht dann so aus:


Nein, es handelt sich dabei nicht um Tierexkremente - das sind die Hinterlassenschaften von Menschen am Ufer des Ganges. Auch hier - kein Toilettenpapier. Zum Reinigen wird - wenn überhaupt - der vollkommen verdreckte Ganges verwendet. Nice, oder? Stellt euch mal vor, am Badesee gibt es einen kleinen Abschnitt, auf dem man sich des Mittagessens entledigt. Ganz nebenbei führt man ein gepflegtes Gespräch mit dem Typen, der einen Meter weiter links sein Geschäft erledigt. Könnte mir nix Schöneres vorstellen, mein Appetit auf feste Nahrung hat sich für heute erledigt.

Aber nicht nur Müll und Exkremente werden entsorgt, wo es einem gerade passt.
Die Kuh ist in Indien nach wie vor heilig. In hinduistischen Religionen ist der Schutz der Kuh bis heute ein wichtiges Element, entsprechend können sich diese Tiere in Indien frei bewegen - abgesehen davon, dass die Kühe sich logischerweise auch erleichtern, wo sie halt nun mal gerade stehen (Kühe haben das so an sich, beim Menschen ist dieses Verhalten eher in Frage zu stellen), müssen sie auch mal sterben. Nachdem man aber nicht  - wie im Katholizismus - jedem Heiligen ein tolles Grab und eine riesige Gedenkstätte bauen kann, muss man klarerweise auch die Kuhkadaver entsorgen. Wo ginge das besser, als sie einfach am Ufer des Ganges verrotten zu lassen, oder sie ins Wasser zu schmeißen, damit sie gemütlich den Ganges entlangtreiben und so noch ein wenig von der schönen Landschaft genießen?





Feine Sache.  So weit ist es also anscheinend doch nicht her mit der Heiligkeit, sonst würde man die Kadaver verbrennen - dass Begraben bei der Anzahl an Kühen in Indien ein riesiger Aufwand wäre, ist natürlich logisch - man kann das Land ja nicht mit toten Heiligen auspflastern. Aber die verrottenden Kühe befinden sich in bester Gesellschaft und verunreinigen gemeinsam mit den verstorbenen Hindus das Wasser des Ganges. Mal wieder frage ich mich, wie es dort wohl riechen muss. Jeder, der schon mal verrottetes Fleisch gerochen hat, wird mir zustimmen, dass Tierkadaver+verwesende Menschen+Fäkalien+Urin+Müll vermischt mit Körperdünsten und Kochgerüchen ein unschlagbares Gemisch sein muss.


Nach dem Artikel über den Ganges bekam ich das ein oder andere Mail, in dem man mich fragte, ob die Hindus das Wasser des Ganges wirklich trinken. Kaum einer kann sich vorstellen, dass dieses übel riechende Süppchen jemandem die Kehle runterrinnt, denn in der Tat ist die Zusammensetzung des Ganges ein tödlicher Mix, der uns Europäer vermutlich umgehend ins Krankenhaus befördern würde.
Aber ja - für Hindus ist das kein Problem. Ihnen scheint es zu schmecken.



Beinahe hat das Foto vom im Sonnenuntergang Ganges schlürfenden Mann etwas Romantisches - wenn da nicht das abartig verseuchte Wasser wäre, in dem mehr Leichen herumschwimmen, als in der Donau Plastikflaschen.



Aber von schwimmenden Leichen haben wir beim letzten Artikel schon genug gesehen - wir wollen es mal nicht übertreiben. Die Leichen stellen übrigens auch eine wichtige Hauptnahrungsquelle für die heimischen Tiere der Region dar. Die Hunde und Vögel Indiens sind gut genährt - und das hat seinen Grund.






Das Wasser des Ganges wird natürlich nicht nur als Klo verwendet und um seine Toten darin zu entsorgen. Man benutzt es auch für Alltägliches - man wäscht seine Kleider, während ein paar Meter weiter die Kühe friedlich im Wasser planschen, man wäscht sich selbst, putzt sich die Zähne, verzehrt die Fische des Ganges und verwendet zum Kochen auch das Wasser aus dem Fluss.








In Arztpraxen und Krankenhäusern steht es mit der Hygiene nicht besser. Die Verhältnisse sind katastrophal, die Motivation dies zu ändern nicht vorhanden und der Gedanke liegt nahe, dass man ein indisches Krankenhaus kaputter verlässt, als man eingeliefert wird.



Ich selbst war noch nie in Indien, weswegen ich kein abschließendes, pauschales Urteil fällen möchte. Angesichts der Fülle des Materials, das ich gesehen habe und das mir zur Verfügung gestellt wurde, wage ich aber stark zu bezweifeln, dass es sich hierbei um ausgesuchte Fotos von Einzelfällen handelt.

Ich lasse aber eines nicht gelten - nämlich für diese Zustände einzig die Religion verantwortlich zu machen. Es hat imo auch nicht viel mit einer "Kultur" im Sinne des Wortes zu tun, sondern schlicht mit "ich scheiß auf Alles". Wenn man nur wollte, ließe sich alles, was wir in dieser Bildstrecke gesehen haben, relativ simpel vermeiden. Aber anscheinend zieht man es in manchen Regionen der Welt noch immer vor, im Dreck zu leben. Mitleid? Nicht mal ansatzweise.


26 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Simpel zu vermeiden ? Sorry, aber von unserem Standpunkt aus ist viele davon unvorstellbar, wir würden nicht mal aus dem Entlastungsgerinne trinken, in Indien würds in Flaschen abegüllt und verkauft werden...wenn es denn dafür auch genug zahlende Kundschaft geben würde.

Indien ist nun mal rückständig und bricht quasi unter Last seiner Einwohner zusammen, eien Schuldigen will man immer schnell ausmachen, bei den Indern natürlich. Wirklich schuld dran sind aber wir alle.

Thumbsucker hat gesagt…

Selbst das rückständigste Volk im tiefsten Dschungel geht vernünftig mit den ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen um und zerstören sie nicht noch zusätzlich. Jeder Buschmann gräbt seinen Haufen ein und verbrennt verstorbene Stammesangehörige.

Dass Indien rückständig ist, steht außer Frage. Aber keiner befiehlt ihnen, die Lebensader Ganges mit Leichen, Kadavern und Müll vollzuladen. Keiner befiehlt ihnen, den Müll direkt vor der Haustür abzuladen. Und keiner befiehlt ihnen, hinzukacken wo sie gerade stehen. Daran gebe ich der Globalisierung und uns nicht die Schuld, das basiert einzig und allein auf Eigenverantwortung.

Kane hat gesagt…

Das ist dann schon wieder ein Thema, wo ich dann Sagen würde, anderes Land, andere Sitten, im Gegensatz zu den Psycho Japanern, welchen du ja auch so herrlich präsentiert hast, ich merke auch, das du seit einiger Zeit auch wieder ein neues Lieblingsland hast.

Ich meine, das ist die Art wie fast eine Milliarde Menschen leben, mir ist das eigentlich ganz Schnuppe, sollen die sich doch in ihren eigenen Exkrementen besudeln, lustig finde ich nur, das bei den ganzen Bollywood Filmen, solche Szenen NIE gezeigt werden, ja ich habe sehr viele gesehen, auch die ganz alten, die Inder präsentieren sich eigentlich stets als sehr saubere und bunte Menschen, daher denke ich auch nicht, das das in deren Wunsch liegt so in diesem Dreck zu Leben.

Wenn die Behörden selbst sich um nix kümmern, ich meine stellt euch mal vor bei uns würden die Abfallbetriebe einfach nix mehr machen, dann würden wir bestimmt auch irgendwann in nem Sumpf leben, klar, wir beten die Donau, etc. zwar nicht an, aber sind auch bis vor einigen hundert Jahren wohl kaum besser gewesen.

Eines muss man diesen Leuten lassen, IMMERHIN waschen die sich, auch wenn das in Scheisse passiert. Naja das heisst, die verzichten nicht zu 100% auf Hygiene und der Körper muss ja anscheinend auch sehr viele Antikörper besitzen, wie sonst kann man sich so ne Suppe gönnen, ohne das man Tod umfällt??

Aber so kacken und sich dabei in die Augen sehen und unterhalten??? XD XD XD XD XD

Das ist doch mal ne Idee, bin dafür das bei uns die Klowände verschwinden ;)

"Wir haben uns beim kacken kennengelernt"

Wie geil ist das denn??

Thumbsucker hat gesagt…

Naja, ich habe nix gegen das Land per se. Ich kann mich halt nur nicht reinversetzen in diese Menschen, weißte.
Eins der größten gesundheitlichen Probleme in Indien ist zum Beispiel die Cholera. Die Cholera verbreitet sich primär durch verunreinigtes Trinkwasser - durch das Trinkwasser, in welches die Hindus selbst ihre Leichen und Kadaver werfen, in dem sie ihren Darm entleeren und gleichzeitig davon trinken.
Da beißt sich die Katze irgendwie selbst in den Schwanz, denn wenn man eh schon weiß, dass man von der Brühe krank wird, dann kocht man sie wenigstens ab, bevor man sie trinkt - und säuft nicht direkt aus dem Fluss.

Die Sache mit dem Müll kann ich irgendwo noch nachvollziehen. Im Armenviertel von Mumbai leben über eine Million Menschen, da entsteht natürlich eine Menge Müll - den zu entsorgen ist sicher keine leichte Aufgabe. Auf der anderen Seite - wenn sie dort Ecken finden, in denen sie gemeinschaftlich ihren Stuhlgang entsorgen, sollten sie ja auch eine Ecke finden, in der man gemeinschaftlich seinen Müll entsorgen kann.

Vermutlich bin ich da auch etwas blauäuigig, will ich gar nicht abstreiten. Aber es will halt nicht in meinen Kopf.

Ja klar waschen die sich immerhin. Nur sind sie halt nach dem Waschen verunreinigter als davor, aber der Wille zählt ;)
Die hätten wesentlich mehr davon, wenn sie sich ordentlich mit Sand abreiben - machen die Buschmänner in Australien auch.

Das Kapitel "Umweltschutz" auf Wiki schneidet übrigens kurz an, dass viele Probleme aus Hirnlosigkeit entstehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Indien#Umweltschutz

Sarah hat gesagt…

Du warst noch nie in Indien, verfasst aber einen solchen Post mit einer derart vorgefassten Meinung, dass man meinen könnte du wärst Unicef-Botschafter?!
Tut mir Leid, aber das hier ist einfach nur Hetze. Das hat nichts mit Aufklärung zu tun, sondern du faselst von etwas, von dem du keine Ahnung hast.

Die Inder haben also null Motivation ihre Zustände zu ändern? Dann mach doch mal Vorschläge wie sie das tun sollen! Die haben da unten nichts, weder Geld noch Bildung wie wir sie kennen.

Vielleicht fährst du mal nach Indien, guckst dir das da unten mal genauer an und redest mit den Einwohnern wie sie das alles empfinden und was sie ändern würden. Und DANN kannst du Artikel dazu schreiben.

Thumbsucker hat gesagt…

Du nimmst dir doch auch das Recht, mich anhand von 2 Artikeln, die dir nicht in den Kram passen, zu verurteilen und deine vorgefasste Meinung zu meiner Person kundzutun, anstatt sachlich deinen Standpunkt darzulegen - unter diesem Aspekt ist dein Kommentar genaugenommen pseudomoralisches Geschwätz, denn du hältst dich nicht an deine eigenen Dogmen ;)

Schlimmer noch - du willst mir sogar mein Recht auf freie Meinungsäußerung absprechen. Wasser zu predigen und Wein zu trinken macht dich nicht gerade glaubwürdig, tut mir leid.

Wenn du etwas Sachliches beizutragen hast, dann bitte - Stammleser wissen, dass ich mich gerne überzeugen lasse und in Diskussionen immer zu einem Konsens bereit bin. Natürlich liege ich auch mal falsch und nicht alles was ich hier von mir gebe, ist a)ernst gemeint und kann b)der Meinung eines jeden einzelnen Lesers entsprechen. Das ist aber auch nicht mein Ziel - ich blogge nicht, um euch Honig ums Maul zu schmieren, sondern unter anderem, um Meinungen auszutauschen. Deine beiden Kommentare fallen jedoch nicht in die Rubrik "Meinung", sondern unter "Angriff". So weit ist es mit deiner Philanthropie also doch nicht her...

Ben hat gesagt…

Wo wird in diesem Artikel gehetzt? Sind doch Tatsachen, wie man an den Fotos sieht. Zugegeben mit zynischen Kommentaren versehen, aber damit muß man rechnen, wenn man ein ironisches Blog liest, das an sich selbst nicht den Anspruch stellt, todernst genommen zu werden :D
Außerdem ist das ja noch nicht mal Thumbsuckers eigene Meinung, er zitiert ja zu Beginn des Artikels einen Blogger, der 2 Monate durch Indien gereist ist. Der hat aber vermutlich auch nicht soviel Ahnung wie Sarah, die sich als Gutmensch darstellt und sich dabei faschistoid benimmt.
Ich selbst war zwar nicht in Indien, aber ich war schon in chinesischen Slums. Weit dichter besiedelt, als indische Metropolen. Ich hätte aber nicht gesehen, dass die dort ihre Verstorbenen in die wichtigste Lebensader des Landes kippen und sie am Ufer verrotten lassen, oder nebeneinander ans Flussufer kacken. Wo steht geschrieben, daß man das gut finden muß?? Zwischen akzeptieren und befürworten liegt ein haushoer Unterschied.

Weiters hat Indien ein hochentwickeltes Bildungswesen. Einfach mal Google anwerfen, bevor du andere für ihre Meinung verurteilst und selbst dabei Mist verzapfst.

Thumbsucker hat gesagt…

@Ben: Vollkommen richtig, was du über das Bildungswesen in Indien schreibst. Indien hat einen relativ hohen Bildungsstandard - die Grundschule ist kostenlos, allerdings gibt es keine Schul"pflicht".
Indien hat 150 Universitäten und Top-IT-Experten, die weltweit gerne angestellt werden(mit Einem davon stehe ich seit über 5 Jahren in relativ engem Kontakt - der findet meine beiden Artikel über Indien in keinster Weise beleidigend, weil es in Indien mancherorts nunmal so ist, wie auf diesen Bildern gezeigt).

"In Indien gibt es etwa 150 Universitäten, zehn nationale Bildungsinstitutionen und 34 Lehreinrichtungen mit Universitätsstatus. Daneben stehen 7 000 technische und naturwissenschaftliche Hochschulen sowie Kunstakademien zur Verfügung. An allen Hochschulen und Universitäten sind etwa neun Millionen Studierende eingeschrieben, rund die Hälfte von ihnen an Universitäten."

Zusätzlich gibt es noch ein Alphabetisierungsprogramm für Erwachsene. Indien tut für die Bildung seiner Bürger mehr als so manches europäische Land.

Susi hat gesagt…

au ja, weil thumbsucker so gerne hetzt, schreibt er immer wieder artikel pro irak, afghanistan, moslems, obdachlose, verteidigt minderheiten und bringt seine Leser zum nachdenken.
das checkt man aber net, wenn man nur 1 artikel liest und dann stupide herumprollt, statt vernünftige argumente zu bringen^^

@thumbs: in indien besteht mittlerweile die schulpflicht, man nimmt es damit aber net so genau, weil man die kinder in ländlichen gebieten lieber arbeiten schickt ;)

Thumbsucker hat gesagt…

@Susi: Danke für die Ausbesserung ;)
Ich habe absichtlich nicht Wikipedia als Source hergenommen, das war anscheinend ein Fehler. Wiki schreibt außerdem, dass es mittlerweile 380 Universitäten gibt.
Das Problem der unterschiedlichen Standards in den verschiedenen Bundesstaaten gibt es übrigens nicht nur in Indien.

Exklusiv in Indien hingegen gibt es das Problem, das ich in diesem Artikel aufgezeigt habe - ich bin nach wie vor der Meinung, dass an den hygienischen Standards allein die Menschen selbst die Schuld tragen - oder zeigt mir doch mal ein anderes Land, in dem man seine Verstorbenen einfach so in den nächsten Fluss kippt und ein paar Meter weiter seine Exkremente hinterlässt. Sowas gibt's weder im australischen Busch, noch bei den Stämmen im Amazonasgebiet. Damit meine ich keineswegs pauschal das gesamte indische Volk.

Ich finde das abstoßend, ob es manchen Lesern passt oder nicht ;)
Wenn Amerikaner glauben, Deutsche und Österreicher wären Nazis, muss ich damit auch leben.

Thumbsucker hat gesagt…

p.s. Und so nebenbei: ich bin Atheist und finde religiöse Rituale jeglicher Art bizarr - egal ob bei Christen, Moslems, Hindus oder Buddhisten(wobei ich den Buddhismus nicht als Religion im Sinne des Wortes betrachte). Was aber nicht heißt, dass ich den Glauben Anderer nicht respektiere und akzeptiere. Ich bin aber nicht dazu verpflichtet, es auch zu verstehen. Period.

Sarah hat gesagt…

Oi, lern doch bitte erst einmal zu Differenzieren, bevor du so einen unqualifizierten Quark von dir gibst. Zu sagen "Oooh, jetzt hast du das gesagt und damit widersprichst du dir ja quasi selbst, weil du nämlich..." zeugt nicht grade von Kritikfähigkeit.

Mach dir doch mal Gedanken, was passiert wenn Indien seinen Standart heben würde. Sag mir doch mal wie das Finanziell klappen soll. Und dann stell doch mal bitte einen Plan auf wie das gehen soll, ohne dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch größer wird, als sie eh schon ist. Und wenn du schon dabei bist, dann verrate mir wie die Welt das stemmen sollte. Die Umwelt und das Gesamtbudget der Erde. Nur mal so als Denkanstoß, ich bin ja leider nicht so intelligent wie du und kann mir nicht vorstellen wie das klappen sollte. Oder ich stelle mir haargenau vor, was passieren würde und du bist hier der Schnacker, der Kritik offen gegenübersteht. *räusper*

Mei, ganz im ernst: Ich les mir sicherlich nicht deinen ganzen Blog durch, aber die beiden Beiträge über Indien und seine Leichen sind für den Mülleimer.
Das größte Problem ist, dass die Leute immer meinen sie müssten missionieren. Weil WIR den Schlüssel zum Glück haben. Nur wir. *seufz*

Sarah hat gesagt…

Oh, ach so: Deine Beiträge haben übrigens nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern du verbreitest Unwahrheiten um möglichst reißerische Beiträge veröffentlichen zu können. Und DAS verurteile ich. Nciht deine Meinung!
Aber das hier ist vergebene Liebesmüh, missionier man weiter vor dich hin, offensichtlich gibts ja Persönlichkeiten, die den Quark hier für voll nehmen.

Ich geb dir nur mal den Tipp: Fahr dahin, wo das Elend regiert, fahr nach Indien, fahr an den Fluss und FRAG die Leute wie sie das empfinden und was sie ändern würden. Und dann staune über die Antwort.

Thumbsucker hat gesagt…

"Unwahrheiten", aha.
Ich kommentiere lediglich die Fotos - aber vermutlich habe ich die mit Photoshop erstellt, ja?

Du hörst dich selbst unheimlich gerne reden, also tu dir keinen Zwang an und troll hier ruhig weiter ;)

Diskussion beendet.

Ares hat gesagt…

Ich habe mir jetzt die Arbeit gemacht, alles was hier im Artikel steht zu googlen. Und was für eine Überraschung: nichts davon ist eine "Unwahrheit", alles entspricht den Tatsachen.

Also Sarah, hör auf hier herumzulügen und geh zurück ins Dschungelcamp!

Anonym hat gesagt…

Mir gefällt dieser Artikel gar nicht, denn er beinhaltet leider viele Fehler.

Ein Beispiel ist die Benutzung einer indischen Toilette: "Nach dem Erleichtern säubert man sich mit den Fingern der linken Hand den After und wäscht sich in dem kleinen Wassereimer."

Das ist falsch!

Mit dem Wasserbecher "wäscht" man den Intimbereich. Oft sind es zwei Gefässe. Ein Wasservorrat und ein kleiner Schöpfbecher. Alternativ kleiner Becher plus Wasserhahn, wie auf dem Bild. Linke Hand reinigt, rechte Hand führt den Becher und schüttet kleine Wassermengen zwischen die Pobacken. Das erfordert Übung und Erfahrung. Touristen ist es daher zu empfehlen die Hosen komplett auszuziehen vor dem Geschäft. Machen übrigens auch viele Inder so, die Latschen als Schuhe erleichtern und beschleunigen den Prozess. Auf YouTube gibt es übrigens ein "lehrreiches" Video dazu: 'How to use an Indian Toilet' ist glaube ich der Titel.

Die Exkremente der Inder sind häufig auch fester als die der westlichen Welt. Die gemüse- und ballaststoffreiche Ernährung plus viel Reis oder Brot kommt hier zum Tragen. Die Reinigungsprozedur ist damit viel einfacher. Hoher Fett- und Eiweissanteil macht den Kot eher weich und 'schmierig'.

Zudem hält auch in der indischen Mittelschicht die westliche Toilette überall Einzug. Der Wasserbecher wird teils durch eine Art kleinen Duschkopf ersetzt. Aber auch Toilettenpapier kommt zum Zug.

Zum übrigen Beitrag möchte ich mich nicht äussern. Zu viel undifferenzierter Blödsinn. Dem Autor empfehle ich, das Land einmal länger und eingehender zu besuchen, um sich ein Urteil erlaube zu können.

Stuu hat gesagt…

Kranke scheiße gibs auf der Welt.. Aber gut. mann soll ja nicht immer vorurteilen nur weil wir in einem Abschnitt leben den es Finanziel und Kultureller der Gesellschaft angepasst ist.

In Indien sagen die sich auch. Ihr schlachtet Heilige Tiere und verurteilt uns weil wir anders sind...

Leben und leben lassen ^^

Anonym hat gesagt…

Ich habe neun Jahre in Indien gelebt und es ist mir ein dringendes Bedürfnis einen Komentar zu verfassen. Vor allem zu dem von Ben vom Feb. 2011.
Dass die Inder absichtlich Leichen in ihre Lebensader kippen ist begründet in deren Glauben. Vorgesehen ist eine Verbrennung und dass die Asche in den heiligen Fluss gestreut wird. Leider haben manche Menschen nicht die Mittel genügend Holz bereit zu stellen (Holz ist in Indien teuer). So wird verbrannt soviel Holz bereit gestellt werden kann und der Rest, ja nun..... Auf dem Bild ist ja deutlich zu sehen, dass der Leichnam durchaus angekokelt ist.
Bildungssystem, hochentwickelt, na ja. Schulpflicht besteht durchaus. Weiss ich, da ich zwei Jahre im Bildungssystem gearbeitet habe. Aber das staatliche Schulsystem ist primär einfach gehalten. Die Lehrer sind nicht unbedingt ausgebildete Lehrer.
Auch auf den Privatschulen gibt es nicht so viele ausgebildete Lehrer. Frauen die aus einer "well off" Familie stammen unterrichten dort sehr oft, gilt als gute Qualifikation. Jeder Inder der es sich irgendwie leisten kann will seine Kinder auf eine Privatschule schicken, da sich hier bessere Chancen ausgerecnet werden.
Zum Lernstoff ein Beispiel, die Kinder lernten, dass Bush Präsident der Vereinigten Staaten sei, nun inzwischen stimmte es ja wieder. Ob sie inzwischen beim aktuellen Präsident angekommen sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Im ind. Schulsystem wird unheimlich viel Wert auf auswendiges Können gelegt, da werden sie trainiert und sind auch wirklich gut. Logisches Denken kommt aber viel zu kurz. Grob gesagt, mitdenken ist nicht erlaubt.Mein Sohn ging die ersten Jahre in eine ind. Schule.
Nun das sind meine Erfahrungen, die ich nicht als wertend sondern als sachlich einstufe.
Zum Abschluss, ich möchte meine Zeit in Indien nicht missen, ich habe tolle Erfahrungen gemacht.


Anonym hat gesagt…

Hallo, ich komme gerade aus Indien zurück. Für den Müll gibt es eine Erklärung. Die Häuser der Indier sind sauber. Den Müll auf der Straße aufheben dürfen aber nur die Unberührbaren, für alle anderen Kasten der Hindus gilt die Müllbeseitigung als unrein. Allerdings machen die Unberührbaren jetzt nur mehr ihre Aufgabe wenn sie vom Staat bezahlt werden. Für uns Europäer unverständlich aber in Indien leider ganz real. Weil das Verhalten in der Religion verankert ist, wird es noch lange so bleiben. Auf Kosten der Hygiene und der Umwelt.
LG Andrée

Anonym hat gesagt…

Mein Eindruck
Chaosentwicklung durch Selbstüberlassung.
Ein Inder beklagt sich nicht, er überlebt,
die Reichen schaffen sich Wohlstandsinseln.
1,3 Milliarden Menschen zivilisationsgerecht zu versorgen,
das ist die Herausforderung des neuen moderenen Indiens.
Nur habe ich bisher noch nichts davon bemerkt.

Anonym hat gesagt…

Anonym

Ich war auch in indien in indien findet man alles was man sich wünchst.Müll armut sauberkeit reichturm
Luxus eigentlich alles.

Jana hat gesagt…

Also ehrlich... Alles vollkacken und drin rumlaufen, Wasser das man als Biowaffe einsetzen könnte zum Trinken und "Waschen" nutzen, Müll darf man nicht beseitigen, weil man sonst UNREIN (?? Ihr habt euch grade in Kack-Piss-Leichenwasser "gewaschen") ist... Und wenn beim Teewasserholen die angekokelte Oma vorbeischwimmt ist das ein magischer religiöser Moment.

Armut hin oder her, es macht nicht den Eindruck als ob sie sich um eine hygienische, angenehme, wohnenswerte Umwelt bemühen oder überhaupt ein Interesse daran haben.

Tiere sind hygienischer, sogar die, die nichtmal ein Gehirn haben...

Katja hat gesagt…

Ich bin durch Zufall auf deinen Bog gestossen und bin immer wieder geschockt, wenn ich sowas sehe. Ich habe viel über Indien gelesen und ich denke mal hin oder her mit der Religion, sowas passt nicht mehr in die heutige Zeit. Wir schmeissen auch nicht mehr unsere Totgeburten in den Kanal, wie zu mittelalterlichen Zeiten.

Grüsse
Katja

Anonym hat gesagt…

Ein sehr interessanter Blog, dass muss man sagen. Ich bin auf diesen Blog gestoßen, da ich mich soeben dazu entschlossen habe, selbst einmal das Zepter in die Hand zu nehmen, da die Situation in Indien, besonders mit dem Müll, keinesfalls auf die Religion oder die Nichterfüllung des Jobs der Unberührbaren geschoben werden kann.
Um zu Beginn die Frage zu beantworten, ob ich Indien war. Ja, und ich sitze sogar soeben in einem Hotel in Bangalore. Ich bin regelmäßig hier aus beruflichen Gründen und es hat mich heute einfach wieder einmal zutiefst gestört, als ein Inder seinen Müll vor mir auf die Starße entleert hat. Dazu kam dann noch die Situation, dass in einem Restaurant 4 Jungs im Alter zwischen 10 und 12 Ihre Essensreste und Papier-Servietten rumgeschmissen haben. Unternommen hat in beiden Situationen keiner etwas. Ich habe beides mal die Leute darauf angesprochen, warum sowas akzeptiert wird und ich habe immer wieder meine Angestellten gefragt, warum die Müllsituation nicht verbessert. Es war immer dieselbe Antwort: "Das machen alle so. Das ist in Indien so."

Kann man das einfach so akzeptieren?
E sind die westlichen Länder die einen immensen Aufwand betreiben, um Normen einzuhalten, dass in der Elektronikbranche bleifrei gelötet wird, Schadstoffnormen eingehalten werden, Plastikartikel einem speziellen Recyclingweg zugeführt werden müssen, Elektrogeräte nicht in die Mülltonne geworfen werden und wir Deutschen es sogar noch übertreiben, in dem wir unsere Elektronikartikel "Halogenfrei" herstellen.
Nebenbei erwähnt, Halogenfrei nur deswegen, weil es eine Initiative gibt, die sich auf die Fahne geschrieben hat, dass wenn in Afrika Elektrogeräte verbrannt werden, diese keine Giftstoffe absondern.

Ich versteh die Welt nicht mehr und muss in den meisten Punkten dem Beitrag von Thumbsucker zustimmen. Das hat alles nichts mit Religion zu tun, sondern mit einem gesunden Menschenverstand. Komisch ist ja wiederum auch, dass die meine Angestellten zur Einschulung in Deutschland (4-8Wochen) sich der Sauberkeit bewusst sind, die in westlichen Ländern herrscht.
Aber wie bei den meisten Menschen, mit dem Strom mitschwimmen ist zumeist die einfachste Lösung.

Ich finde es einfach eine Schande seinem eigenen Land gegenüber, sich so respektlos diesem gegenüber zu benehmen.

Anonym hat gesagt…

heul doch....die sind die Säue. Der Deutsche hat aber gerne an allem Schuld. Meine Fresse -.-

Anonym hat gesagt…

kenne Indien durch viele Reisen.....sowie auch China, Vietnam, Burma, u.a. Länder
in Asien. Trotz wirtschaftlichen Aufschwung und viele "Neu-Reiche" herrscht hier
tiefstes Mittelalter in jeder Beziehung. Der "gierige Westen" mit seiner Geiz ist Geil
Mentalität hat einen großen Teil Schuld an diesen Missständen . Diese Völker
sind noch nicht bereit , human zu denken bzw. zu leben. Es sind ganz einfach noch
menschliche Wesen, mit einem sehr unter entwickeltem ; ja fast tierischem Instinkt.

 
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