Die bizarrsten Shops und Märkte rund um den Globus


Ich mag Einkaufen nicht. Überall das gleiche - man wird von seinen Mitmenschen durch die Gänge geschoben, von Einkaufswägen gerammt, tratschende Hausfrauen glauben, der Markt gehört ihnen allein, Kinder plärren und Verkäufer nerven mit Kostproben. Ich hasse es.
In den folgenden kuriosen Shops würde ich allerdings gerne mal eine Runde drehen, denn sowas sieht man ganz bestimmt nicht alle Tage.

Da wäre mal die Strippers World. In der würde ich sogar mal eine Woche arbeiten. Ohne Gehalt. Mal ehrlich - mit der Freundin/Frau Unterwäsche kaufen zu gehen, ist ganz einfach nichts für Männer. Wir freuen uns zwar, wenn uns die Angebetete mit sexy Unterwäsche überrascht, aber in der Damenabteilung einer Boutique herumzustehen - dafür sind wir nicht geschaffen. In der Strippers World könnte man sich aber wohlfühlen. Wie der Name schon sagt, gibt es dort allerlei Schweinkram für StripperInnen (lets gender, baby). Billiger Plastikkram mit netten Wörtern drauf statt "hübscher Dessous in Creme und Warm Apricot" verspricht mehr für's Auge. Da wäre man doch gerne auch beim Anprobieren behilflich.




Im Deyrolle in Paris bekommt man allerlei Tiere. Große und Kleine, allerdings nicht lebendig, sondern tot und ausgestopft. Egal, ob man einen ausgestopften Elch braucht, einen Goliathkäfer so groß wie die Faust eines erwachsenen Mannes oder ein Froschskelett, Deyrolle hat das tote Getier garantiert lagernd. Schließlich ist man schon seit 1831 im Business, da hatte man viel Zeit, allerhand Kuriositäten anzuhäufen. Inoffiziell gilt Deyrolle als der gruseligste Shop in diesem Business. Auf Deyrolles Website bekommt ihr einen kleinen Einblick in das Angebot dieses ehrwürdigen Ladens - PETA hat damit garantiert keine große Freude.



Nicht weniger sehenswert ist der schwimmende Markt von Muara Kuin. Banjamarsin ist bekannt als die Stadt der tausend Flüsse und liegt in der Provins Süd Kalimantan/Indonesien. Auf dem Fluss Barito gibt es diesen besonderen Markt. Mit ihren Jukungs(kleinen Booten) bieten die Einheimischen ihre Waren mitten auf dem Fluss an. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang kann man dort alles kaufen, was auch bei Aldi(Hofer für die Österreicher) auf dem Programm steht. Ein für Touristen sehr sehenswertes Treiben.



Ein Leckerbissen für den Shopper ist der Hexenmarkt in La Paz(Südamerika).
Hexen, Wahrsager, Zauberer, Medizinmänner, Hellseher, Astrologen und sonstige kuriose Berufsgruppen bieten dort ihre Waren und Dienste an. Getrocknete Fledermaus? Kein Problem. Stierhoden als Schlüsselanhänger für nie enden wollende Potenz? Bekommt ihr dort garantiert. So nebenbei könnt ihr dort auch einen Fluch über eure Schwiegermutter legen lassen.



In Lomé, Togo (West Afrika) gibt es den Voodoo Markt. Quasi die Steigerung des Hexenmarktes. Dort bekommt ihr ebenfalls alle Körperteile von Tieren - hier allerdings jene von Exoten. Leopardenköpfe, Elefantenfüße, Schimpansenhände, Pferdeherzen und alles was ihr euch nur vorstellen könnt, wird auf diesem Markt angeboten. Solltet ihr also eine Karriere als Voodoo-Priester anstreben, ist ein Einkaufstrip in Togo unbedingt empfehlenswert.



Im ROPE bekommt ihr ganz besondere Dinge. ROPE ist ein Shop für Schulmädchen-Fetisch und er liegt - natürlich - in Japan. Dort bekommt man alles, was den perversen Gelüsten Befriedigung beschafft, sofern man auf Schulmädchen steht. Schulmädchenuniformen, Söckchen, T-Shirts und alles, was man mit "Schulmädchen" verbindet, werden im ROPE angeboten. Der Renner schlechthin sind allerdings getragene Höschen. In allen Farben mit einem Foto der Trägerin luftdicht verpackt kann der moderne Japaner seine Schnüffeldroge zum Preis von 4000 Yen(40$) erstehen. Selbstverständlich gibt es die getragenen Höschen auch im 10er Pack zum Discountpreis mit Mengenrabatt.



Wem getragenen Höschen nicht reichen, der kann sich auf den Weg nach Bulgarien machen. Dort gibt es den Brautmarkt, auf dem ihr euch ein Zigeunermädchen kaufen könnt. Schick angezogen im besten Fummel, geschminkt bis zur Unkenntlichkeit und mit allem Schmuck behangen, der zur Verfügung steht (inklusive Goldzähne) stehen die Mädels dort herum, oder tanzen aufreizend für die möglichen Käufer (Zigeuner). 2000 "Kunden" fanden sich letztes Jahr in Stara Zagora auf dem Markt ein, um sich eine Braut zu sichern. Klingt schräg? Ist aber so. Zigeuner haben ihre eigenen Gesetze.



Let's go shopping ;-)


2 Responses So Far:

Kane hat gesagt…

Och nööö... der Brautmarkt ist nur ne geschlossene Gesellschaft???

Thumbsucker hat gesagt…

Ist vermutlich kein großer Verlust. Die junge Dame im 1. Bild rechts ist noch keine 20 und hat schon zwei Goldzähne ^^

 
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