USA jagen WikiLeaks-Unterstützer


Nachdem es nun für einige Wochen etwas still wurde rund um WikiLeaks und Julian Assange, blasen die USA nun zum Kampf gegen denWhistleblower. Wie Twitter heute bekanntgab, werde man von der US-Regierung dazu gezwungen, die Daten von Julian Assange sowie der Unterstützer von WikiLeaks bekanntzugeben.
Die Daten von 7 Benutzerkonten wurden vorerst angefordert - Neben dem Konto von Assange auch noch jene, hinter denen die USA die Twitter-Accounts von der isländischen Parlamentsabgeordneten Birgitta Jonsdottir, dem niederländischen Hacker Rop Gonggrijp, dem US-Programmierer Jacob Appelbaum und dem US-Soldaten Bradley Manning vermuten.

 Twitter ist durch die Gerichtsorder verpflichtet, einfach alles über die betreffenden Userkonten preiszugeben: E-Mail-Adressen, allenfalls bekannte Wohnorte und Telefonnummern, allfällige weitere relevante Usernamen und -daten, IP-Adressen von Computern, exakte Zeitangaben darüber, wer wann online war; und den Inhalt aller Botschaften sowieso - auch der privaten.

Assange zu dieser Vorgehensweise: "Ein Aufschrei in der ganzen Welt wäre wohl die Folge, wenn der Iran dasselbe tun würde, was die USA nun getan hätten." womit er nicht ganz Unrecht haben dürfte.
Würde Assange Daten über China veröffentlichen, wäre er vermutlich kein "Verräter", sondern ein "Dissident" und würde den Friedensnobelpreis erhalten. Doppelmoral rulez.
Man darf gespannt sein, wie WikiLeaks darauf reagiert - ich persönlich vermute mal, dass man in den nächsten Stunden und Tagen mit einigen brisanten Leaks kontern wird.


Abschließend noch ein Zitat:

“We only know these crimes took place because insiders blew the whistle at great personal risk. . . Government whistleblowers are part of a healthy democracy and must be protected from reprisal.”

Wer das gesagt hat, wollt ihr wissen? Senator Barack Obama im Jahr 2008.
Ein Satz, an den er sich nun als Präsident wohl nicht mehr erinnern kann.

Source: orf.at


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