Kolja der Menschenfresser


"Er ist ein Kannibale, ein Vampir. Wie ein Wolf hat er das Blut seiner Opfer getrunken. Aus der Hüfte einer Frau schnitt der Mörder ein Stück Fleisch und aß es in rohem Zustand"

Mit diesen 3 Sätzen beschreibt ein russischer Polizeileutnant einen der brutalsten und abartigsten Serienmörder, den Russland bis heute hervorgebracht hat. 
Nikolai Dschumagalijew, auch "Kolja der Menschenfresser" oder "Metallgiftzahn"(aufgrund seines Metallgebisses) genannt, soll über 100 Menschen getötet haben. Darunter 47 Frauen, die er zerstückelt und teilweise gegessen hat.
Was genau bei dem 1952 in dem kleinen russischen Dorf Usun Agatsch geborenen Psychopathen schiefging, weiß man nicht - wenn man sein Lebenswerk betrachtet, wohl so einiges. 1980 wurde Dschumagaliejew zum ersten Mal festgenommen und einiger Taten überführt.
Bekannte hatten ihn im Haus seiner Eltern dabei überrascht, wie er eine Leiche ausbluten ließ. Er hatte eine junge Frau gefangen, sie vergewaltigt, ihr Kopf und Hände abgeschnitten, sie auf's Bett gelegt und ihr Blut in einer großen Emailschüssel aufgefangen, um es zu trinken. Der Polizei erklärte er, es handle sich dabei um ein "komplexes Experiment". Er wollte dabei zusehen, wie "ihre Seele entweicht" und anschließend ihr Blut trinken, denn er glaubte, dadurch "erleuchtet und innerlich gereinigt zu werden".
Bereits 1978 hatte Dschumagalijew begonnen, Frauen zu töten. Sein erstes Opfer war eine 26jährige alleinstehende Frau. Er vergewaltigte sie, ermordete sie und zerteilte sie anschließend. "Ich bin Jäger und kenne mich mit der Anatomie gut aus, das Zerteilen der Leiche fiel mir nicht schwer", gab er später bei der Polizei an - die Leichenteile wurden in einem Wald vergraben. Im Abstand mehrerer Monate kamen die nächsten Frauen an die Reihe - darunter auch seine Geliebte.
Als ihm daraufhin noch im Jahr 1980 der Prozess für 7 nachgewiesene Morde gemacht wurde, erklärte man Dschumagalijew für geisteskrank, was ihm die Hinrichtung ersparte. Das kranke Individuum sollte für 14 Jahre in eine Nervenheilanstalt gesteckt werden, doch schon 1989 gelang ihm auf einem Flughafen die Flucht, als er überstellt werden sollte.

Dschumagalijew tauchte nach seiner Flucht für 2 Jahre unter - zumindest ein mehrmonatiger Aufenthalt in Moskau konnte anhand abgefangener Briefe nachgewiesen werden. Die russische Polizei geht davon aus, dass er während dieser Zeit 2 Frauen pro Woche tötete. Begünstigt wurde seine Flucht vor allem dadurch, dass die russischen Behörden nie zugaben, dass der Menschenfresser geflohen war. Hätte man eine öffentliche Fahndung eingeleitet und Fotos von ihm veröffentlicht, wäre er den Ermittlern vermutlich viel früher ins Netz gegangen. So hatte er jede Menge Zeit, sich weiterhin auszutoben. Auch in seiner ehemaligen Heimat soll er während dieser 2 Jahre wieder sein Unwesen getrieben und zahlreiche Frauen getötet haben.
Dschumagalijews Vorgehensweise war dabei immer die gleiche. Er suchte sich alleinstehende Frauen als Opfer aus, vergewaltigte sie und tötete sie mit seinem Jagdmesser. Anschließend wurden die Leichen zerteilt, die Knochen abgeschabt und das Fleisch gepökelt oder gedörrt. Manchmal wurden auch ein paar leckere Brocken Menschenfleisch durch einen Fleischwolf gedreht, um Maultaschen zuzubereiten, die er dann Freunden und Bekannten vorsetzte, wenn sie zu Gast bei ihm waren.

1991 konnte man das Monster im usbekischen Ferghana wieder festnehmen. Sein Aufenthalt in der Nervenheilanstalt war allerdings nur von kurzer Dauer, denn bereits im Januar 1994 kam Dschumagalijew endgültig frei - und zwar vollkommen legal. Angeblich hatte seine Schwester den behandelnden Arzt bestochen, um den Bruder in die Freiheit zu entlassen. Die zuständigen Ermittler hielten die Freilassung schlicht für Wahnsinn  - wurden aber nicht gehört, denn die Behörden fühlten sich in den Wirren der Perestroika nicht mehr für ihn verantwortlich - so kam er wieder zurück in sein Heimatdorf.
Die Menschen dort wussten um Dschumagalijews Vergangenheit und hatten Angst. Frauen wagten sich frühmorgens nicht allein aus dem Haus und verlangten Polizeischutz. Auch seine Mutter - die bisher immer zu ihm gehalten hatte - bekam es langsam mit der Angst zu tun, weswegen sie ihren geisteskranken Sohn oft tagelang ins Haus einschloss.

Schließlich hatte Dschumagalijew die Nase voll von den Anfeindungen und wollte sich von seiner Mutter nicht mehr wegsperren lassen. Er verließ sein Heimatdorf und flüchtete in die Berge, wo er laut eigenen Angaben ein Einsielderdasein führte und sich rein vegetarisch ernährte. So recht glauben wollte ihm das keiner, denn die Polizei fahndete zu diesem Zeitpunkt nach der Herkunft von Menschenfleisch, das in dieser Gegend von Landstreichern fein säuberlich verpackt auf einem Markt zum Kauf angeboten wurde. Nachweisen konnte man jedoch nicht, dass Dschumagalijew damit in Zusammenhang stand.

Im März 1995 wurde Dschumagalijew erneut festgenommen. Betrunken war er über den Zaun eines Regierungsgebäudes im benachbarten Kirgisien geklettert und wurde dabei von einer Wache gestellt. Aufgrund gefälschter Papiere hielt ihn die Polizei Anfangs für einen normalen Landstreicher und um ein Haar wäre er wieder freigekommen - ein Untersuchungsrichter erkannte in dem Landstreicher aber den Menschenfresser Kolja und so landete er wieder dort, wo er eigentlich hingehört - im Gefängnis.

Mit dem Ende der 90er Jahre verliert sich die Spur von Dschumaglijew im russischen Justizwesen. Einige behaupten, er wäre letztendlich doch hingerichtet worden. Andere wiederum erzählen, dass er nach wie vor in einer russischen Zelle schmort und es gibt auch Gerüchte, wonach sich westliche Psychologen so sehr für den Geisteszustand des Serienmörders interessierten, dass sie ihn von Russland in ein westliches Gefängnis überstellen ließen, um seine Psyche zu studieren.

So ganz genau weiß es keiner. Nachdem im russischen Vollzug sogut wie alles möglich ist, könnte er genauso gut wieder frei herumlaufen. Vermutlich würden die Behörden abermals schweigen und die Öffentlichkeit im Unklaren lassen.


16 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Hehe, also mit Russland wird es ja scheinbar NIEMALS langweilig, was!? Ist ja echt ein krankes, wahnsinniges Volk, wenn man hier nur alle Beiträge durchgeht....

Aber ich muss schon sagen, wirklich exzellenter Bericht, thumbsucker!!

PS: ist das eben nun der Bericht, denn du im damaligen "Russische Armee" Thread, angekündigt hast zu schreiben ?

Thumbsucker hat gesagt…

THX, freut mich, dass der Artikel ankommt!
Nein, das ist nicht der Bericht, den ich damals meinte. Da geht es um ein junges Paar, das Ende der 90er einen Saufkumpanen getötet hat, das Fleisch von den Knochen geschabt, schön kleingeschnitten und in Tupperdosen/Gefrierbeuteln im Kühlschrank gelagert hat. Als die Polizei bei ihnen an die Tür klopfte, stand gerade der Topf mit Menschenfleisch-Gulasch auf dem Herd und in der profisorischen Klärgrube(aka Plumpsklo) im Garten des Hauses lagen die Überreste des Opfers.

Die Polizeibilder zu diesem Fall sind wirklich Hardcore, vom Hals abwärts wurde das gesamte Fleisch verwertet und teilweise auch die Organe - bin mir noch nicht sicher, ob ich das tatsächlich bringe.
Aber Kannibalismus kommt in Russland(vor allem in den verarmten ländlichen Regionen) oft vor, da gibt es genug Stoff - ist wirklich erschreckend, was dort passiert.

Alexander Nikolajewitsch und seine Mutter z.B. sind auch so ein Extremfall:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Nikolajewitsch_Spessiwzew
Darüber schreibe ich demnächst einen Artikel, habe da eine gute Bildquelle.

Mirko hat gesagt…

" ... und ihr Blut in einer großen Emailschüssel aufgefangen". Historischer Hintergrund: 1980 war der Spamfilter noch nicht erfunden, deshalb wurden alle eingehenden Emails in großen Schüsseln gesammelt.

Krachgarten hat gesagt…

*heulnicht.blogspot.com zu meiner Startseite mach*

Anonym hat gesagt…

Ich finde den Artikel nicht so gut geschrieben, erst sagst du, dass von 100 Opfern 47 Frauen seien (und folglich 53 Männer), dann aber, dass er meistens Frauen tötete.

Thumbsucker hat gesagt…

Man "geht von 100 aus",47 ermordete Frauen teilte man ihm ziemlich sicher zu, die Differenz auf 100(darunter eine Hand voll Männer) beruht auf Vermutungen, Analysen des Tathergangs und vermissten Frauen in seinem Umfeld. Tatsächlich verurteilt wurde er ja "nur" für 7 Morde, die Behörden sahen dann keinen Anlass mehr, weiter zu ermitteln. Erst 1995 wurden die Untersuchungen wieder aufgenommen, aber dazu wurden von den russischen Behörden nie Details veröffentlicht.

Formulierungsfehler - kann mal vorkommen ;)

Anonym hat gesagt…

Wenn manche Bilder zu "Hardcore" sind, könnte man sie ja in eine Art Spoiler verbergen. Dann kann jeder selbst entscheiden ob er es sehen will oder nicht.

Gruß
JaR3

Anonym hat gesagt…

omg immer diese russen xd hahahaha aber ich finde dass er erhaengen werden soll und von anderen kannibalen gefressen werden soll!

Anonym hat gesagt…

ihr spasten!!!!!!!!!1

Anonym hat gesagt…

fakt ist in manchen länder gibt bekannte nagewiesene Fälle von canibalism.
In Russland gibt es mind 4 Fälle: Kasatkin Gefängnis Schwarzer Delfin,Kolya(Metallzahn)-tötet mit jagdmesser-kehle friert Fleisch ein,der Schachbrettmörder-Supermarkatmitarbeiter-tötet nach Anzahl auf Schachbrett,Andrej Tchikatilo Monster von Rostov,
In der Südsee ist und war dieses weit verbreitet.
Übrigens manche Gebiete in der Südsee gehören zur Frankr. EU!!!

Anonym hat gesagt…

Super danke, du hast uns gerade das Deutschreferat gerettet, echt super interessant !

Anonym hat gesagt…

"Anonym hat gesagt…

Hehe, also mit Russland wird es ja scheinbar NIEMALS langweilig, was!? Ist ja echt ein krankes, wahnsinniges Volk, wenn man hier nur alle Beiträge durchgeht....

Aber ich muss schon sagen, wirklich exzellenter Bericht, thumbsucker!!

PS: ist das eben nun der Bericht, denn du im damaligen "Russische Armee" Thread, angekündigt hast zu schreiben ?

Februar 11, 2011 "

Hast du dir mal ne Liste mit deutschen Serienmördern angeschaut? Damn, yo... da können die Russen auch nicht mehr.

Anonym hat gesagt…

Usun-Agatsch ist mein Heimatdorf und liegt in Kasachstan. Soviel zum Kannibalismus in Russland und dem “kranken, wahnsinnigen Volk der Russeen“ Ihr Transatlantik-Brücken-Geschädigte!

Anonym hat gesagt…

ich bin froh, daß ich nicht mehr usun-agatsch war als er anfing zu morden. meine tante hat zu seiner mordzeit aber noch dort gelebt - und uns in briefen von ihm berichtet... alle hatten angst, es war einfach nur gruselig. wenn ich mir jetzt vorstelle, daß diese bestie vielleicht noch unterwegs ist... dagegen ist >schweigen der Lämmer< eine Komödie.

Anonym hat gesagt…

Sorry! > ich bin froh, daß ich nicht mehr IN usun-agatsch war...<

Anonym hat gesagt…

Ich bin in Usun Agatsch geboren. Ich kenne Menschen die ihn kannten. Er war für Frauen gut aussehend und hat somit ein leichtes Spiel gehabt sie zu sich zu locken. Das er Männer gegessen hat, ist nicht wirklich war. Es waren immer Frauen. Ich hab mal gehört, dass man Kolja tot aufgefunden hat. Angeblich wurde er ermordet. Die Bewohner haben es wohl aus Angst getan, da die Behörden nicht reagiert haben. Ob das stimmt kann ich aber nicht zu 100% sagen, da wir mittlerweile keine Verwandte und Freunde mehr in Usun Agatsch haben. 1991 war ich noch in Usun Agatsch und dort war ein Zeitungsartikel auf der Titelseite, wo stand das Kolja 104 Frauen getötet hat. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Wenn das stimmt, dann hat wohl Kolja weit mehr als 100 Frauen umgebracht.

 
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