Pizza rettet Leben


Naja - genaugenommen nicht die Pizza, sondern die Zustellerin ebendieser.
In Memphis(USA) hat das beherzte Eingreifen einer Pizzabotin einer alten Dame vermutlich das Leben gerettet.
Die betagte Jean Wilson hatte in den letzten 3 Jahren täglich eine Pizza bestellt und sie sich ins Haus liefern lassen - täglich eine Pizza zu essen, ist natürlich reichlich bizarr, aber darum geht es jetzt nicht. Als nun an 3 Tagen in Folge keine Bestellung einging, machte sich die couragierte Pizzabotin auf den Weg, um mal nachzuschauen, ob bei der Stammkundin auch alles in Ordnung ist.

Susan Guy erzählt: "Ich bat meinen Chef, nach unserer Kundin sehen zu dürfen. Er meinte, das sei nicht meine Aufgabe. Ich sagte doch, ich muss das machen - stempeln sie mich aus, wenn es das ist, worum es geht." und so fuhr Susan also in ihrer Freizeit zu der alten Dame und klopfte an die Tür. Nachdem niemand geöffnet hatte, versuchte Susan ihr Glück bei einem Nachbarn und fragte ihn, ob er Jean Wilson in den letzten Tagen mal das Haus verlassen gesehen hätte. Der Nachbar antwortete "Nein, ich habe sie nicht gesehen - vermutlich ist sie nicht zu Hause.". Susan fragte "Wie oft haben sie Jean Wilson überhaupt schon gesehen?" und der Nachbar antwortete "Nie.".
Anschließend wählte Susan den Notruf. Die Polizei kam, brach die Tür auf und fand Jean Wilson auf dem Boden liegend in ihrem Haus. Sie war am Samstag gestürzt und nicht in der Lage, allein das Telefon zu erreichen, um Hilfe zu holen. Geschwächt von den 3 Tagen verletzt und ohne Nahrung/Flüssigkeit auf dem Boden Liegen, war Jean auch nicht mehr in der Lage, auf das Klopfen an ihrer Tür zu reagieren.

Mittlerweile geht es der alten Dame wieder gut - sie hat sich erholt, wurde stabilisiert und kann noch jede Menge Pizzas essen.

Hier der Clip zur Story:



Schön, wenn mal jemand das Hirn einschaltet und die Initiative ergreift. Ist bei Gott nicht selbstverständlich heutzutage und Kundenservice endet meist nach dem Bezahlen an der Ladentür. 

Und jetzt habe ich Hunger...


2 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Muss finster sein nicht mehr um Hilfe rufen zu können und dann wlngsam zu verdursten/hungern zu müssen.
Ein ähnliches Schicksal erlit auch Aron Ralston, dessen Geschichte grade in dem Streifen 127 Hours verfilmt wurde.
Der Film ist wirklich sehenswert.
Hier der Wiki Link falls intresse besteht:
http://en.wikipedia.org/wiki/127_Hours

Thumbsucker hat gesagt…

Ja stimmt, der Film ist sehenswert - wenn auch manchmal ein wenig durcheinander mit den Traumszenen, die er sich in der Spalte zusammenphantasiert.
Braucht schon ein gewisses Maß an Härte, sich die eigene Hand abzuschneiden...

 
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