Unsere Zukunft - alle Väter sind pädophil


Wer dachte, dass Russland das Non Plus Ultra an Kuriositäten bedeutet, wird eines Besseren belehrt, wenn er sich zwischendurch mal wieder ein wenig mit England beschäftigt. Dort wird man nämlich als Kinderschänder bezeichnet, wenn man ein derart anstößiges Foto seines Sohnes in einem Einkaufszentrum schießt:


Nein, das ist kein Witz. Familie Geraghty-Shewan verbrachte einen gemütlichen Tag in der Mall. Wie in jedem Einkaufszentrum dieser Welt stehen auch in England diverse Dinge herum, die kleine Kinder in Versuchung führen und zum Quängeln verleiten - eigentlich sollte man sich auch denken, dass absolut nichts Anstößiges daran ist, sein Kind auf einem dieser kleinen Hutschpferde(aka Schaukelautomaten?) zu fotografieren.
Nicht wirklich - in manchen Teilen Englands ist das ein Verbrechen.

Die Eltern des kleinen Ben wollten lediglich mit dem Handy ein Foto von ihrem Sohn auf der Lokomotive knipsen, als ein Kaufhaus-Cop auftauchte.

"Ich fotografierte meinen Sohn mit dem Handy, als plötzlich dieser Security Guard auftauchte und mir erklärte, das sei verboten - denn ich könnte ein Kinderschänder sein."

Nun könnte man ja schon mal prinzipell die Bedrohungssituation eines Kindes hinterfragen, das auf einer Lokomotive sitzt und zufrieden in eine Kamera lächelt.

"Ich sagte ihm, dass Ben mein eigener Sohn wäre - woraufhin er mir erklärte, dass ich das nicht beweisen könnte. Es gibt in diesem Einkaufszentrum ein massives Problem mit Pädophilen und wenn mir die Verfahrensweise nicht passt, könne er gerne den Manager rufen."


"Ein paar Minuten später näherte sich ein Polizist, folglich müssen sie mich mit den Überwachungskameras beobachtet haben", so Vater Kevin weiter.


"Der Polizist erklärte mir, er habe Beschwerden erhalten über einen Mann, der meiner Beschreibung ähnelt und kleine Kinder fotografiert - und verlangte einen Ausweis von mir."


"Ich erklärte ihm, dass dies mein eigener Sohn ist, den ich fotografierte und dass die ganze Situation lächerlich sei. Woraufhin der Polizist wissen wollte, was ich überhaupt im Einkaufszentrum mache, abermals meinen Namen und meine Adresse wissen wollte und mir erklärte, dass er das Recht habe, sämtliche Fotos auf meinem Handy zu löschen."


"Daraufhin wurde ich etwas ungehalten und ein wenig lauter, woraufhin mir der Polizist damit drohte, mich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses festzunehmen."

Vor ungefähr 18 Monaten habe ich in einem Artikel den Verdacht geäußert, dass Väter sich bald dafür entschuldigen müssen, wenn sie ihr Kind in der Öffentlichkeit drücken und herzen. Damals dachten einige von euch, ich wäre paranoid.

Nun ja. Heute sind wir in der EU also soweit, dass man sich als Vater auch dafür entschuldigen muss, ein Foto von seinem Sohn zu schießen, während man die wahren Verbrecher im Web lediglich hinter Stop-Schildern verstecken will, weil es angeblich "zu kompliziert" sei, in länderübergreifender Zusammenarbeit diese besagten Websites zu schließen und die Urheber ausfindig zu machen. Das funktioniert kurioserweise sehr wohl, wenn es um Urheberrechtsverletzungen geht - aber mißhandelte Kinder haben eben keine Lobby, darum beruhigen wir unser Gewissen, indem wir unschuldige Väter der Pädophilie bezichtigen.

Danke für dieses Übermaß an Sicherheit. Da fühlt man sich doch gleich richtig wohl und ist dankbar, EU-Bürger zu sein.


6 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Dann fangen in Zukunft die Fotoalben erst mit 18 an. Hat doch auch was. Keine Fotos mehr von den kleinen.

Thumbsucker hat gesagt…

Am besten wäre es, man würde alle Männer vorsorglich in einer Onlinedatenbank für Sexualstraftäter registrieren und jedem DNA abnhemen. Damit man im Fall des Falles gleich sämtliche Informationen von uns Pädophilen beisammen hat.
Zur schnellen Identifikation würde sich ein RFID-Chip unter der Haut eignen - soweit kommt es vermutlich ohnehin mal in den nächsten 15-20 Jahren.

Kane hat gesagt…

Wir sind zu sehr vom System abhängig, wenn der Arbeitgeber in Zukunft sagt, dein Gehalt gibts nur noch auf RFID Chips und nicht aufs Girokonto, dann wird man sich dem definitiv beugen...

Ich meine wer kann denn heutzutage seinen Sold BAR auszahlen lassen??

Das ein Girokonto Pflicht ist, ist ja schon der grösste hohn überhaupt!! RFID Chip? Tja, wer das neue Perso in 'schland geholt hat, trägt den scheiss doch bereits ständig mit!

Das Geile aber ist, der RFID Chip in diesem Ausweis kann in einem Umkreis von mehreren Metern ausgelesen werden!

Bezahlen soll man damit können und und und...

Irgendwann haben wir sowieso nur DIE eine Karte und wenn man dann im System negativ auffällt, wird die Karte kurzerhand "abgeschaltet", dann hat man eh verkackt!

Thumbsucker hat gesagt…

Wird da in absehbarer Zeit bestimmt einige Technologien geben, um den RFID-Chip in der Tasche(oder unter der Haut) temporär lahmzulegen:
http://www.gulli.com/news/peratech-neuartiger-schalter-2008-09-18/

Ich für meinen Teil werde diese Dinger verweigern, so lange es irgend möglich ist. Und WENN sie mal unumgänglich sind, werde ich sie nur am Körper tragen, wenn es nicht anders geht.

Die größere Schweinerei bei Bankkonten ist imo, dass die Bank einem ein Konto verweigern kann - und jemandem somit die Existenzgrundlage rauben oder dazu zwingen, sich einer dubiosen Bank anzuvertrauen, die horrende Kosten für jeden Shit verrechnet. Klar, dass man jemandem die Kreditwürdigkeit abspricht, wenn er Berge an Schulden anhäuft. Aber ihm ein Girokonto zu verweigern??

Anonym hat gesagt…

Gibt aber auch viele Anhänger solcher Ortungsmechanismen. Eltern zum Beispiel sind da die vorreiter. Wenn es ein Chip für die klienen gäbe, dann würde glaube ich ein großteil der Eltern schon aus angst den kleinen könnte was passieren so ein Ding einpflanzen lassen.

Aber auch ich nehme an, dass wir um solch eine RFID-Branding früher oder später nicht mehr drum herum kommen.

Das sieht dann so aus wie bei Minority Report.

Thumbsucker hat gesagt…

In den USA ist es schon seit Jahren nicht unüblich, Schulkindern einen Sender in die Schultasche oder in die Jackentasche zu stecken, über den man sie orten und ihren Schulweg verfolgen kann.

Gibt auch Kleidungsstücke, Schuhe etc., in denen ein GPS-Sender eingenäht ist.
http://childgps.net/

So lernen die lieben Kleinen wengistens gleich, sich mit dem Überwachungsstaat zu arrangieren und sich an Tracking Devices zu gewöhnen.

 
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