Vergewaltigungen in der US-Army sind Gottes Wille


Frauen gehören genaugenommen schon seit dem amerikanischen Unabhängigkeistkrieg(1775-1783) zum US-Militär, bereits damals wurden von erste weiblichen Mitstreitern berichtet. Seit damals wurde es nach und nach "normaler", Frauen in Uniform an der Seite ihrer männlichen Kameraden kämpfen und fallen zu sehen, bis am 12. Juni 1948, zum Ende des zweiten Weltkriegs, die Tore für Frauen in ausnahmslos allen Teilstreitkräften der US-Army geöffnet wurden und seitdem sind Frauen fester Bestandteil in so gut wie allen Bereichen der
Kriegsmaschinerie.Ungefähr 20% der US-Soldaten sind Frauen und 2008 wurde der erste weibliche 4Sterne-General ernannt.


In einem speziellen Punkt hat man diesbezüglich allerdings seit dem Unabhängigkeistkrieg keine Fortschritte gemacht - nämlich in Sachen Gleichstellung und dem Umgang untereinander. Frauen sind innerhalb der US-Army nach wie vor Freiwild und die Situation erinnert viel mehr an die Praktiken der Taliban im tiefsten Afghanistan, als an eine gemischte Armee in einem angeblich aufgeklärten und fortschrittlichen Land im Jahre 2011.
Genaugenommen unterscheiden sich die Frauen der Taliban und die Frauen in der US-Army nur in einem wesentlichen Punkt - Soldatinnen müssen sich nicht verhüllen.
Von den ungefähr 250.000 Frauen in der US-Army geben sage und schreibe 33% an, von ihren männlichen Kameraden sexuell belästigt oder gar vergewaltigt worden zu sein. Ein knappes Drittel der Frauen ist also den übergriffen männlicher Kameraden mehr oder weniger hilflos ausgesetzt. Natürlich ist dieser Zustand bekannt und natürlich gibt sich die Führung der Streitkräfte nach außen hin besorgt - sieht man sich allerdings dem Umgang der Militärbehörden mit dieser Thematik an, so ist das schwer zu glauben.

So wurde zum Beispiel eine 23jährige Soldatin im Jahr 2010 von zwei männlichen Kameraden vergewaltigt. Die uniformierten Helden drängten die Frau in ihr Zimmer, warfen sie auf's Bett, vergewaltigten sie nacheinander über eine halbe Stunde lang und filmten sich auch noch gegenseitig dabei. Das Video wurde danach auf der Base von Handy zu Handy verteilt und ins Internetgestellt. Die Soldatin wandte sich hilfesuchend an die zuständigen Stellen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, das ein Verfahren zur Folge hatte. In diesem Verfahren wurde dann vom zuständigen Militärgericht anhand des Videos festgestellt, dass es sich hierbei nicht um eine Vergewaltigung handle, denn die Soldatin habe sich zu wenig gewehrt und zu wenig geschrien, man vermute einvernehmlichen Sex, die Soldaten wurden freigesprochen und versehen weiterhin ihren Dienst. Lediglich eine kleine Verwarnung für das Verteilen desVideos wurde ausgesprochen, man solle sich doch bitte wie Erwachsene benehmen.

Ein Einzelfall? Mitnichten.
SGT Havrilla diente 2006 in Afghanistan. Als wenn das allein noch nicht genügen würde, war sie außer den Angriffen der Taliban auch noch den Angriffen ihres Vorgesetzten ausgesetzt - die Taliban konnte sie wenigstens erschießen, gegen ihren Vorgesetzten war allerdings kein Kraut gewachsen. Schon von Beginn ihrer Dienstzeit in Afghanistan an war SGT Havrilla immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt und ihr Supervisor gab bei einigen Gelegenheiten lautstark bekannt, dass er "sie ficken will". Immer weider begrapschte er ihre Brust, umarmte sie von hinten, biss sie in den Nacken oder küsste sie. Das Antatschen des Hinterns von SGT Havrilla wurde zum Normalzustand und als sich die gesundheitliche Situation des weiblichen Seargents durch diese andauernden Übergriffe massiv verschlechterte, ließ sie sich versetzen.
Damit war ihr aber nicht geholfen. Ein männlicher Kamerad aus einer Hundestaffel hatte ebenfalls ein Auge auf SGT Havrilla geworfen. Dieser beließ es allerdings nicht bei den üblichen sexuellen Belästigungen - er warf sie auf das Bett, vergewaltigte sie und schoss von seiner Heldentat noch eine Menge Fotos.
SGT Havrilla meldete den Vorfall - dass nichts passierte, war von vornherein klar. 3 Jahre später, 2009, musste SGT Havrilla zu einem 4wöchigen Training nach Fort Leonard Wood. Als sie dort ihren Vergewaltiger aus Afghanistan wieder sah, war sie geschockt und wandte sich in Angst an den örtlichen Militär-Pfarrer.
Sie erzählte ihm die Geschichte aus dem Jahr 2006 und bat um Beistand. Die unglaubliche Anwort des Pfarrers: Die Vergewaltigung muss Gottes Wille gewesen sein. Anschließend wurde SGT Havrilla vom Militär-Pfarrer noch aufgefordert, öfter in die Kirche zu gehen - dann bliebe ihr sowas künftig vielleicht erspart.

Da muss man sich doch ernsthaft fragen, ob es den USA tatsächlich zusteht, andere Länder "demokratisieren" zu wollen und ihnen "Zivilisation" zu bringen. Vielleicht sollte man sich besser erst mal selbst in die Gegenwart befördern, bevor man die Zustände in anderen Ländern anprangert - da hat man mehr genug zu tun.


8 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

natürlich ist sowas immer weider schockierend..aber wer glaubt nur Frauen sind Opfer Gewalt jeglicher Art ist wohl etwas naiv. Gibt sicher auch genug männliche Soldaten die ihre Geschichte aus Scham nicht erzählen wollen

Thumbsucker hat gesagt…

Garantiert, gar keine Frage. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem ein Turnus eines Soldaten im Irak oder in Afghanistan mit einem Aufenthalt im Gefängnis gleichgesetzt wurde. Gruppenbildung, Mobbing, Gewalt gegen Kameraden, Rassenkriege innerhalb der eigenen Truppen, Mißhandlungen durch Kameraden(sehr oft auch sexueller Art).

Kein Wunder, dass männliche Opfer sich nicht melden und Übergriffe aufzeigen, wenn selbst die Übergriffe auf Frauen so offensichtlich toleriert werden.

Mirko hat gesagt…

Als junge Frau sollte man schon wissen, in welche männerdominierten Risikoberufe mit Befehlshierarchie, Corpsgeist und Bewaffnung man sich freiwillig bewirbt. Ob Piratin, Soldatin oder Bauarbeiterin, manche Branchen haben eben im Respekt vor der sexuellen Selbstbestimmung einer Frau bekannte Defizite. If you can´t stand the heat - get out of the kitchen!

Thumbsucker hat gesagt…

@Mirko:
Wenn du damit Vergewaltigungen und das anschließende Herunterspielen/für Nichtig Erklären rechtfertigst, solltest du ernsthaft deine persönlichen Werte und deine Moral hinterfragen.

Vielleicht sieht Mann das anders, nachdem er selbst mal einen dicken Schwanz im After hatte.

Anonym hat gesagt…

@Mirko: verblüffende Logik. Demnach bist du also auch selber schuld, wenn du in der U-Bahn Station zusammengeschlagen wirst, "weil du so eine blöde Fresse hast" und dich ja schließlich selbst gefährdet hast?

Schalt mal das Hirn ein du sexistisches Arschloch, bevor du Scheisse verzapfst.

Anonym hat gesagt…

Klar, das war Gottes Wille!
Verarschen kann ich mich auch selber!!!
Es gibt für so ein Verbrechen keine Rechtfertigung, keine Entschuldigung, kein Gar nichts!
Sie habe sich zu wenig gewehrt???
Und dass sie eventuell Angst hatte, darauf kommt niemand, was?

Ich hab die perfekte Lösung: Schwanz ab, Problem gelöst!!!

Anonym hat gesagt…

Aha, na ja, also dann ...
Was soll der Quark?
Das klingt ja so, als ob sie ständig damit rechnen müsse, schließlich "sie" ja eine Frau!

Und als Frau muss man ja immer davon ausgehen, angegriffen zu werden...

Anonym hat gesagt…

Na sag ich doch, die US Armee is ne totale Raper Armee, aber das lustigste ist, das der CIA (Pinochet) und Millionen Vergewatligte, jetzt auch noch Schweden gekapert hat, und James Bond, der ja bekanntlich ein Nazi ist, das alte Menschenzüchtungsprogramm von Adolf Hitler wieder aufbaut. Schweden die Basis des "blond" Züchtungs Menschen. Also James Bond war immer schon ein Lügner und ein Nazi, das weis doch jeder. Kolonien und Terror gegen die schwarze Bevölkerung, James Bond hat es möglich gemacht. James Bond ist ein Raper, der hat auch schon im Film Frauen regelrecht vergewaltigt. Der neuste Hammer, James Bond als Beschützer der Frauenrechte? Zum totlachen, dann soll der doch zum ficken zu den US Marines gehen oder sich im Stadion in Chile durchvergewaltigen. Der Massenmörder und Massenvergewaltiger USA und England wollen sich als "Beschützer" der Frau ausgeben. Mann es gibt jetzt schon 1Million verkohlte Frauenleichen in der dritten Welt. Also wer sowas kauft, muß ein totaler Depp sein. Und Assange sollte von Schweden ausgeliefert werden für den CIA. Also hör mal jeder weis, das der CIA ein perverse Mordmaschine der USA ist und Bond ist ein Teil davon. Die machen das heute wie Hitler. Haben das im Reichspropagandaministerium gelernt. Zum totlachen, USA als Frauenbeschützer, diese perversen Massenmörder....

 
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