Katastrophenmanagement Japan Style


Japan wird nach wie vor ordentlich durchgeschüttelt und kommt einfach nicht zur Ruhe. 5.000 Tote sind bisher bestätigt, diese Zahl kann schlimmstenfalls noch auf 25.000 steigen. Unglaubliche 450.000 Menschen - 100.000 davon sind Kinder - haben alles verloren und sind obdachlos. Während die Politiker bei uns darüber streiten, was mit Atomkraftwerken passieren soll, kämpfen die Menschen in Japan ums Überleben.


Japaner wären aber keine Japaner, wenn sie nicht auch aus dieser Situation das Beste machen würden. Enmal mehr werden die Japaner dem Ruf eines disziplinierten, arbeitsamen und findigen Volkes gerecht und demonstrieren -  vom Verwirrspiel der Regierung abgesehen - perfektes Katastrophenmanagement, sowohl bei den Aufräumarbeiten, als auch bei der Versorgung der obdachlos gewordenen Erdbebenopfer. Während in den USA nach Hurricane Kathrina trotz eines aufgeblähten Katastrophenschutzapparates namens FEMA Chaos herrschte...


...organisieren die Japaner sich mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen und das Rote Kreuz Japan demonstriert ein beispielloses Katastrophenmanagement.


Unglaublich auch die Leistung, die man bei der Wiederinstandsetzung von Straßen an den Tag legt:


Solltet ihr ein paar Euros übrig haben, spendet sie dem Roten Kreuz. Wenn's bei uns mal kracht, kommt es garantiert zurück.


4 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Und das Kuriosiste ist, dass die gar keine Hilfe wollen. Die regeln das alles selbst. Also sollte man dann überhaupt spenden ? Wenn es doch keiner will. Landet zum größten Teil auch nicht bei den wahren Opfern, sondern in irgendwelchen subiosen Kassen.

Thumbsucker hat gesagt…

Naja bei Spenden an das Rote Kreuz habe ich im Prinzip kein schlechtes Gefühl, aber es stimmt schon - so genau weiß man nicht, wo das Geld am Ende landet.

Anonym hat gesagt…

Und währenddessen sitzt der Ex-Kanzler vom atom-feindlichen Österreich W. Schüssel im Aufsichtsrat des deutschen (Atom)-Energiekonzerns RWE!^^

Aber allen Unkenrufen zum Trotz: die AKWs in Japan -an sich- sind eigentlich alles andere als unsicher. Ich würde nen ordentlichen Batzen Geld setzen, dass diese um Welten sicherer sind als irgendwelche Schrott-AKWs russischer Bauart in Tscechien, Slowenien, Ungarn oder Ukraine, a la Krsko, Temelin, Bohunice,etc. und wie der ganze Schrott sonst noch heißt.

Und diese stehen im Unterschied zu Japan, eben NICHT 10 000km entfernt... Da würde ich mir deutlich mehr Sorgen drum machen.

Und ob in Deutschland die (zumindest nicht-russischer Bauart von AKWs) abgeschafft werden oder nicht, geht den Ländern im Osten, oder auch Frankreich doch am A**** vorbei. Entweder alles in der EU abschaffen, oder nichts. Die halben Dinger dazwischen haben doch garkeinen Sinn. Wo doch in nur sehr wenigen Jahren eh keine Schlagzeile mehr über Japan zu finden sein wird! Also, entweder -jetzt- handeln, oder nie.

Anonym hat gesagt…

Die Japaner haben einfach nur fahrlässig gehandelt, da sie ihre an sich sehr gut gebauten AKWs in einem gefährdeten Gebiet hingestellt haben. Aber andererseits kann man ihnen da auch keinen Vorwurf machen: Japan ist ja extrem ressourcenarm und importabhängig. Ein Mangel an Strom hätte diese riesige Volkswirtscahft niemals verkraften können, und außer mittels Atomstrom war/ist das dort eben kaum möglich.

 
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