Stoffpuppenfetisch... ಠ_ಠ


Ein Mann verlässt seine Frau, um künftig mit einer lebensgroßen Stoffpuppe zusammenzuleben. Gibt's nicht? Klar doch. Erst dachte ich ja auch, das sei Blödsinn. Aber dann habe ich mal ein wenig herumgegraben und mir das Leben dieses Menschen zu Gemüte geführt. Er liebt seine Puppen. Ob er mit ihnen auch den Beischlaf vollzieht, weiß ich nicht - aber hey, wenn sogar 4chan mal schockiert ist, dann ist das wirklich eine ziemlich kranke Angelegenheit.




Das ist aber noch nicht alles. Er hat sogar nen Flickr-Stream, auf dem er auch Videos postet.  Videos von seiner Puppe, wie sie zu Linkin Park auf dem Skateboard durch den Skatepark gleitet.
Und wenn ihr nun auch auf den Geschmack gekommen seid, eure Freundin in die Wüste schicken und auf ein lebensgroßes Stofftier umsteigen wollt, dann könnt ihr hier euren neuen Liebling bestellen.

Ich hänge das Blog jetzt an den Nagel. Irgendwann ist Schluss.

EDIT: Ach du Scheiße...
Das gibt's doch nicht, das gib's doch nicht - wohin entwickeln wir uns eigentlich? :-/


16 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Warum genau soll ich das jetzt glauben?

Thumbsucker hat gesagt…

Du *sollst* nicht, du kannst, wenn du willst - bleibt dir selbst überlassen.

Anonym hat gesagt…

Na wenn es nen Gummipuppen-Puff gibt, gibt es das auch xD

Thumbsucker hat gesagt…

Yep, auch wieder wahr. Krank...krank.

Kilgore Trout hat gesagt…

Krank? ... ich nenn sowas lieber ... speziell ...

Thumbsucker hat gesagt…

"Speziell" nenne ich die Furry Lovers, die sich Stofftierkostüme anziehen und wenigstens noch eine Beziehung mit einem Menschen führen. Aber eine Beziehung mit einer Puppe? Ich weiß nicht...soll in Japan ja nicht so unüblich sein, aber die laufen wenigstens mit Manga-Puppen durch die Gegend ;)
Ich lese mich gerade ein wenig in diese Materie, scheint eine eigene Subkultur zu sein. Furry Fandom, etc.

Kilgore Trout hat gesagt…

Es gibt genug Beziehungen zwischen Menschen die abartiger und zerstörerischer sind als die von diesem Herrn. Wieso muss er zwangsläufig "krank" sein?

Thumbsucker hat gesagt…

Für alle die es interessiert: Dieses Forum hier ist voll mit Menschen, die Beziehungen mit Puppen führen und so mit ihnen umgehen, als würde es sich dabei um reale Menschen handeln:
http://dollforum.com/forum/index.php?

Demzufolge scheint das doch ein recht weitverbreitetes Phänomen zu sein. Lohnt sich, da auch ein wenig in die psychologische Komponente hineinzulesen.

Thumbsucker hat gesagt…

@Kilgore Trout:
Wenn man frei nach Freud geht, ist dieser Fetisch eine krankhafte Abweichung von der "normalen" Sexualität. Heute definiert die Psychologie eine "psychische Störung" anders, ich persönlich halte es diesbezüglich dennoch mit Freud.

Kilgore Trout hat gesagt…

Freud ist überholt, man muss ihn im historischen Kontext sehen ansonsten hätten u.a. Bisexuelle bei ihm auch keine Chance. Im übrigen wird er im Psychologiestudium mitlerweile höchstens als historisches Thema behandelt.

Thumbsucker hat gesagt…

Natürlich ist er überholt, aber noch nicht verbannt.
Man könnte das Thema ja weiterspinnen - ab wann deklariert man einen sexuellen Fetisch als Erkrankung? Per Definition der heutigen Psychologie erst dann, wenn der Betroffen darunter leidet.

Anhand dieser Argmuentation wäre dann aber auch die Pädophilie keine Erkrankung, denn - auch wenn es ein makaberer Vergleich ist - unterm Strich dreht es sich dabei um das gleiche Krankheitsbild - nämlich eine Störung der Sexualpräferenz, lediglich mit anderem Objekt der Begierde und massiveren Folgen.

Kilgore Trout hat gesagt…

Bei einer Krankheit gibt es immer Betroffene und Leidende, im Fall der ausgelebtem Pädophilie das Kind dessen Entwicklungsstufe die noch nicht auf sexuellen Kontakt ausgerichtet ist.
Dennoch wird es immer Grenzfälle und Ungenauigkeiten geben, Paraphilien und Fetische werden nie klar einzuordnen sein, dafür ist das Thema zu unübersichtlich und komplex, jede Forschungsanstrengung wird nie ausreichen, aber bevor Personenschaden oder eklatante Gesetzesverstöße geschehen muss man eben einen Riegel vorschieben.

Im übrigen stellt sich die Frage wie gesund und produktiv denn die "normale",vorgelebte heterosexuelle, Sexualität ist die sich mitlerweile etabliert hat.

Mit dem Finger auf Andersartige zu zeigen ist leider immer einfacher als sich mal ernsthaft und unbefangen mit solchen Menschen auseinanderzusetzen.

Kane hat gesagt…

Wartets ab, irgendwann wird Pädophil sein auch trend werden und man wird an diese Zeiten erinnern und es als Mittelalter bezeichnen.

Lol, schliesslich war es doch in den antiken hochkulturen ja auch Gang und Gebe das man sich einen Lustknaben gehalten hat *würg*!

Ich schliesse mich Thumbsucker an, ab wann ist ein fetisch denn nun krank? Wie weit geht die hemmschwelle?
Ab wann muss der gesunde Menschenverstand einschalten und dem treiben einhalt gebieten?

Ich bin zwar der letzte der ne Hetzjagd auf Menschen mit einer anderen nun ja... Sexuellen orientierung macht.
Aber ich muss auch um das Wohl meiner liebsten besorgt sein und ob ich nicht Angst haben muss, wenn meine Tochter draussen rumläuft, wenn in meiner Nachbarschaft Puppenliebhaber Wohnen!

Wer keine Probleme damit hat, mit Puppen in aller öffentlichkeit rumzumachen, wird auch keine probleme haben, irendwann mal, ein Kind oder sonstwen mitten auf der Strasse zu vergewaltigen, meine Meinung!

Thumbsucker hat gesagt…

Nach meiner persönlichen Auffassung ist die Grenze zwischen Fetisch und Erkrankung da überschritten, wo sich die Sexualpräferenz auf ein seelenloses Ding bezieht, auch wenn es hier keinen Leidenden gibt.

Ja natürlich kann man auch über Heterosexualität diskutieren. Und nein, ich zeige nicht mit dem Finger auf "Andersartige" - ich frage mich lediglich, was in den Köpfen der Menschen falsch läuft. Wir reden hier von Menschen, die eine Beziehung mit einer Puppe führen. Die so tun, als würde es sich dabei um einen realen Menschen mit Geist und Emotionen handeln. Die ein Sexualleben damit führen. Das kann man nicht mit Heterosexualität, Homosexualität oder Transsexualität in einen Topf werfen, denn hier fehlt der wichtigste Aspekt einer Beziehung, nämlich der Mensch, der Liebe und Emotionen erwidert.

Dass die YouPorn-Generation etwas Grundlegendes am Thema Sexualität falsch versteht, ist klar - hat jetzt aber nichts mit der sexuellen Präferenz zu tun, von der wir hier reden.

Anonym hat gesagt…

Kann Liebe denn wirklich krank sein ?
Wenn ja, dann sind wohl auch die meisten PKW Besitzer krank.
Denn laut einer Umfrage sind den meisten männlichen PKW Besitzer ihre Autos wichtiger als ihre Partnerinnen.

Thumbsucker hat gesagt…

Naja das Verhältnis Mensch-PKW vs Mensch-Puppe kann man jetzt nicht unbedingt vergleichen ;)
Aber nein, man kann natürlich kein pauschales "Urteil"(dummes Wort in diesem Kontext) fällen, denn jeder hat eine andere Auffassung von "normal", "Tabu" oder "Moral". Sogesehen ist die Meinung hierzu subjektiv und es ging bei der obigen Diskussion ja auch mehr um die klinische Definition von "krank", denn eine Störung der Sexualpräferenz ist nun mal laut unseren medizinischen und gesellschaftlichen Werten ein Krankheitsbild. Wobei das genaugenommen Blödsinn ist, denn Homosexualität ist ja auch keine Krankheit(obwohl viele verwirrte Christen mitsamt ihrem Oberhaupt das so sehen), wir kommen nun mal so zur Welt, wie wir sind.

Wie Kilgore Trout sagt - dieses Thema ist zu komplex, um zu Verallgemeinern und vermutlich auch überbewertet. Die schlimmeren Auswüchse kommen noch immer von den Heterosexuellen.

 
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