Der Traum des Postboten


Ferdinand Cheval war Briefträger und ein einfacher Mensch. Denen traut man ja an sich nicht so viel zu, Mensch zählt ja nur etwas, wenn er einen akademischen Titel trägt und selbst mit Matura(Abi in Deutschland) ist man nur noch ein besserer Sklave. Cheval aber hat sich seinen Traum erfüllt - den Traum vom "idealen Ort". 
Irgendwann zwischen 1840 und 1860 marschierte Cheval seine übliche Strecke ab und trug seine Briefe aus, als ihm ein simpler Stein ins Auge stach. Er hob den Stein auf, befand die Form des Steines für "perfekt" und von da an sammelte er weiter Steine. Erst nur in seinen Taschen, später in Eimern, bis er letztlich aus den gesammelten Steinen sein Zuhause baute. 33 Jahre lang schuf er, was heute als „Palais idéal“ bekannt ist - und verstarb ein Jahr, nachdem er sein Traumschloss fertiggestellt hatte.
































Cheval verfügte, dass er nach seinem Tod an seinem "idealen Ort" beigesetzt werden sollte - dieser Wunsch wurde ihm auch erfüllt. Demnach ist das „Palais idéal“ heute als gigantisches Mausoleum zu besichtigen.
Soll noch mal jemand behaupten, dass Träume nur etwas für Phantasten sind.
Ferdinand Cheval auf Wikipedia.

Hört nie auf zu träumen.


6 Responses So Far:

Desolationrob hat gesagt…

der Citizen Kane unter den Postboten :D

Thumbsucker hat gesagt…

Muss ihm erst mal wer nachmachen ;)

MarsTheMars hat gesagt…

Er ist nie verreist und hat sich von Postkarten und Bilder inspirierien lassen! Das Ergebnis ist genial!

Thumbsucker hat gesagt…

Yep, ich mag Leute, die ihre Visionen umsetzen. Er konnte es zwar nicht genießen, aber es hat ihm vor seinem Tod bestimmt eine gewisse Genugtuung beschert. Der starb vielleicht sogar glücklicher, als die meisten anderen.

Kane hat gesagt…

Verdammt, ich will auch!!

Scwierig in einer Großstadt...

Thumbsucker hat gesagt…

Jaaa, ich auch. Ich hab grad so eine Phase, sag ich dir...

 
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