Laboraffen sehen zum ersten Mal die Sonne


Jahrzehnte lang im Versuchslabor eingesperrt - und nun sehen sie auf Gut Aiderbichl zum ersten Mal den Himmel, die Sonne, Gras unter ihren Pfoten. Ich weiß ja nicht, wie's euch dabei geht, aber mich berührt sowas ungemein.









Über die Notwendigkeit von Tierversuchen will ich hier nicht philosophieren.
Gut Aiderbichl ist ein Tiergnadenhof und freut sich immer über dringend benötigte Spenden.
Dass euer Geld hier gut angelegt ist, sieht man z.B. an diesem Video.


15 Responses So Far:

Anonym 1 hat gesagt…

ziemlich manipuliertes Video... sieht man an die 4-5 mal wie die zwei Affen sich scheinbar umarmen.

Anonym hat gesagt…

Dank Tierversuchen können Gegner von Tierversuchen 23.5 Jahre länger protestieren. Dies nur mal am Rande, ohne eine Diskussion anzetteln zu wollen ;-)

Thumbsucker hat gesagt…

Ich habe nichts gegen Tierversuche zu medizinischen Zwecken. Würde es aber auch begrüßen, wenn man stattdessen geistig abnorme Rechtsbrecher aus den Hochsicherheitstrakten dieser Erde heranziehen würde ;)

Warum Tierversuche für die Kosmetikindustrie notwendig sind, konnte mir bisher noch niemand plausibel erklären.

Kane hat gesagt…

Freiheit??

Das Gefängniss ist doch nur grösser und komfortabler geworden!

Eingesperrt sind die doch immer noch oder nicht??

Thumbsucker hat gesagt…

Yep, Freiheit. Gegen eine verchromte Blechkiste, in der sie 30 Jahre lang gelebt haben, ist das Freiheit.

Man kann Labortiere, die 30 Jahre lang eingesperrt waren, nicht mehr zu Artgenossen auswildern. Abgesehen davon, dass es fraglich ist, ob sie noch lernen könnten, sich eigenständig zu ernähren, haben diese Tiere garantiert ein gestörtes Sozialverhalten und darüberhinaus wurden sie in den Labors vermutlich mit Krankheitserregern infiziert.

Ein eigenes Wildreservat zu errichten, die Tiere rüberzufligen, Personal anzustellen, etc. kostet Millionen. Wer zahlt's denn?

Wildheart hat gesagt…

Mit infisziert hast du verdammt recht.
Einige davon haben unter anderem Aids und Hepatitis C.

@Kane
Es wird wohl nicht viel mehr Aufnahmen davon geben.
Wer nämlich glaubt das die Affen mit Freude ins Freie gestürmt sind, der irrt gewaltig.
Mir wurde erzählt das sie unter anderem Angst hatten auf das Gras zu treten weil sie es nicht kennen...
Einige der Tiere haben die Unterkunft gar nicht verlassen, es wird Monate brauchen, sie daran zu gewöhnen.

Vor dem Bau des Freigeheges hat man sich Weltweit bei ähnlichen Refugien über die Möglichkeiten informiert. Auch diese sind meist nicht für Puplikum zugänglich.
Als Außenstehender kann man sehr schwer Beurteilen wie es den Tieren wirklich geht. Psychisch gesehen ist es eine Katastrophe und unvorstellbar traurig. Es gibt dort Affen die durch die lange "Einzelhaft" derart verstört sind, das sie nicht in die Gruppe können. Sie beginnen sich selber und Andere zu verletzen weil sie mit Gesellschaft gar nicht zu recht kommen.
An ein auswildern ist hier gar nicht zu denken, weil sie nach der langen Gefangenschaft gar nicht in der Lage sind, das zu überleben. Sie haben es nie gelernt und sie werden es auch nicht mehr. Einige der Affen wurden durch Zwangspaarung in Gefangenschaft geboren. Normal lernen sie so wie wir Menschen von ihren Vorfahren. Das alles fehlt ihnen zur Gänze.
Viele Tiere sind in dem Labor zu unserem wohl gestorben. Ich find es ist nur Recht und billig wenn man sie bis an ihr Ende bestens umsorgt. Von den insgesamt 40 Affen ist bereits einer an seiner unheilbaren Krankheit gestorben.
2500 Quadratmeter hört sich nicht vielan, aber für diese Affen die im Labor auf 6 Quadratmeter mit Gitterboden leben mussten sind sie die Welt. Hier geht es nur um das erste Gehege und um die ersten 10 Affen. Sieben weitere Gehege sind noch im Bau, auch für die Einzelgänger. Ich sehe jedenfalls das meine 10 Euro Patenschaft gut angelegt sind. Immerhin kostet der Unterhalt dort nicht wenig.

Wild

Thumbsucker hat gesagt…

Hall Wild, danke für die Infos!

Dass die Affen auf Gras verstört reagieren, kann ich mir vorstellen. Ich habe mal beobachtet, wie eine reine Wohnungskatze zum ersten Mal in ihrem Leben in eine Wiese gesetzt wurde, auch die hat das nicht ganz verkraftet. Wenn man jetzt noch einberechnet, unter welchen Umständen die Schimpansen 30 Jahre lang gelebt haben, kann man sich die Reizüberflutung vorstellen, die sie überkommen haben muss.

Ich finde das einfach toll, dass Menschen sich die Mühe machen und diesen Aufwand auf sich nehmen, um den Tieren einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Gut Aiderbichel ist eine der wenigen Institutionen, an die man mit ruhigem Gewissen spenden kann.

Anonym hat gesagt…

Ich dachte ich höre im ntv-Beitrag nicht richtig - werden im 21. Jahrhundert wirklich Menschenaffen aus der Wildnis gefangen und in Versuchslabors verfrachtet? Ich dachte irgendwie, die Menschheit habe in dne letzten paar Jahrzehnten etwas von ihrer geistigen Behinderung verloren, aber scheinbar sind wir immer noch gleich minderbemittelt.

Thumbsucker hat gesagt…

Also die Medien haben das ein wenig verzerrt dargestellt. Die Schimpansen wurden Mitte der 70er bis Mitte der 80er gefangen, einige kamen im Labor zur Welt. In die Affenstation nach Gänserndorf kamen die Tiere ab dem Jahr 2000. Übrigens auf Bestreben des Pharmakonzerns "Baxter", die da auch kräftig mitfinanziert haben.

Baxter kaufte ein pharmazeutisches Unternehmen auf, fand in den Labors die Versuchstiere und schob dem umgehend einen Riegel vor. Man wollte die Tiere keinesfalls einschläfern, weswegen man nach einer Lösung suchte und sie in den Safaripark im niederösterreichischen Gänderndorf brachte. Der wiederum ging pleite, weswegen man bei Gut Aiderbichl anfragte, ob man die Auffangstation nicht eingliedern wolle. Worüber nun die Medien berichteten, war lediglich die Erföffnung des Freigeländes.

Die gesamte Story gibt es hier:
http://gut-aiderbichl.at/page.headline.php?cid=148&redir=

Andrea hat gesagt…

@Thumbsucker Zitat:
"Ich habe nichts gegen Tierversuche zu medizinischen Zwecken. Würde es aber auch begrüßen, wenn man stattdessen geistig abnorme Rechtsbrecher aus den Hochsicherheitstrakten dieser Erde heranziehen würde"

Ich wollte dich nur darauf hinweisen, dass Deine Bemerkung nicht nur abartig ist, sondern auch ein Straftatbestand darstellt. Stell' Dich darauf ein, dass Du demnächst Post vom Onkel Staatsanwalt bekommst.
Muss mich nur noch informieren, ob das hier von Deutschland aus gemacht werden kann oder in Österreich.
Die Seite ist abgespeichert und ein Screenshot gemacht.

Thumbsucker hat gesagt…

@Andrea: wenn meine Meinung über vergewaltigende, mordende Soziopathen einen Straftatbestand darstellt, soll mir das recht sein - wird daran nichts ändern.

Noch ein kleiner Geheimtipp für dich: surfe mal ein wenig durch Opfer-Foren. Dort findest du noch weit radikalere Meinungen von Opfern(und deren Angehöriger) besagter vergewaltigenden und mordenden Individuen. Die kannst du dann alle bei der Staatsanwaltschaft anzeigen, um ihnen mal ordentlich eins reinzuwürgen. Screenshots nicht vergessen.

Anonym hat gesagt…

Thumbs hast du etwa kein Mitleid mit Typen die ihre Opfer stundenlang zu Tode quälen, so wie die Dnepropetrovsk Maniacs? Wie kannst du nur, das sind doch ganz arme Menschen, freisprechen sollte man sie :-P

Oh Mann. Kein Wunder, das dir die Lust aufs bloggen vergeht bei solchen Kommentaren.

Thumbsucker hat gesagt…

@Anon: hm...mal nachdenken...jetzt wo du es sagst, finde ich auch, man sollte Jungs wie die Maniacs händchenhaltend und schulterklopfend therapieren, sie dafür bemitleiden, dass Papa ihnen mal eine Ohrfeige verpasst hat und sie schnellstmöglich als resozialisiert in die Freiheit entlassen.

Nein, nicht wirklich. Ich bin kein Verfechter der "Jeder Täter war mal ein Opfer" Theorie. Ich halte es da mehr mit "Auge um Auge, Zahn um Zahn", die Gnade der Todesstrafe haben Kreaturen wie die Maniacs gar nicht verdient. Sieht man aber vermutlich erst dann so, wenn man selbst mal Opfer war (oder zumindest in der Lage ist, seine Empathie richtig zu orientieren).

Anonym hat gesagt…

@Thumbsucker: nicht hier herumdiskutieren, neue Posts einstellen! (:

Ich war so frei, mal eben meine Schwester zu fragen, ob dein Kommentar einen Straftatbestand erfüllt: nein. Sie ist Juristin und sollte das eigentlich wissen, also mach dir da ma keine Sorgen.

Thumbsucker hat gesagt…

@Anon: danke für deine Mühe ;)
Nein, ich mache mir da keine Sorgen. Wenn die Staatsanwaltschaft bei all den rechtsradikalen Sites, den Goreboards, dem homophoben Schwachsinn, den Onlinebetrügereien und dem pädophilen Dreckszeug keine anderen Sorgen hat, als mich für meine freie Meinungsäußerung anzuzeigen und mir einen Erlagschein zu schicken, bezweifle ich das österreichische Rechtssystem. Aber vielleicht lande ich ja auf dem deutschen Index und ihr müsst mich künftig via Proxy ansurfen ;)

Jaja, morgen kommen neue Posts, versprochen. Ich brauchte mal ne Auszeit.

 
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