Nein, nein, nein (Höhenangst)


Arbeiten in 539 Metern Höhe? Fuck you, nicht mit mir! Wer glaubt, dass man in diese Höhe bequem mit dem Aufzug fahren kann, dann aussteigt, gemütlich seinen Job erledigt und ein wenig die Aussicht genießt, der irrt. Schon allein der Weg bis zur Spitze einer Antenne ist ein Horrortrip. Zum Glück aber gibt es Menschen, denen das nichts ausmacht. Sonst würde es traurig aussehen mit Radio und Fernsehen.


Respekt. Ich sterbe schon beim Betrachten dieses Videos ein paar kleine Tode.

Stairway to Heaven (climbing towers) from Joe LaGreca on Vimeo.


8 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Ich frage mich gerade, was der wohl macht wenn er mal muss ?

Thumbsucker hat gesagt…

Ich vermute mal er hat einen gut trainierten Schließmuskel, oder für Notfälle eine kleine Flasche dabei. Wenn er Bauchschmerzen bekommt, wird's aber ein wenig eng da oben...

Nora hat gesagt…

OH MEIN GOTT... Unvorstellbar :-O
Wie cool der Typ da hoch'spaziert' - ein Wahnsinn!

Wildheart hat gesagt…

Hm..

Mal ganz ehrlich, das ist sein Job.
Die Höhe ist etwas extremer, ich finde trotzdem das es sich ab ca.100m immer gleich anfühlt. Im Gegenteil, 30m bis 40m sind mehr unsympathisch, bedingt durch die Topographie sind die Winde dort unberechenbarer.
Schwindelfreiheit und ein guter Magen wegen den Schwankungen sind natürlich Voraussetzung.
Was mir wenig gefällt ist die Art des Aufstieges. Eigentlich ist er ungesichert was einfach nur Schwachsinnig ist. Dafür ignoriert er alle Ankerpunkte beim Aufstieg. Der sporadische, einfache Haken auf dem Steig ist auch leichtsinnig. Einmal guter Wind von links und er macht einen Abflug.
Natürlich sieht das gut aus und seine Kondi ist echt gut.
Aber wenn wir das in Mitteleuropa so machen würden, ist unsere Lizenz weg. Mit der Ausrüstung lässt dich der Sicherheitsbeauftragte vom Betreiber auch gar nicht hinauf.

LG
Wild

PS.: Wenn der mal klein muss, werden sich die Tropfen ganz fein über eine sehr große Fläche verteilen ;-). Besser vorher gehen und nicht zu viel trinken...

Thumbsucker hat gesagt…

@Wild: arbeitest du in dieser Branche? Respekt, könnte ich definitiv nicht. Dass er teilweise ohne Sicherung da hoch ist, finde ich auch sehr bedenklich - habe mir aber sagen lassen, dass das in den USA gar nicht so selten ist. Viele Brückenbauer oder Bauarbeiter sichern sich nicht, weil es die Arbeit verkomplizieren und verzögern würde und es wundert mich, dass es überm Teich keine entsprechenden Gesetze gibt - oder sie werden einfach nicht exekutiert.

Ich mag Höhe nicht. Ich mag sie nicht mal in einem Riesenrad, in Achterbahnen hingegen stört sie mich gar nicht.
Dafür habe ich mit Tiefe kein Problem. 40m Wasser über mir stören mich nicht, das finden andere wiederum bedrückend.

Wildheart hat gesagt…

Ich arbeite das nicht außschließlich, aber es gehört zum Job.
Berlin Frohnau war mein Höchster bis jetzt, wir haben ihm im Vorfeld die Eingeweide entfernt. ( hxxp://youtu.be/pxOMpWWsi1c )
Am Anfang vom Video kannst du den Shelter sehen, dort war die Technik untergebracht. Weiter oben in der Spitze haben wir noch 2 Spezialantennen demontiert. Zum Glück gab es da einen Aufzug bis zur ersten Plattform, weiter nach oben ging es dann "zu Fuß..."

Ich wurde vor 20 Jahren von einem alten Hasen ausgebildet, quasi langsam an die Höhe herangeführt. Muss jedes Jahr in die Höhenwerkstatt zum Auffrischungskurs obwohl du meine jährlichen, wirklich großen Aufstiege an einer Hand abzählen kannst.

In dem Job bekommt man sowas wie eine "Sicherheitsparanoia".
Mit der Zeit schaust du sogar ob dein Kollege alle Karabiner zu hat usw.
Alleine deswegen mag ich die Jahrmarktdinger nicht, ich habe das nicht selber in der Hand. Bergsteigen reizt mich auch nicht, ich muss es nicht herausfordern. Und spätestens wenn was passiert, du jemand fallen siehst (der seinen Gurt nicht ordentlich zu hatte wegen der Hitze)ist es kein Spaß mehr.
Die Amis haben einen Vogel, sie glorifizieren ihre Toten anstatt was zu verbessern.
Das bleibe ich lieber unten und warte die Technik ;-)

Tauchen finde ich auch cool, da dürfen es auch mal 60m sein :-).

LG
Wild

Thumbsucker hat gesagt…

Nitrox Diver? Kollege ;)

In dieser Höhe würde ich garantiert nicht herumklettern. Bungee hat mir hingegen wieder Spaß gemacht, obwohl man da die Sicherheit nicht selbst in der Hand hat. Seltsamer Widerspruch eigentlich...
Ich glaube in dem Job *musst* du unter einer Sicherheitsparanoia leiden, sonst erlebst du über kurz oder lang einen Freiflug. Den Auffrischungskurs finde ich da sinnvoll und angebracht.
Ich glaube auch, dass hinter Absturzmeldungen von Industriekletterern eher Fahrlässigkeit steckt, als die gerne herbeizitierte Materialermüdung. Hin und wieder liest man ja davon in den Medien.

Ich glaube, deine Definition von "wirklich großer Aufstieg" entspricht nicht der meinen ;)
Ich habe mal vorsichtig über den Rand eines Flachdaches auf einem sechsstöckigen Gebäude gelugt und das hat mir persönlich gereicht. Der Wind da oben war enorm, es hat genieselt - 2 Faktoren, die mir z.B. das Hochklettern an einem Antennenmast unmöglich machen würden.

Anonym hat gesagt…

Wie das Teil im Wind wanken muss :D uahhhh ... Respekt

 
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