Sommerzeit - lasst uns schwimmen gehen


Wir Menschen sind ja Dreckschweine. Wir verschmutzen unsere Umwelt und kümmern uns einen Dreck um unsere Ressourcen. Immer wenn ich die Donau sehe, wird mir das bewußt - nix mit "blau". Wenn man sich aber den indonesischen Fluss "Citarum" anschaut, wird man schnell feststellen, wie sauber die heimischen Gewässer tatsächlich sind. Der Citarum spielt eine bedeutende Rolle für die West-Java Region. Bewässerung für Felder, Trinkwasserversorgung, Fischerei, Stromerzeugung und Industrie sind auf diesen Fluss angewiesen.

2008 erklärte man den Citarum zum schmutzigsten Fluss der Welt und stellte 500 Millionen Dollar zur Verfügung, um das Gewässer zu säubern. Eine unlösbare Aufgabe.






Man muss ja vorsichtig sein, wenn man den Menschen, die an den Ufern dieses Flusse leben, unterstellt, dass sie ihre natürlichen Ressourcen verunreinigen und sich einen Dreck darum scheren, was in ihrer Lebensader vor sich hin dümpelt. Fakt ist aber, dass weder die Regierung, noch die ansässige Industrie oder die Einheimischen sich darum kümmern, aktiv zur Verbesserung dieser Situation beizutragen.

Ich weiß schon - der ein oder andere wird nun wieder ankommen und mich als Volksverhetzer bezeichnen, weil "das ist ja nicht so einfach, wie du dir das vorstellst" und "die haben dort nicht die Möglichkeiten, die wir haben" - Bullshit. Selbst das primitivste Volk im tiefsten Regenwald verrichtet seine Notdurft nicht da, wo es seine Nahrungsmittel bezieht, oder lässt seinen Müll da liegen, wo man gerade steht. Diese Verunreinigungen sind eine exklusive Errungenschaft unserer Industrialisierung. Profit zählt, Leute.





Dass wir nicht besser sind, lässt sich übrigens immer feststellen, wenn in meiner Heimatstadt ein Musikfestival am Ufer eines Flusses gastiert. Wie der Fluss aussieht, nachdem 4 Tage lang knapp 50.000 Festivalbesucher ihre Bierdosen und Essensverpackungen darin entsorgt haben, könnt ihr euch vorstellen.
Umweltbewußtsein ist bei Vielen nicht existent. Das sollte man dringend ändern.


12 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

das wasser der neeun Donau ist derzeit sogar so sauber das dort massenweise Süsswasserquallen unterwegs sein sollen :)

Trotzdem riechts "komisch", und das merke ich bereits wenn ich am Ufer entlang mit den Skates fahre

Thumbsucker hat gesagt…

Süßwasserquallen habe ich noch nie in Natura gesehen. Die wurden ja aus Ostasien eingeschleppt...ein Wunder, dass der Strache noch nicht an der neuen Donau steht und sie ausweisen will ;)

Das Wasser bei uns (Traisen) ist an sich auch relativ sauber - zumindest bevor das Frequency über die Bühne geht und ein paar Wochen danach wieder. Allerdings führt der Fluss schon seit Monaten so wenig Wasser, dass man die Mühlbäche einleiten muss, damit er nicht zu einem stehenden Gewässer samt Algenplage und Gestank wird.

Anonym hat gesagt…

"Wie der Fluss aussieht, nachdem 4 Tage lang knapp 50.000 Festivalbesucher ihre Bierdosen und Essensverpackungen darin entsorgt haben, könnt ihr euch vorstellen."

@thumbsucker:

Ist denn deine Heimatstadt etwa St. Poelten ?^^

Thumbsucker hat gesagt…

Nicht direkt, aber ich wohne an der Traisen, yep ;)

Kane hat gesagt…

LOL, vor allem aber, der ganze Müll wird da ja von überall angeschwemmt... Der eine Uniformierte Typ erzählt ja, hier eine Pylone aus Japan, ne Flasche aus Korea, etc..

Tja, das erinnert mich an die Müllstrudel, die wir in den Ozeanen überall haben!

AAAaaber!

Wem haben wir den ganzen Müll wohl zu verdanken?

Genau, im Amazonas gibt es kein Tetra Pack! Die haben biologisch Abbaubare Sachen, das ist wie Thumbsucker schon sagt, ein Produkt der Industrialisierung!

Was kein Geld bringt, interessiert keinen!
Müllentsorgung kostet ja nur!

Thumbsucker hat gesagt…

Abgesehen davon, dass die ihre Einkäufe nicht in Plastiktüten heimtragen, haben sie auch noch nicht verlernt, ihre lebenswichtigen Ressourcen zu schätzen. Plus: im Regenwald kacken die Eingeborenen auch nicht mitten in ihren Bach, aus dem sie Trinkewasser und Fische beziehen ;)

Anonym 1 hat gesagt…

Flächendeckender Einsatz von Wasserstoffbomben könnten das Umweltproblem ruck zuck lösen. Genau so wie den Welthunger.

Kane hat gesagt…

Die Weltwirtschaftskrise nicht zu vergessen!

Thumbsucker hat gesagt…

@Anon1: schreib doch mal der UNO, vielleicht ernennen sie dich für deine humanistische Idee zum Sonderbotschafter ^^

Anonym hat gesagt…

"Umweltbewußtsein ist bei Vielen nicht existent. Das sollte man dringend ändern."

In der Schweiz gibt man aktuell lieber den pöhsen, pöhsen Ausländern Schuld an allen Problemen...^^ "Masseneinwanderung stoppen", das ganze Land ist zugekleistert mit den Plakaten, echt krank ^^

Kane hat gesagt…

@Anon

Thumbsucker meint ja bestimmt nicht das es an den Indonesiern liegt, sondern an der Tatsache, das die Industrie dort herrscht und nicht das Volk!

Und ja hast recht, im moment ist es das einfachste alles den Ausländern in die Schuhe zu schieben, solang es genug wähler dafür gibt! Dann braucht man sich auch nicht mit komplexeren Themen zu beschäftigen, zB warum in der Schweiz das Leben so viel teurer ist, als bei seinen Nachbarländern, fast 3x höhere Preise bei vielen Sachen, oder warum die SNB den Euro stützt und dadurch die eigene Währung kaputtmacht...

Thumbsucker hat gesagt…

@Anon: ist bei uns nicht anders und bis zu den nächsten Wahlen 2013 wird sich das noch zuspitzen. Strache-Parolen werden das Land beherrschen - manchmal glaube ich jetzt schon, im falschen Film zu sein.

@Kane: Nö ich bin so frei, auch dem Volk bis zu einem gewissen Grad die Verantwortung dafür aufzutragen. Man kann nicht alles immer auf die Schwerindustrie schieben, man kann schon auch selbst ein wenig dazu beitragen. Mit Betonung auf "ein wenig" - aber in so einem Fall macht "ein wenig" schon sehr viel aus.
Das hat aber nix mit "Ausländer" zu tun, sondern mehr mit "jeder ist ein wenig für seine eigenen Umwelt verantwortlich". Das ist kein rassenspezifisches Problem(holy fuck, hat man uns in den letzten Jahren wirklich so extreme Komplexe eingejagt, dass wir Rassismus bei diesem Thema überhaupt in Betracht ziehen??).

 
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