Inside Amazon


Ich liebe Amazon. Als Bücherwurm finde ich die Möglichkeit, mir nahezu jeden Buchtitel binnen 3-5 Tagen ins Haus schicken zu lassen, genial und auch das restliche Sortiment kann sich sehen lassen. Mehr als 14 Millionen Menschen sollen den Versand pro Monat nutzen und in den Angeboten fündig werden - am Cyber-Monday(der dieses Jahr 3 Tage dauert), gehen in Deutschland pro Sekunde 24 Produkte über den virtuellen Ladentisch und das ist noch nicht mal viel. Als absoluten Spitzentag gibt Amazon den 29. November 2010 an, an diesem Tag wurden auf allen Webseiten des Unternehmens zusammen 13,7 Millionen Produkte bestellt, dies sind laut Amazon über 158 Produkte pro Sekunde. Am gleichen Tag haben alle Logistikzentren weltweit neun Millionen Artikel in 178 Länder versendet.

Das erfordert natürlich entsprechend Lagerfläche und logistisches Know How. Hier also mal ein kleiner Einblick in die heiligen Hallen des Webhändlers, von diesen Logistikzentren gibt es allein Deutschland 4 Stück.












Gut durchdacht finde ich übrigens auch das Logo von Amazon, das nicht nur einen lächelnden Mund, sondern gleichzeitig auch einen Pfeil von A-Z darstellt. Na denn - weg mit der Kohle, solange sie noch etwas wert ist. 2012 steht uns ja angeblich die Hyperinflation ins Haus, bevor wir im Dezember dann ohnehin alle sterben ;-)


8 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

und was sagst du zu http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,800166,00.html ?

Thumbsucker hat gesagt…

Ja das ist ne Schweinerei, gar keine Frage - hab mich gestern schon über diese News geärgert. Wenn es irgendwo eine Lücke in der Gesetzgebung gibt, nutzen Konzerne das garantiert schamlos aus.
In den USA zieht Disney die gleiche Nummer ab und deklariert das als "Praktikum für Auslandsstudenten". Bevorzugt werden Studenten aus Südamerika oder Mexiko, denn die beschweren sich nicht groß und lassen sich leichter ausnutzen.

Anonym hat gesagt…

echtmal:
nicht nur die arbeitsweise von amazon auch das ganze unternehmen (bzw. alle großen ketten) an sich sollte man hinterfragen.
ich hab ein weitaus besseres gefühl wenn ich mir mein buch im kleinen laden nebenan kaufe.
solche grossen ketten können doch nur die schere zwischen arm und reich weiter auseinander driften lassen.

Thumbsucker hat gesagt…

Den kleinen Laden ums Eck gibt es bei uns nicht mehr - zumindest nicht für gängige Literatur, nur noch für Fachbücher und Studienlektüre, ansonsten haben wir nur noch große Ketten.

Wenn es nach dem guten Gefühl ginge, dürften wir kein Handy haben, kein Notebook, keinen Fernseher, Playstation(da steckt fast überall Foxconn drin), wir dürften nicht bei H&M einkaufen oder sonstigen Textilketten, dürften kein Auto fahren und müssten die Lebensmitteldiscounter meiden. So gut wie jede Möbelkette steht in der Kritik, IKEA allen voran.

Soll jetzt keine Entschuldigung für das Verhalten großer Konzerne sein, nur eine realistische Betrachtung. Fair Trade ist gut und schön, aber erstens sauteuer und zweitens mit sehr begrenztem Angebot. Ich bin aber immer für Alternativen offen.

Anonym hat gesagt…

In letzter Zeit versuche ich so gut wie möglich zu vermeiden bei Amazon zu bestellen. Amazon ist in den letzten Jahren stark gewachsen, bekommt dadurch immer mehr Macht und nutzt die auch aus um Mitbwerber vom Markt zu drängen. Bestes Beispiel dafür ist der Kindle. Amazon untersützt nicht das internationale Standardformat für E-Books sondern macht sein eigenes, wodurch Kindle Besitzer keine Bücher aus anderen Shops kaufen können und bei Amazon gekaufte Bücher nur mit dem Kindle gelesen werden. Damit die Leute dennoch den Kindle kaufen wird er unter dem Herstellpreis angeboten, was sich kein anderer Reader Hersteller leisten kann.
Für Elektroartikel suche ich mir einen günstigen lokalen Händler bei Geizhals und Bücher kaufe ich bei thrillandchill.at. Das ist eine Wiener Buchhandlung die auch versandkostenfrei nach ganz Österreich versendet. Dank Buchpreisbindung sind die Preise mit denen von Amazon identisch.

Thumbsucker hat gesagt…

Danke für den Tipp, thrillandchill.at kannte ich nicht, werde ich mir gleich mal näher anschauen. Abseits von Amazon kaufen wir meist bei Thalia, der hat nicht nur online eine gute Auswahl - bringt aber halt auch die kleinen Buchläden um. Amazon lockt halt primär mit der Auswahl. Bisher hatten die noch ausnahmslos alles verfügbar, das ich gesucht habe.

Was den Kindle anbelangt, gebe ich dir vollkommen recht. Käme mir nie ins Haus, auch nicht das Amazon-Tablet Fire. Wenn ich mir so ein Gerät kaufe, will ich mich nicht an den Konzern binden müssen, abgesehen davon sind mir Bücher im Papierformat ohnehin lieber. Computer/Notebook und Zubehör kaufen wir auch ausschließlich bei einem kleinen Händler ganz in unserer Nähe. Der bietet nicht nur eine bessere Beratung, sondern hat meist auch noch die gleichen Preise wie Media&Co - abgesehen davon mag ich Verkäufer, die wissen, wovon sie reden und einem auch alternative Produkte zeigen, ohne sie erst lange darum bitten zu müssen.

Aber so insgesamt ist das bewußte Einkaufen halt wirklich ein Problem.

Fabian hat gesagt…

Ich finde Amazon super. Meist kommt die Lieferung ja schon am nächsten Tag, wenn man direkt bei Amazon bestellt.
Wer sich den Kindle kauft, darf sich natürlich nicht über die Bindung an Amazon ärgern, sondern sollte zu einem anderan Gerät greifen.

Anonym hat gesagt…

Ich bin auch ein großer Fan von Amazon.
Die sind sehr professionell und extrem schnell.
Da kommt kein anderer mit.
Und wenn man die anderen Unternehmen betrachtet, was das Ausnutzen von Human Resourcen -Mitarbeiter ist ja heutzutage ein viel zu persönlicher
Ausdruck- angeht, da steht selbst der Staat übel da. Gibt hunderte Maßnahmen des Arbeitsamtes in denen Personal in die Ämter vermittelt werden um Gratis zu arbeiten, bzw. für H4 Entlohnung.

 
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