Abmahnanwälte entdecken Facebook


Wie es scheint, haben Abmahnanwälte nun eine neue Cash Cow für sich entdeckt und es bleibt zu befürchten, dass wir derartige News künftig öfter lesen werden. Das Szenario ist im Grunde nichts besonderes und dürfte jedem Facebook User bekannt sein: man stolpert im Web über ein Bild(oder bekommt es per Mail), das man witzig oder interessant findet und postet es an seine Pinnwand, um es mit seinen Freunden zu teilen - oder wie in diesem Fall wird es von einem Dritten gepostet, man ist dafür also noch nicht mal selbst verantwortlich.
Das Problem dabei: ihr besitzt nicht die Rechte an diesem Bild.
Die logische Folge: eine bedürftige Anwaltskanzlei nimmt sich dieses Verbrechens an, schickt euch eine Abmahnung, fordert euch auf, das Foto zu entfernen und verlangt von euch Angaben darüber, wie lange dieses Bild schon an eurer Facebook-Pinnwand haftet, um den daraus resultierenden "Schaden" zu beziffern und die finanzielle Forderung an euch zu berechnen.

Im Klartext: dein lustiger Freund Olaf postet auf deiner Facebook-Pinnwand ein Foto und die Anwälte klopfen an deine Tür, um dafür Geld zu verlangen. Denn schließlich haben ja nun alle deine Freunde dieses Foto gesehen und werden es darum nicht selbst von irgendeiner Website kopieren kaufen. Interessant wird die Frage, wie viel man nun dafür berechnen wird. Mal angenommen ihr habt 500 Freunde, die 2 Monate lang das Bildchen in eurer Timeline vollkommen gratis "raubbetrachten" konnten, dann könnte das ganz schön ins Geld gehen. Das ist doch mal eine nette Einnahmequelle für Abmahnanwälte und zusätzlich wird die Sache noch dadurch wesentlich erleichtert, dass auf Facebook ja die meisten mit ihren realen Namen registriert sind. Dem User einen Erlagschein zukommen zu lassen, ist also ein Kinderspiel. Facebook dürfte so also zu einer ziemlich stabilen Einnahmequelle für findige Anwälte mutieren und ohne das Posten von Bildern werden die Pinnwände und Timelines wohl künftig auch weniger bunt und sehenswert.

Ihren Augen kaum getraut haben auch die Anwälte Lampmann, Haberkamm und Rosenbaum, in deren Kanzlei diese Abmahnung nun gelandet ist und die in ihrem Blog ausführlich darüber berichten: klick
Die Anwälte der Kanzlei werden über den Verlauf dieses Falles weiterhin berichten und ich bin schon sehr gespannt, was da nun rauskommt.

Am besten wird es wohl sein, künftig gar keine Bilder mehr zu posten, oder sich eine entsprechende Kriegskasse für Rechtsstreitigkeiten zu füllen. Anonyme Profile dürften da auch nicht sonderlich hilfreich sein, denn schließlich ist ja dann noch immer die Mehrzahl eurer Freunde mit Realnamen registriert und euch über diese auszuforschen, dürfte für eine Anwaltskanzlei nicht sonderlich schwierig sein. Bloggern wie mir vergeht bei solchen News natürlich schon ein wenig die Freude am Bloggen. Nicht nur, dass es ohnehin schon kompliziert genug ist, Videos zu posten, die auch in Deutschland(danke GEMA) zu sehen sind, bewegt man sich auch mit dem Posten von Bildern immer in einer Grauzone. Zum Glück kam bisher nur eine einzige Löschaufforderung, der ich auch nachgekommen bin - die kam allerdings von einer Privatperson und betraf ein Bild, das im Web wohl über 1000e Blogs verteilt wurde. Das Web wird nicht zu Tode zensiert, es wird zu Tode "lizenziert". Urheberrechte und geldgeile Anwälte werden uns über kurz oder lang den Spaß am Web versauen. Drauf geschissen....bisher gab es noch für jedes Problem eine Lösung.

Nichtsdestotrotz tut euch ab jetzt selbst einen Gefallen und überlegt euch besser 5x, was ihr künftig wo postet. Euer hart erarbeitetes/erspartes Bares hat in den Brieftaschen von Anwälten nichts verloren, dafür gibt es garantiert einen besseren Verwendungszweck.


23 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

Also was das Fratzenverzeichnis betrifft...tragisch, äußerst tragisch...
Aber das Netz gleicht schon lange einem Minenfeld.
Ein früherer Kollege besuchte mal ein großes Rockfestival. Dort erstand er einen kleinen Spielzeugtruck, den ein Foto mit den Bandmitgliedern aller Gruppen zierte. Dieses Spielzeug versuchte er, vor mehr als fünf Jahren, über eBay zu verkaufen. Er machte ein Foto von dem Ding und stellte es als Verkaufsartikel ein. Dafür erhielt er eine Abmahnung. Und warum?
Es war der Künstler, der damals das Foto schoß. 500 Eisen sollte er dafür raustun.
Also solche Aktionen schreien ja förmlich nach einem viiiieel strengeren Urheberrecht...
Echt jetzt, durchstreichen und neu machen. GEMA zumachen und ne Neue aufbauen, wo keine früheren GEMA-Mitarbeiter sein dürfen. GEZ am besten komplett versenken, denn neutral ist an den Öffies schon lange nix mehr.
Hach, ein schöner Traum.

Anonym hat gesagt…

ich dachte immer, alles was man auf facebook postet geht automatisch in den Besitz von Mr. Zuckerberg...

Anonym hat gesagt…

@Vorposter
Da war noch was von Urheberrechte sind nicht übertragbar...zumindest nicht vollständig. Dat Recht ist also schon weg.

Thumbsucker hat gesagt…

"Gema zumachen und ne Neue aufbauen" - würde schon reichen, wenn die Konsumenten das Zeug nicht mehr kaufen, das von der GEMA verwertet wird. Anscheinend dreht die GEMA jetzt ja komplett durch, wie man in den letzten Tagen über das neue Lizenzmodell lesen konnte. Die treiben ja kleinere Lokale/Discothekten in den Ruin.

Zu deinem Beispiel mit dem Spielzeugtruck: da sieht man, wie verworren das Urheberrecht ist. Wenn die Band das Foto auf offizielle Merchandising-Artikel pappt, haben die doch auch das Recht für dieses Foto erstanden und der Fotograf kann sich seine 500€ aufzeichnen. Vielleicht war er pleite und wollte deinen Freund linken.

Anonym hat gesagt…

Leider nicht, daß Urheberrecht ist nicht übertragbar, es sei denn es wird vererbt. Das gilt übrigens auch für Foto´s, die Du in einem Fotostudio machen läßt. Es gibt allerdings noch das "Recht am eingenen Bild"(nicht Urheberrecht). Das begrenzt allerdings nur die Nutzung des Bildes. Das Urheberrecht liegt immer noch bei dem Fotografen.

Tja, der Kollege hatte jedenfalls Pech, da er das Teil ja verkaufen wollte, also kommerziell nutzen.

Thumbsucker hat gesagt…

Danke für die Info, DAS zum Beispiel wusste ich nicht. Ich war an sich der Meinung, dass eben z.B. Bands, die einen Fotografen beauftragen, von dem auch die Rechte übertragen bekommen. Ich muss mich mal in diese Thematik vertiefen. Schon allein weil mich auch brennend interessiert, wer zum Beispiel die Rechte an den Memes (Rageface etc.) vom gesetzlichen Standpunkt her hält, ob ein Meme unter Creative Commons fällt oder ob das komplett außer Konkurrenz läuft.

Anonym hat gesagt…

Erst mal solltest Du unterscheiden zwischen Urheberrecht und deren Nutzungsrechte.
Und ach, und wo Du die mein lieblings Haß-Thema GEMA erwähnst...
Wir zahlen Urheberrechtsabgaben auf den PC, auf den Brenner, auf den Rohling, auf USB-Stick´s, USB-Festplatten usw.
Bevor Du einen Rohling gebrannt hast, haste bereits drei mal Abgaben bezahlt.
Ich habe mal ein GEMA-Mitglied gefragt, ob er diese Einnahmen anteilig in seiner GEMA-Vergütung findet. Hähähä. Natürlich nicht. Dafür müßten sie ja Ihre Verteilung offenlegen. Was eigentlich Pflicht sein müßte, denn es geht hier um Geld und damit letztendlich auch um Steuern!
Das Ursprungsproblem ist allerdings nicht nur die GEMA. Die haben die Aufgabe Geld zu sammeln. Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Diesen Auftrag haben sie vom Staat. Dieser wäre auch für deren Grenzen zuständig. Tut er aber nicht. Ist wie mit Anwälten, die nutzen auch alles wo ein § vorne steht. Oder Banken... vom Staat. Dieser wäre auch für die Grenzen zuständig.

Anonym hat gesagt…

Uos, steich die letzten neun Worte

Anonym hat gesagt…

Übrigen was Ragface betrifft:
ragefac.es by Jan Oelze, Lukas Kandert is licensed under a
Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported License.

Darfst also kein Kohle mit machen.

Thumbsucker hat gesagt…

Ich ackere mich gerade durch die Verteilungsbestimmungen( http://www.aume.at/show_content2.php?s2id=25 ) der AustroMechana, dem österreichischen Pendant zur deutschen GEMA und ich wage mal zu behaupten, dass nur ein ganz geringer Teil der Schaffenden überhaupt begreift, was er da unterschreibt, wenn er den Pakt mit dieser Mafia eingeht - wobei die AustroMechana uns wenigstens YouTube lässt. "Noch", denn wer weiß - vielleicht fällt denen auch bald mal ein, dass sie es ja der GEMA nachmachen könnten und etwas mehr Geld rausholen wollen.

Die Abgabe auf USB-Sticks, Rohlinge, Festplatten etc. nennt man ja in Österreoch nach wie vor "Leerkassettenvergütung" - das zeigt auch, wie dringend notwendig eine Überarbeitung des Urheberrechts wäre, denn man nimmt hier Gesetze und Beschlüsse aus dem Jahre Schnee her und legt sie 1:1 auf die heutigen Medien um. Der Haken an der Sache ist aber, dass sämtliche Neuformulierungen und Beschlüsse das Urheberrecht betreffend zugunsten der Verwertungsgesellschaft und zulasten der Konsumenten gehen. Die Abgabe auf Festplatten wurde 2010 in Österreich empfindlich erhöht, allein hier zahlt man - je nach Größe - zwischen 12€ und 36€ Urheberrechtsabgabe. HP prozessiert seit 2010 gegen diese Erhöhung und hat bereits 2x gewonnen, die AustroMechana ging beide Male in Berufung und nun geht die Sache vor den Obersten Gerichtshof. Ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Aber da siehste mal, wie hartnäckig und penetrant dieses Pack darauf pocht, Gelder einzustreifen, die ihnen nicht zustehen.

Anonym hat gesagt…

Deinen letzten Satz könnte man jetzt geteilt sehen. Viele Künstler würden nicht so sehr über die Netzgemeinde meckern, wenn sie in ihren GEMA-Abrechnungen eine anteilige Vergütung finden würden. Wenn dann diese Gängelungen, wie Youtube-Sperren, aufhören, wäre ja auch jeder zufrieden. Mich interessiert brennend, wie hoch jährlich diese Einnahmen sind, und wo die Kohle bleibt. Aber die GEMA schickt ihre Gehirmwäsche-Spezies los und lenkt ständig auf die bösen Raubbetrachter und Raubhörer(gefällt mir auch). Und unsere "Künstler" wie z.B. son Regener raffen nicht, von wem sie eigentlich verarscht werden. Boah, Hauptschule nicht geschafft? "Ich bin immer da wo du nicht bist..." Er meint(e) wahrscheinlich Internet.
Aber wenn man seine Worte hört, dann wird klar, woher seine Informationen stammen müssen. Geschickte Fehl-Informationen. Klappt seit weit mehr als tausend Jahre.

Anonym hat gesagt…

Also, wenn bei 8 Millionen Menschen gerade mal 12,5% nur eine kleine externe Festplatte hätten, dann wären das bei Euch schon ca. 12.000.000?!? Nur für Festplatten? Hammer!
Ich hab mal einen Gehirnwäscher von HP erlebt, und deshalb auch nicht die beste Meinung von HP. Hierbei allerdings wünsch ich denen dann doch Erfolg.
Mannmann, Ihr werdet ja noch weit mehr verarscht als wir. Die letzten Festplatten-Abgaben die ich hier sah waren unter 10€.

Thumbsucker hat gesagt…

Ich gönne einem Sänger/Musiker/Schriftsteller - jedem Kreativen *natürlich* sein Geld - aber wie du schreibst: was die Verwertungsgesellschaften einstreifen, kommt ja anscheinend selten bei Künstlern an. Sieht man ja auch am Beispiel der USA, wo diverse Künstler die RIAA verklagen, weil sie keine Gelder weiterleitet, sehr wohl aber ständig kassiert.

Was ich nicht verstehe(und was mir außerdem auch noch kein Schaffender plausibel erklären konnte) ist, wie man die Kosten für digitale Inhalte - ob nun Musik oder E-Books - rechtfertigt. Ne CD zu erzeugen kostet Geld, leuchtet jedem ein, auch was die Materialkosten anbelangt. Wenn mir jemand erklären will, dass der Vertrieb eines digitalen Mediums den gleichen Aufwand und die gleichen Kosten verursacht, kann ich ihm nur den Vogel zeigen.
Gerade E-Books sind teilweise ein absoluter Nepp. Ich habe gerade das Buch "Das Alphabethaus" verglichen - gedruckte Ausgabe: 15,99€, E-Book 13,90€ - und wie "nutzbar" E-Books von z.B. Amazon in der Praxis von den AGBs und von den schwammigen gesetzlichen Bestimmungen her wären, muss man dabei noch nicht mal erwähnen, denn man darf Bücher selbst zu privaten Zwecken nur auszugsweise kopieren - außer das Buch ist seit mindestens 2 Jahren vergriffen, dann darf man das gesamte Werk kopieren. Ja, ich weiß schon: Buchpreisbindung und blah und hast du nicht gesehen. Aber auch da stellt sich wieder die Frage, ob man Auflagen aus dem Jahre 1927 auf digitale Medien im Jahre 2012 umlegen kann.

Zu den Festplatten hier ein Artikel - aber pass auf, dass dir nicht das Kotzen kommt:
http://news.orf.at/stories/2018414/2018401/

Ich kann mit HP als Konzern auch nix anfangen, bin aber mit unserem HP-Drucker ganz zufrieden und hoffe im Sinne der Konsumenten, dass sie in diesem Prozess auch vor dem OGH gewinnen. Wäre vielleicht auch eine Grundlage für ähnliche Prozesse im Rest Europas.

Anonym hat gesagt…

Kurz mal zu HP. Die bieten ein ganz tollen "Recovery and Return" Service-Pack an. Das bedeutet im Klartext, wenn Dein Notebook geklaut wird, können die die gesamte Festplatte sichern, das Notebook (fast weltweit auf 10m) orten (über WLAN, UMTS und GPS) und auch noch sperren. Und in Amerika dürfen sie auch noch die Cam nutzen um ein Bild zu schießen. Das geht mit einem neu eingebauten Chip. Als ich dann fragte, ob dieser Chip nur eingebaut wird wenn ich das Service-Pack haben will, war die Antwort: Nein, wird fast in jedem Modell eingebaut (ein paar Consumergeräte sind wohl zu billig dafür). Diesen tollen "RecoveryService" macht auch nicht HP selber. Es eine gaaaaanz toll zertifizierte Firma, die diese Leistung für viele große Hersteller anbietet. Nicht nur HP.
Ich dachte nur WTF!!!?!? Die können meine kompletten Daten auslesen und ständig verfolgen wo ich bin? Über diesen Chip? Und die einzige Garantie, daß die keinen Mist bauen ist eine Zertifizierung?!? Wie sieht es denn z.B. mit dem Patriot-Act aus?
Laß Dich nicht täuschen, so einen Chip haben wohl mittlerweile alle Großen. Fujitsu auch. Da sind die Beschränkungen allerdings deutlich besser.
So, ich muß jetzt was essen um kotzen zu können.
sl TB

Anonym hat gesagt…

Leider muß ich bei den e-Kosten noch auf etwas hinweisen. Die Server, die das zur Verfügung stellen, laufen Tag und Nacht. Die Kosten einer Massenproduktion von einer CD liegen im Cent-Bereich. Die Stromkosten sollte man nicht unterschätzen. Gerade wenn etwas neu ist und ein Ansturm aufkommt, mußte Du erhebliche Ressourcen zur Verfügung stellen. Das ist übrigens einer der wenigen Zwecke, für die ich ne Cloud als sinnvoll ansehe. Um Spitzen abzufangen. Strom ist aber auch nicht gerade billiger geworden.
Aber wir machen das so wie mit kaffeepfückenden Kindern. Die bekommen gerade mal soviel das sie nicht sterben und der große Rest bleibt in der Vertriebskette. Künstler denkt nach...

Thumbsucker hat gesagt…

Hähä, dazu hab ich auch ne Story auf Lager. Dem Freund eines Buddys aus Texas wurde das MacBook Pro gestohlen. Apple bietet bekanntermaßen die selbe Möglichkeit, wie du sie von HP geschildert hast - allerdings hat der User auch selbst Zugriff auf sein Gerät, kann Fotos schießen und das Ding orten - zumindest in den USA, funktioniert anscheinend über die iCloud, so genau weiß ich es nicht.

Der arme Kerl hat also sein MacBook Pro geortet, Fotos vom Dieb gemacht, als er munter damit durchs Web gesurft ist und ging damit zur Polizei. Die Cops meinten allerdings, sie seien für gestohlene Notebooks und Handys nicht zuständig, sie hätten Wichtigeres zu tun und er solle sich gefälligst selber darum kümmern. Also hat er sich ein paar Tage lang vor den Wohnblock gestellt, in dem sein MacBook nun in Betrieb sein muss und wartete auf den Dieb. Als er ihn letztlich gestellt hat, stritt der natürlich alles ab, woraufhin er wieder zur Polizei ging und sich eine Abfuhr holte. Das war vor ungefähr 3 Monaten. Seitdem sitzt er also daheim vor seinem neuen Notebook und schießt in regelmäßigen Abständen vom Dieb seines alten MacBooks und traut sich nix mehr sagen, weil er Angst davor hat, dass die Cops letztlich ihn selbst ins Fadenkreuz nehmen, wenn er ihnen zu sehr auf den Senkel geht ^^

Soviel zu den tollen Services und ihrem Nutzen ;)

Thumbsucker hat gesagt…

@e-Kosten: bei digitalen Medien fallen ja die gesamten Vertriebswege weg. Verpackungskosten, Transportkosten, Personalkosten, die gesamte Logistik. Mich würde der Vergleich Gebundenes Buch vs E-Book schon brennend interessieren, wenn man alles einberechnet.

Und dann wäre da ja noch DRM und die Tatsache, dass die Verlage haargenau die gleichen Fehler begehen, die schon die Musikindustrie begangen hat, ohne daraus zu lernen...

Anonym hat gesagt…

Kenn ich, aber so eine Firma hat direktere Wege. Mußte natürlich für zahlen. Nichtsdestotrotz hat theoretisch jemand kompletten Zugriff auf Dein Notebook. Son Geschäftsführer hat bestimmt interessante Daten. Der Verkaufswert dürfte nicht gering sein. Dieser Chip umgeht sämtliche Sicherheitsmaßnahmen. Was für´n Honey-Pot.

Thumbsucker hat gesagt…

Wir sind eh selber schuld, wir wissen's und akzeptieren es.
Und mit den SmartPhones geht das letzte bisschen Verständnis für das Wort "Privatsphäre" vollkommen den Bach runter. Wir installieren uns Apps, mit denen wir im Falle eines Diebstahls nicht nur das Handy orten, sondern eben auch alle Daten darauf ziehen können, ohne zu wissen, wer da sonst noch Zugriff hat.

Wenn ich unsere Androiden hier in unserem Wohnzimmer lokalisiere, wird mir der Standort auf 3-5 Meter genau angezeigt - trotz deaktiviertem GPS. Das ist zwar schön für die Polizei, falls sie mich mal wegen einem illegal geposteten Raubkopiebildchen hier besuchen wollen und auch Google freut sich über die ganzen privaten Netzwerke, die Android an ihre Server sendet, um diese genaue Standortbestimmung überhaupt erst möglich zu machen, aber für den Endverbraucher ist das halt nicht so prickelnd ;)

Anonym hat gesagt…

Hey, daß bringt mich auf eine Idee. Mit nem Bekannten zusammen das gleiche Handy mit dem gleichen Vertrag kaufen. Und dann die Handy´s tauschen. Beim nächsten mal das Handy mit ner Freundin tauschen usw.
Wird bestimmt ´n lustiges Profil.

Angelika Wilcke hat gesagt…

Ist immer auch interessant, die Meinung eines anderen Anwaltes zu lesen: http://www.infodocc.info/panikmache-facebook-abmahnung-die-abmahnwelle-bleibt-aus-also-blaest-anwalt-etwas-nach/

Thumbsucker hat gesagt…

THX für den Link. Die Zukunft wird es zeigen, wenn Geld rausschaut, werden's auch welche ausnutzen. Als die Umtriebigkeit der Firma proMedia damals erstmals publik wurde, hieß es auch "Ach, nur Einzelfälle, nur mal nicht in Panik geraten" und es gab ein Schwanzlängenmessen unter Juristen. Die Abmahnwellen sind trotzdem gekommen und das Abmahnen wurde zum eigenen Geschäftszweig. Aber mir ist es wurscht, dieser Social Media Schmarren geht ziemlich spurlos an mir vorbei, dieses Blog hier ist mir social genug ;)

Anonym hat gesagt…

Neues von GEMA:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/rechteverwertung-gema-fordert-1000-prozent-mehr-geld-/6512142.html

 
Real Time Web Analytics