Ein Tag im Museum *NSFL*


Ausgestopfte Tiere im Museum sind mitunter schon etwas langweilig, eingelegte Menschen und Körperteile hingegen sieht man nicht alle Tage. Museen mit medizinischen Präparaten gibt es ja nicht an jeder Hausecke und wenn, dann muss man schon mal eine längere Warteizeit in Kauf nehmen, um die makabere Ausstellung zu sehen. Im Siriaj Medical Museum in Bangkok sieht man die Sache allerdings nicht so streng und gewährt dem Besucher auch mal (unabsichtlich) Einblicke, auf die er lieber verzichtet hätte.

Die folgenden Fotos sind nichts für einen schwachen Magen, ihr seid also hiermit gewarnt ;-)

Beginnen wir den Rundgang mit einem Arm- und Beinlosen Baby mit geöffneter Bauchdecke.



Der nächste optische Leckerbissen zeigt einen männlichen Hoden. Der gute Mann litt an Elephantiasis, keiner sonderlich angenehmen Erkrankung. Angeblich hat das Ding einen Durchmesser von knappen 60cm...


Weiter geht's mit einem überdimensionierten Kopf. Das zugehörige Gehirn war leider nirgends zu finden, wäre interessant gewesen.


Das nächste Bild zeigt am Bauch zusammengewachsene siamesische Zwillinge, die sich einige Organe teilen und darum nicht lebensfähig waren.


Hier seht ihr einen abgetrennten Kopf mit Schusswunde, in 2 Hälften geschnitten, um den Weg der Kugel durch das Gehirn zu zeigen.


Der hier dürfte wohl nicht mehr allzulange haltbar sein, nachdem die Schädeldecke schon aus dem Spritus lugt...riecht bestimmt lecker.


Arm und Bein eines Unfallopfers. Musste man nicht mehr abtrennen, hatte schon das Auto erledigt.


Muss man nicht weiter erklären...abgesehen vom Kopf sind hier auch einige Organe doppelt.


Hierbei handelt es sich um ein Harlekin-Baby. Die Ichthyose ist ein Gendefekt, bei dem die Haut verhornt. Geht nicht zwingend immer tödlich aus, einer von 300 Menschen leidet unter dieser Erkrankung.


Das hier ist der Unterleibsquerschnitt eines Säuglings.


Nachdem das Museum in einem Krankenhaus liegt, kann man sich schon mal in die Leichenhalle "verirren". In Bangkok sind die Türen nicht abgeschlossen und wenn ihr dort mit eurer Kamera ein paar Fotos schießt, interessiert das keine Sau.



Sieht aus, als würden hier ein paar Arme herumliegen.


Nach so vielen appetitanregenden Ausstellungsobjekten könnt ihr euch als krönenden Abschluss einen kleinen Snack im museumseigenen Cafe gönnen. Ein Tag im Museum macht schließlich hungrig.



11 Responses So Far:

Johann III. Sobieski hat gesagt…

[quote]In Bangkok sind die Türen nicht abgeschlossen und wenn ihr dort mit eurer Kamera ein paar Fotos schießt, interessiert das keine Sau.[/quote]

Und wenn man paar abgetriebene Föten mitnimmt, in der Pfanne röstet und mit Blattgold überzieht, kann man noch paar extra Dollars machen, da die reisenden Absatz dort als Glücksbringer haben. LOL

Thumbsucker hat gesagt…

Möglicherweise werden sie auch getrocknet, pulverisiert, in Tabse gefüllt und nach Südkorea exportiert. Dort ist Fötenpulver ja gerade der Renner, soll jung und gesund halten. Kranke Welt ^^

Anonym hat gesagt…

Eine solche Sammlung gibts auch hier in Österreich,aber da hat nicht jeder Zutritt

Thumbsucker hat gesagt…

Zutritt hat mittlerweile schon jeder, allerdings muss man sich rechtzeitig anmelden, eine Wartezeit in Kauf nehmen und die Öffnungszeiten sind auch sehr begrenzt(nur an 2 Tagen pro Woche):
http://www.narrenturm.at/

stephanie hat gesagt…

Ich finde solche Sammlungen schaurig faszinierend...
MAn will nicht, aber man schaut immer weiter, immer genauer....

Es ist schon seltsam wie sehr man sich von solchen Dingen in den Bann ziehen lassen kann...

Irgendwie scheinen gerade Babyplastinate mit Missbildungen eine andere Seite in Vielen anzuspielen... Der Schrecken ist irgendwie bei etwas so unschuldigem wie einem Säugling umso greifbarer. Und trotzdem schaut man hin. Und postet es in seinem Blog ;)

Wir Menschen sind wohl doch einfach Voyeure...

Ich habe mir fest vorgenommen bei meinem nächsten Berlinbesuch der Berliner Charité einen Besuch abzustatten- die medizinische Sammlung soll äußerst imposant sein und unter voranmeldung auch zu besichtigen...

Thumbsucker hat gesagt…

Ja natürlich sind wir Voyeure. Und bis zu einem gewissen Grad auch allesamt ein wenig Exhibitionisten ;)

Bei Bildern wie diesen gibt es verschiedene interessante Aspekte. Mir "gefällt" es zum Beispiel, mal zu sehen, wie siamesische Zwillinge im Körper drinnen miteinander verwachsen sind. So ein Exponat in Spiritus zeigt das einfach besser, als eine Zeichnung oder eine digitale Grafik. "Erschreckend" finde ich es jetzt nicht unbedingt, denn das ist halt der natürliche Lauf der Dinge.

"Erschreckend" finde ich die Opfer von Gewalttaten. Denn der Schaden der da angerichtet wurde, wurde von einem anderen Menschen angerichtet, der das Gewalt- und Aggressionspotential hatte, demjenigen z.B. den Schädel einzuschlagen oder ihm eine Kugel ins Gehirn zu jagen. Darum kann ich auch mit Gore-Sites nicht sonderlich viel anfangen, denn die dort geposteten Bilder von Verbrechensopfern verändern meinen Blickwinkel auf Menschen insgesamt.

Der Narrenturm in Wien steht auch noch auf meiner Bucket List. Die dort gezeigten Exponate gehen bis ins Kaiserreich zurück. Muss ich unbedingt mal sehen ;)

Anonym hat gesagt…

Also ich hab kein Problem damit, mich ekelt das nicht, so sieht der Mensch halt aus. bei Tieren macht man auch kein Drama warum also beim Menschen... Ich find eher die Kommentare dazu makaber^^ wie dasda z.B.:
"Weiter geht's mit einem überdimensionierten Kopf. Das zugehörige Gehirn war leider nirgends zu finden, wäre interessant gewesen."
Man weiß doch, dass das 'ne Krankheit ist, da find ich das nicht lustig sowas zu sagen...

Thumbsucker hat gesagt…

Das hier ist ein ironisch-zynisches Blog, wobei dieser Kommentar noch nicht mal ironisch-zynisch gemeint war - das zugehörige Gehirn hätte mich tatsächlich interessiert, was ist daran verwerflich?

Der menschliche Körper ist ein übelriechender Haufen Matsch, der nichts über das Wesen und den Charakter aussagt.

Anonym hat gesagt…

krank

Unknown hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

ayy lmao

 
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