Shoppen mit Hitler


Nein, ich bin kein Antisemit und finde die Geschäftsidee eines Inders auch reichlich bizarr. Ist ja heutzutage nicht mehr ganz so einfach, seine Ware an den Mann zu bringen und wenn der Gesetzgeber ein wenig lasch reagiert oder gar verweigert, in die übliche Hysterie mit einzustimmen, kann man seinen Laden ruhig "Hitler" nennen.



"Hitler" ist eine Mode-Boutique, in der man sich trendy Fetzen kaufen kann. Ob der Besitzer, Rajesh Shah, eine eigene Kollektion rausbringt und wie die denn wohl aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
Rajesh selbst behauptet jedenfalls, noch nie etwas von "Hitler" gehört zu haben, schon gar nicht im Zusammenhang mit einem nebensächlichen Ding namens "Holocaust", weswegen er die Aufregung um den Namen seines Ladens nicht so ganz versteht.

Umbenennen möchte man den Laden nicht, denn man hat bereits rund 570€ in "Hitler"-Marketing und Visitenkarten investiert, derzeit fehlt die Kohle, um dem Shop einen zivilisierten Namen zu verpassen.
Dass die jüdische Gemeinde einen Namenswechsel verlangt, versteht sich wohl von selbst, müsste man nicht extra erwähnen.

Stinkt für mich nach einer Marketingstrategie. "Nenne deinen Laden Hitler, tu so als wärst du auf den Kopf gefallen und warte, bis die Aufregung vorbei ist."
Scheint zu funktionieren. "Hitler" ist derzeit in aller Munde. Modetechnisch gesehen.







10 Responses So Far:

Anonym hat gesagt…

In Deutschland wäre so eine "Marketingstrategie" natürlich nicht möglich.

Dafür wird das hier immer mehr zum Alltag (inklusive Morddrohung an die 6-jährige (!) Tochter) :

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/rabbiner-zusammengeschlagen-das-war-eine-attacke-auf-die-religionsfreiheit/7067800.html

Auf ewig lässt sich dieser importierte Hass & Antisemitismus wohl auch nicht mehr von der Politik verschweigen, denn als offen erkennbarer Jude (Davidstern ist schon mehr als ausreichend) in vielen europäischen Städten herumzulaufen, wird offensichtlich immer mehr zu einem lebensgefährlichen Unterfangen.

Thumbsucker hat gesagt…

Ja es wird immer schlimmer. Wie du schreibst - von der Politik wird es totgeschwiegen und Idioten wie Strache haben durch diesen (nicht existenten)Umgang mit realen Problemen einen enormen Zulauf.

Bedenklich finde ich auch, dass ein gar nicht so kleiner Teil der Bürger nur allzu gerne bereit wäre, auf das Grundrecht der Religionsfreiheit zu verzichten, um endlich die bösen Moslems loszuwerden. Da kann man schon mal einen Eckpfeiler der Demokratie abschaffen, Hauptsache man muss nicht selber denken.

Da von Xeno"phobie" zu sprechen, fällt mir etwas schwer. Diese Leute haben keine "Angst", sie sind einfach nur ignorante Arschöcher.

Johann III. Sobieski hat gesagt…

Moslems zwangschristianisieren und wenn die sich weigern, die Lippen und Nase abschneiden und dann verbrennen. Genau so wie es Moslempack jüngst in Pakistan bei einem Christenjungen gemacht haben.

Thumbsucker hat gesagt…

Du sollst mit gutem Beispiel vorangehen, dieses "Ein Auge für ein Auge" Ding ist out of date.

Anonym hat gesagt…

Den größten Anteil an Xenophobie, Antisemitismus/Judenhass und Rassismus findet man heutzutage in Teilen der zugewanderten muslimischen Bevölkerung (arabisch, türkisch, kurdisch).

Und das sage ich als Österreicher der selbst einen Migrationshintergrund hat (kroatisch/bosnisch).

Ich habe Menschen kennengelernt, die aus dem Iran stammen und von anderen Muslimen ganz offen angefeindet und verachtet bzw. gar bedroht werden, nur weil sie entweder offiziell atheistisch geworden sind oder noch schlimmer, zum Christentum konvertiert sind (das ist quasi der "Worst-Case").

Sehr bedenklich auch der folgende Artikel:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108659406/Tuerkische-Migranten-hoffen-auf-muslimische-Mehrheit.html

Das rechtspopulistische Parteien bei solchen Entwicklungen viele Stimmen bekommen, liegt einzig und allein bei den nichtstuenden und todschweigenden Regierungsparteien (CDU/CSU, FDP, SPÖ, ÖVP). Wundern brauch sich da eigentlich niemand mehr.

Thumbsucker hat gesagt…

Naja...an dem Spruch "In schlechten Zeiten ist zuerst immer der Ausländer schuld" ist schon was dran. Zumindest ist es mein subjektiver Eindruck, dass Rassismus/Antisemitismus zunimmt.
Gestalten wie Strache machen den Antisemitismus fast schon salonfähig, indem sie ihre "Karikaturen" auf Facebook posten und sich danach selbst als Opfer einer Hetzkampagne oder Verschwörung darstellen, während Politiker anderer Parteien schön brav den Mund halten und ja nicht zu laut kritisieren.

Auf welchen prozentuellen Anteil an Rassisten in der Bevölkerung man anhand z.B. der Krone-Foren schließen kann, weiß ich nicht - ich weiß nur, dass mir diese Entwicklung ein wenig Magenschmerzen bereitet. Mal schauen - wenn es Stronach gelingt, seine Partei zu gründen, wird sich zeigen, wie viele Protestwähler unter den FPÖ-Anhängern tasächlich sind. Protestwähler mit einem letzten Funken Verstand werden eher Stronach die Stimme geben, als Strache anzukreuzen - nicht dass ich Stronach als ernstzunehmenden Kandidaten sehen würde, außer populistischem Geschwafel hat er imo nicht viel zu bieten.

Interessanter Artikel zum THema:
http://www.welt.de/politik/ausland/article108701464/Die-antisemitischen-Entgleisungen-des-Herrn-Strache.html

Anonym hat gesagt…

Vollkommen Panne. Aber um Hackenkreuz Merkwürdigkeiten zu sehen muss man gar nicht so weit fahren. KIK hat sich mal wieder was geleistet.

Lonesome C

Thumbsucker hat gesagt…

Ich sag mal das kommt immer drauf an, in welchem Zusammenhang. Ich gehöre nicht unbedingt zu denen die immer sofort hysterisch aufschreien, wenn wo die Swastika zu sehen ist, dafür hat das Symbol zu viele verschiedene Bedeutungen in zu vielen verschiedenen Kulturkreisen und das schon seit über 6000 Jahren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Swastika

Isystra hat gesagt…

Die Swastika ist zwar kein Symbol, das Hitler allein gehört. Aber dafür, dass der Firmengründer nichts von Hitler gehört haben will, ist der i-Punkt mit eben dieser Swastika ein zu großer Zufall ^^

Anonym hat gesagt…

warum

 
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